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Unsere grosse Reise |
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Faszination Wasser |
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Passatwind Segeln |
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Gesundheit & Sicherheit |
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| Das Paradies am TOTEM PASSE... | 16.09.2002 |
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...ist wirklich absolute Spitzenklasse!
Die Lagune leuchtet wie ein Aquarell,
die Sonne scheint dazu so hell!
Im Wasser sieht man bunte Fische flitzen,
die Haie manchmal unsere Nerven kitzeln!
Für Taucher absolut spektakulär,
ist das Außenriff, es gefällt uns sehr!
Auf 70 m geht es runter,
das macht alle Tauchfreaks munter!
Man läßt uns nicht gleich weiterziehn,
schließlich kommt man hier nicht so schnell wieder hin!
Es vergehen Tage.....Wochen....
bis wir haben nichts mehr zu kochen!
Dann sitzen wir hier so mache Stund,
mit TAUPIRI oft in froher Rund!
Er fängt die Fische 1, 2 , 3,
manchmal sind auch Langusten dabei!
STELLEO macht draus ein Menue,
JEAN PAUL backt frisches Brot dazu!
Gibt es auch hier kein Bier und Wein,
wir können trotzdem fröhlich sein
und werden denken oft zurück
an die Zeit hier voller Glück!
Auch dieses Kapitel lest Ihr am besten von unten nach oben!
siehe auch hier
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| Segle nie gegenan... | 15.09.2002 |
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RASMUS hat wohl was dagegen, daß wir das kleine Paradies hier verlassen. Der vorherrschende Wind aus östlichen Richtungen hat auf West gedreht, die Richtung in der wir hin wollen. Nach dem Motto: „Segle nie gegenan“ bleiben wir halt noch einen Tag länger! Die ORION ist vor 2 Tagen bei Gegenwind gestartet und wird heute wohl in Tahiti ankommen!
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| Hand in Hand | 14.09.2002 |
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Da wir so langsam Richtung Papeete ziehen müssen (die Aufenthalts- genehmigung läuft in 2 Wochen aus!), wollte ich doch unbedingt noch mal mit Kelcey tauchen gehen. Norbert + Rene nahmen Taupiris kaputten Generator unter die Lupe und so bin ich allein mit Kelcey, Jim und der Crew der BRIANA zum Außenriff hinausgefahren. Unterwegs erzählte Kelcey dann was von 120 Fuß (40 m)! Sie sah wohl mein besorgtes Gesicht und meinte ich sollte relaxen, alles sei kein Problem, sie würde mich bei der Hand nehmen und auf mich aufpassen!
Mit einer Rolle rückwärts (wozu ich mich inzwischen auch überwinden kann!) bin ich dann aus dem Dingi und sofort in die Tiefe geglitten. Meine anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Druckausgleich waren heute auch kein Problem mehr. Auf etwa 10m haben wir dann mein Gewicht austariert. Während wir auf die Anderen warteten zeigte Kelcey mir eine Höhle in der sich hundete von Red Eyes unter einem Felsvorsprung tummelten. Als ich nach unten sah, wurde mir fast schwindelig: Der Meeresboden fiel hier steil ab ins dunkelblaue Nichts! Obwohl das Wasser glasklar und ohne Trübung war, war kein Ende zu sehen!
Dann nahm Kelcey mich bei der Hand und deutete an weiter abzutauchen. Ich konzentrierte mich aufs ruhige atmen und rechtzeitigen Druckausgleich, denn schließlich wird sie schon wissen, was sie da mit mir macht! Unter uns das schwarze Nichts und rechts neben uns ein Steilhang mit einem wurderbarem Korallengarten. Ganz zart verzweigte und welche, die aussahen wie riesige Rosenblüten. Dazwischen bunte winzige Fische.
