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Der Landfall ist erst mal ein kleiner Schock! Sind wir hier richtig? Hochhaus an Hochhaus, wie in Benidorm,- viele leerstehend oder als Bauruinen nie fertiggestellt! Der Ankerplatz: recht offen und durch eine Dünung von Osten recht schaukelig! Na ja, schaun wir mal weiter!
Hier mußte nun einklariert werden und dazu braucht man einen Agenten, - alles Schikane?1 Zumindest spart man sich 1-2 Tage Lauferei! Hier zahlten wir die höchsten Einklarierungsgebüren überhaupt: 35.000 Bolivar, das sind ca 120 DM! Damit nicht genug, denn es muß in jedem Hafen ein- und ausklariert werden und das kostet immer Gebühren! Müssen wir akzeptieren, denn es laßt sich nicht ändern und mit den Behörden bei einer Kontrolle in Konflikt zu kommen, ist bestimmt nicht lustig!
Vorteil dieser Insel ist das zollfreie Einkaufen. Tatsächlich aber liegen die Preise für Lebensmittel teilweise über denen in Europa,- aber es gibt wenigistens was zu kaufen was dem Gaumen erfreut, z.B. Holländer Käse, Schinken, Rindfleisch (ohne BSE!), Nutella usw.!
Billig ist Alkohol und Treibstoff, - 16 Pfennig der Liter Diesel,- davon könnt Ihr in Germany nur träumen, oder?
In der City von Porlarmar dann die nächste Überraschung: Eine Einkaufsmeile wie die „Kö“! Nobelboutiquen mit allem was das Herz begehrt! Eigentlich wissen wir gar nicht, wer das alles kaufen soll, denn 80% der einheimischen Bevölkerung hat gerade Geld genug zum Überleben und die Touristen kaufen günstiger zuhause, was momentan leider auch am Dollarkurs liegt!
Es gibt auch Billigläden, mit T-Shirts für 10 DM! Davon kaufen wir ein paar,denn der Verschleiß ist groß! Norberts T-Shirts z.B. sehen nach dem Auseinandernehmen des Stromgenerators (aus dem mal wieder das Öl lief!) so aus, als hätte er mit dem Bauch gearbeitet! Das schafft natürlich auch unsere Bordwaschmaschine nicht und so haben wir einen Putzlumpen mehr! Das Wasser ist hier übrigens Mangelware. Es gibt kein Trinkwasser auf der Insel. Wasser kommt vom Festland durch eine Pipeline, Trinkwasser wird in Flaschen und Fässern angeboten.
Fortbewegungsmittel hier ist wieder das Maxi-Taxi. Für 40 Pfennig fährt man in die City. Ihr macht Euch aber keine Vorstellung, wie diese Fahrzeuge aussehen! Es hat den Anschein, daß sie nur fahrbereit sein müssen, einen TÜV scheint es nicht zu geben! Manchmal sind nur Bleche und Rohre aneinandergeschweißt mit ein bischen Prestolit obendrauf. Fahrzeuge mit denen wir vor 25 Jahren Altwagenrennen gefahren sind, haben wir auch schon im Straßenverkehr gesehen! Viele Autos sind echte Spritschlucker, hauptsächlich amerikanische Staßenkreuezer, was ja bei den Dieselpreisen wohl nebensächlich ist! Es gibt aber auch Nobelkarossen der Marke Mercedes oder Toyota!
Es ist schon interessant, sich alles anzusehen, vor allem der Kontrast ist für uns Europäer spektakulär. Auf der einen Seite menschen, die in der Gosse liegen (im wahrsten Sinne des Wortes!) und auf der anderen Seite die High Society!
Heut sind wir zur Nordküste Margaritas gesegelt, vorbei an den Luxushotels der Insel. Wir liegen jetzt in JUANGRIEGO, einer großen Naturhafenbucht vor Anker. Der Wind pustet mit 5-6 Beaufort von den Bergen und treibt unseren Windgenerator an, damit wir genug Strom haben, diese lange Mail zu verschicken! In den nächsten Tagen wollen wir weiter zur ISLA BLANQILLA, 60 Seemeilen nördlich von Margarita.
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