Nach einem Blick auf mein Finimeter (zeigt den Flaschendruck an!) kehrten wir wieder um und verweilten noch eine Zeitlang in flacheren Zonen zur Dekompression. Ein Schwarzspitzenriffhai, der gemütlich vorbeischwamm ließ mich inzwischen völlig kalt! Oben wieder angekommen zeigte Norberts Tauchcomputer, den ich dabei hatte, 38 Meter und 33 Minuten an! Ich konnte es kaum fassen und hatte ein unheimliches Glücksgefühl das geschafft zu haben!!! Noch vor einer Woche hätte ich nie gedacht, daß ich mir das jemals zutrauen würde!
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| Manta | 11.09.2002 |
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Heute war ich wieder mit hinaus zum Tauchen. In der Paßeinfahrt hielt sich ein großer Manta auf. Er schwamm ganz nah unter mir durch.
Gemeinsam mit der Lady Starlight, Windpocke und Wolfram sind wir dann am Riff entlang getaucht, - ich war heute sogar auf 16 m Tiefe!
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| Hundeleben | 10.09.2002 |
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Ich darf nicht dran denken! Hab gestern leider etwas fürchterliches beobachtet! Nachdem ich an Land ein komisches Quieken hörte und neugierig wurde, sah ich, daß einige Männer, die wir bisher nicht kannten und die hier zu Besuch waren, einen der Hunde abschlachteten! Für uns Europäer ein Horror, hier anscheinend wohl normal! Wir haben uns eh schon gefragt, was die hier mit den zahlreichen Hunden machen!
Tequilla, Taupiris ständiger Begleiter, war aber zum Glück heut morgen noch am leben! |
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| Kokoskrabben | 09.09.2002 |
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Taupiri, „der auf dem Außenriff schläft“ machte in den vergangenen Tagen seinem Namen alle Ehre. Gemeinsam mit seinem Sohn Jean Paul hat er in der Nacht Kokoskrabben und Langusten gefangen. In der Hütte hinter seinem Haus sah es anschließend aus wie in einem Gruselkabinett. Die farbenfrohen Krabben wurden wie Marionetten aufgehängt um möglichst frisch im Kochtopf zu landen. Die Krabben sind so stark, daß sie mit den Zangen 2 Kokosnüsse auf einmal oder sogar eine leere Bierkiste anheben können.
Gestern hatten wir wieder ein gemeinsames polynesisches Menue. Es gab unter anderem Kokoskrabben und Langusten! Wenn man bedenkt, welche Versorgungsengpässe hier sind und mit welch wenigen Mitteln alles zubereitet werden muß: Ein tolles Essen!
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| Mal wieder eine Wind(Rum)pockenparty | 08.09.2002 |
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Inzwischen ist die WINDPOCKE und auch MISS MILLA hier eingetrudelt Glücklicherweise lief ein Motor wieder, aber ein anderes Chaos gab es dort wieder an Bord: der Blister ließ sich nicht bergen. Wie sich später herausstellte war eine 2 Jahre alte Rolle defekt.
Natürlich gab es auch gleich wieder eine Wind (Rum) - pockenparty mit „heißen“ Diskussionen.
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| Taucher | 05.09.2002 |
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Die Tage vergehen wie im Fluge. Wieder einmal hatten wir vor ein paar Tagen viel Wind. In der Nacht ist die ORION mit der Mooringleine gedriftet, zum Glück aber hatten sie den Anker unten, der sie rechtzeitig gewarnt hat. Nun liegen sie an der Mooring, die für die WINDPOCKE gedacht war. Taupiri, Jean-Paul und Norbert bereiten eine neue Mooring für die WINDPOCKE vor. Jean-Paul ist ganz happy mit Norbert gemeinsam am Oktopus auf 17 m runter zu tauchen.
Einen Abend verbringen wir auf der LADY STARLIGHT, dabei schauen wir uns Bilder und Unterwasservideos an. Faszinierend, vor allem die Aufnahmen von den Hammerhaien in den Cocos Islands. In Norbert wächst der Wunsch auch mal tief runter zu gehen und 2 Tage später ist es soweit: während ich nervös bei den anderen auf der ORION sitze, tauchen sie zu Fünft am Außenriff. Natürlich war Norbert bei ihnen in guten Händen und alles läuft bestens!
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| LADY STARLIGHT | 31.08.2002 |
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Am Nachmittag läuft die LADY STARLIGHT ein, Tauchfreaks mit eigener Homepage. Zwei mal am Tag fahren sie zum Außenriff um bis auf 70 m Tiefe Fotos und Videos zu machen. Sie nehmen uns mit und ich kann viel von ihnen lernen. Das hat Bobby nun davon, es ist vorbei mit der Ruhe in der Anse Amyot, weil dauernd die Tauchkompressoren rattern um die Flaschen für den nächsten Tauchgang zu füllen!
In den nächstenTagen hat sich noch die WINDPOCKE angesagt. Beide Motoren sind inzwischen kaputt, aber sie brauchen dringend Tapetenwechsel. Nur die Anse Amyot ist für sie ungefährlich anzulaufen. Sie bringen uns fehlende Köstlichkeiten, wie Mehl, Eier, Käse und Zwiebeln mit,- hoffentlich!
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| Fischernte | 30.08.2002 |
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Es kommt mal wieder anders als man so denkt! Bobby hat uns davon überzeugt, daß es nirgendwo besser wird als hier und er nochmals um die Welt segelt nur um hier eine Zeitlang verweilen zu können!
So erleben wir noch die „Fischernte“! Schon früh am Morgen fahren Taupiri und Gaston hinaus um die Fischreusen zu leeren. Körbeweise werden die bunten Fische an Land gebracht und rasch sortiert und aufgefädelt. Das Schiff aus Tahiti wartet am NE Paß um sie entgegenzunehmen und gekühlt nach Tahiti zu bringen.
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| Frische Eier? | 26.08.2002 |
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Die Kaltfront ist abgezogen und heut kommt auch wieder die Sonne durch. In den nächsten Tagen soll der Wind noch mehr nachlassen, dann soll es endgültig nach Papeete gehen, denn sämtliche Vorräte gehen zuneige. Taupiri wartet sehnlichst auf den Versorgungsdampfer, denn auch ihm ist nicht nur das Bier ausgegangen. Uns fehlt inzwischen Mehl, Eier, Brotaufstrich u.v.m. Nur frischer Fisch ist kein Problem. Da an Land viele Hühner herumlaufen, fragen wir, ob wir Eier bekommen könnten. Na ja, ein paar wären kein Problem und schon fingen Taupiri und seine Jungs an im Palmenbusch nach Eiern zu suchen. Die Polynesier bringen es nämlich nicht übers Herz ihre Hühner einzusperren. Dann meinten sie noch, daß es aber möglich sein könnte, daß diese Eier schon angebrütet wären,- also müssen wir wohl aufpassen, daß uns kein Küken in die Pfanne hüpft.
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| SYMPHONIA am Riff | 25.08.2002 |
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| Toau/ Anse Amyot | |
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Der starke Wind mit 35 Knoten kam einen Tag
später als vorhergesagt, verursacht durch eine
durchziehende Kaltfront. Dabei drehte der Wind von NW
über W auf SW (kritisch, da Riffausfahrt), dann auf S
und später auf SE. Unsere Moorings halten bis jetzt,
toi ,toi, toi! Die Megayacht SYMPHONIA, die sich
gestern morgen noch zu uns gesellt hat, ging jedoch
auf Drift und hängt nun quer zum Wind an der
Riffkante.
Jean Marie, Wolfram, Norbert, Gaston, Taupiri und
seine Jungs sind schon bei Sonnenaufgang (5.45 Uhr LT)
dort um zu helfen. Sie spannen lange Leinen und
tauchen, um die Kette, die sich um die Korallenblöcke
gewickelt hat, frei zu bekommen. Nach 3 Stunden bewegt
sich die Symphonia tatsächlich und kommt frei! Hurra!
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| Polynesisches Essen | 24.08.2002 |
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| Taupiris kleines Restaurant | |
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| Unser Regenbogennetz | 23.08.2002 |
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| Toau/ Anse Amyot | |
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Vor 2 Wochen haben wir mit einem neuem Netz für
Segler im Pacifik gestartet, da Günter Urlaub macht.
Wir haben es Regenbogennetz genannt. Ziel ist es
bisherige Kontakte untereinander aufrecht zu erhalten
und Yachten, die unterwegs sind zu begleiten.
Beim Netcontrol wechseln wir uns ab mit der Orion und
der Idemo. Es ist jedoch gar nicht so einfach es jedem
recht zu machen und so gab es schon einige
Unstimmigkeiten, die einem das Ganze vermiesen.
Heute morgen ist die THALASSA eingelaufen. Schnell hat
man ihnen eine weitere Mooring vorbereitet. Da für
heute Nacht Wind bis 35 Knoten vorhergesagt sind,
überprüft Norbert tauchend sämtliche Moorings, damit
wir beruhigt an Land gehen können und in der Nacht
ruhig schlafen können.
Wir vernichten unsere letzten LÖWENBRÄU Vorrate aus Panama.
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| Der TOTE PASS | 20.08.2002 |
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| Toau/ Anse Amyot | 15°48,100S,146°09,100W |
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Gegen Mittag kam tatsächlich der vorhergesagte
Wind mit 7-10 Knoten auf, der Windgenerator fing sogar
an zu arbeiten. Wir mußten uns nun entscheiden: los,
oder noch bleiben! Da man nicht gern zurückbleibt,
sind wir der ORION im Kielwasser gefolgt! Als der Wind
nach 2 Stunden einschlief, gab es jedoch kein zurück
mehr. Leider hatten wir auch noch leichten Gegenstrom
und so entfernten wir uns nur langsam unter Motor dem
Atoll KAUEHI
Die Nacht war sternenklar und gegen Morgen spiegelte
sich der untergehende Mond mit einem langem
Lichtschein im leicht gekräuseltem Wasser: STILLER
OZEAN, wie aus dem Buche!
Der „tote Paß“ von TOAU, unser nächstes Ziel, war
sogar betonnt, trotzdem stieg Norbert in die Saling
und dirigierte uns von dort aus mit dem Handfunkgerät
zum Ankerplatz. Man bot uns eine Mooring zum
festmachen an, welch ein Luxus, mal nicht auf
Windrichtung, Schwell und Korallenblöcke achten zu
müssen! TAUPIRI, das männliche Oberhaupt der einzigen
Familie, die hier lebt, hieß uns „Willkommen“ und lud
Norbert und Wolfram sogleich ein mit zum Fischen
hinauszufahren. Das ließen sich die Männer nicht zwei
mal sagen und so war der ganze Tag bereits verplant.
Er endete mit einem gemeinsamen Essen in Taupiris
„Restaurant“, leider war ihm jedoch das Bier
ausgegangen! Aber auch bei Wasser schmeckten uns die
frisch zubereiteten Fische. Taupiri führt seit 1985
ein Gästebuch, in dem wir blättern durften. Wir fanden
Eintragungen von Bobby, der FREYDIS, Hannes und eine
Reihe weiterer deutscher Yachten. Auch wir werden dort
eine Spur unserer Reise hinterlassen!
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| Der STILLE OZEAN | 18.08.2002 |
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| KAUEHI | |
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Uns zieht es wieder weiter, doch großräumig ist es in Französisch Polynesien sehr schwachwindig: der STILLE OZEAN macht seinem Namen alle Ehre! Heute morgen spiegelte sich die ORION in der „Ententeich“ Lagune. Wir fahren unter Motor zum Paß und wollen dort auf Wind warten!
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| Südseesundowner | 17.08.2002 |
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| KAUEHI | |
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Nachdem Charles und seine Familie auch bei uns an Bord waren, hatten Norbert und Wolfram nun die Möglichkeit mit ihm hinauszufahren um die Körbe voller Perlmuscheln schnorchelnderweise an lange Unterwasserleinen anzubringen. Nur mit einer einfachen Tauchmaske ging es manchmal bis auf etwa 10 Meter runter. Keine einfache Arbeit und ohne Druckausgleich sicher auch nicht ganz ungefährlich!
Zum SUNDOWNER gab es aus den geschenkten Trinknüssen einen leckeren Drink, kreiert von Elke.
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| Schwarze Südseeperlen | 15.08.2002 |
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| KAUEHI | |
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Überall gab es hier kleine Hütten auf Stelzen ins Wasser gebaut. Neugierig näherten wir uns mit dem Dingi und wurden spontan eingeladen beim "operieren" einer Perlmuschel zuzuschauen. Die ganze Familie hilft da mit. Die große Seeperlmuschel ist hier zum erwerbsträchtigem Nutztier geworden. Im Alter von etwa 2 Jahren wird ihr ein Fremdkörper eingesetzt. Die Muschel versucht diesen Fremdkörper abzustoßen und produziert ein Sekret, das sich dann verhärtet. So entsteht im Laufe von 2 Jahren eine Zuchtperle. Die Schwarzen gibt es nur hier auf den Tuamotus und den Cook Inseln. Jährlich werden etwa 6 Tonnen im Wert von 130 Millionen Dollar produziert.
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| Wie gut, daß es ARALDITE gibt... | 14.08.2002 |
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| KAUEHI | |
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Vielleicht sollte man doch mal das Buch:
DIE SCHÖNSTEN REPARATURANKERPLÄTZE DER WELT
in Angriff nehmen. Nun ist die Lichtmaschine total abgebrochen! Unseren 12 er Schlüssel haben wir auf der WINDPOCKE gelassen, die übrigens immer noch in NUKU HIVA auf ihre Ersatzteile wartet, doch Wolfram hat auch einen an Bord und mit viel Kreativität können die Beiden das Problem lösen. Dabei kommt wieder Wolframs Superkleber ARALDITE zum Einsatz. Von dem Zeug werden wir uns demnächst auch einige Tuben von Deutschland mitbringen.
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| Wünsche werden erfüllt... | 13.08.2002 |
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| KAUEHI | |
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Richtig getippt! Noch in der Nacht kam der erste Versorgungsdampfer nach Kauehi. Das ganze Dorf ist auf den Beinen und nimmt am Pier Warenlieferungen entgegen. Außer Lebensmitteln und Getränken werden Baumaterialien, Trinkwassertanks, lebende Hühner und sogar ein Motorroller angeliefert. Der „Supermarkt“ wird auch wieder aufgefüllt.
Kinder zeigen uns an der Pier stolz ihre selbstgebastelten Boote.
Am Nachmittag läuft auch die ORION ein und am Abend essen wir gemeinsam Pizza an Bord der HARLEKIN.
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| Versorgungsengpässe | 12.08.2002 |
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| KAUEHI | |
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Ob wir hier wohl wieder frisches Baguette bekommen?
Erster Landgang: an der Pier vor der Inselkirche wurden Jutesäcke mit Kopra ( Kopra = getrocknetes Kokosnußfleisch) gestapelt! Ob wohl bald das Versorgungsschiff kommt? Wäre nicht schlecht, denn das MAGAZIN KAUEHI CITY hatte keine frischen Lebensmittel mehr vorrätig, keine Kartoffeln, keine Zwiebeln, keine Eier, kein Fleisch, leider auch kein Brot! Wir fragen uns, ob die Leute hier wirklich nur von Kokosnüssen, Corned Beef, Reis , Nudeln und Tomatensoße leben, denn viel mehr gibt das Sortiment nicht her!
Der Fischfang ist nämlich ebenfalls kritisch. In manchen Atollen gibt es die gefürchtete Ciguaterra. Ein Gift an den Korallen gelangt in die Nahrungskette und reichert sich bei häufigem Fischgenuß im menschlichem Körper an. Bei überschreiten eines Levels ruft es unangenehme Nervenstörungen hervor, wie Taubheitsgefühl, Juckreiz, das Kälte und Wärmeempfinden kehrt sich um und ähnliches.
In der Dorfmitte gibt es auch eine originelle Telfonzelle (siehe letztes Foto!)
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| Ankerplatz vor der Inselkirche | 11.08.2002 |
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| KAUEHI | 15°49,500S,145°06,900W |
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Passend kurz vor Stillwasser sind wir ohne Probleme durch den Paß von MAKEMO und haben Kurs auf das Atoll KAUEHI genommen. Leichte östliche Winde haben uns gemütlich Richtung Westen geschoben. In der Nacht dann ein Anruf über UKW: „HARLEKIN für THALASSA! Seid ihr das in unserer Nähe?“ Tatsächlich hatten sich Bobby + Carla Schenk, Deutschlands berühmteste Weltumsegler bis auf 6 Seemeilen unserer Harlekin genähert. Seit Wochen haben Hannes und wir Funkkontakt zu ihnen. Vor ein paar Tagen sind sie von den Marquesas gestartet, sie wollen zunächst mal nach FAKARAVA und kreuzten unseren Kurs. Irgendwo werden wir sie wohl an einem Ankerplatz auch mal persönlich kennenlernen!
In den Morgenstunden haben wir mangels Wind den Motor zur Hilfe genommen, doch ein klingendes Geräusch läßt Norbert hellhörig werden. Es hörte sich so an, als wenn ein Teelöffel in den Motorraum gefallen wäre. Zunächst war nichts festzustellen. Der Paß ins Atoll KAUEHI war nicht mehr weit. Fürs Morgenhochwasser waren wir zu spät, fürs Mittagsniedrigwasser jedoch viel zu früh. Der Paß sah jedoch beim Näherkommen recht ruhig aus und so entschlossen wir uns eine Einfahrt zu wagen! Binnen weniger Minuten schoß uns das Wasser nun jedoch entgegen und baute 1 Meter hohe Brecher auf. Unser GPS zeigte kurzzeitig 0,0 Knoten über Grund an, doch schon bald waren wir durch und konnten unseren Anker auf einem 6 m Sandfleck fallen lassen. Unser Frühstück hatten wir uns nun verdient! Norbert hatte keine Ruhe wegen dem Motor und tatsächlich konnte er die Ursache finden und provisorisch in Ordnung bringen: die Halterung für die Lichtmaschine war abgebrochen!
Da dieser Ankerplatz nur bei SE Winden relativ geschützt ist, fuhren wir noch weiter Kurs 24° bis zum Dorf. Im Gegensatz zu MAKEMO gab es hier keine auf dem Kurs liegenden Korallenblöcke, die hell aus dem dunklem Blau des tieferen Wassers leuchten. Teilweise war die Lagune sogar knapp 60 m tief. Die kleine Inselkirche konnte man als erstes erkennen. Wir ankern nun davor auf 3-4 m Wassertiefe. An dem Farbenspiel der Lagune, die in allen Türkis und Blautönen leuchtet, kann ich mich gar nicht satt sehen!
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| Glasklares Wasser | 09.08.2002 |
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| MAKEMO NW Paß | 16°26,500S,143°56,700W |
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Wir haben den anderen heute „Tschüß!“ gesagt, denn uns hat der Unternehmungsgeist gepackt! Wir wollen uns noch andere Atolle anschauen und somit segeln wir zunächst mal zum 2. Paß im NW der Insel MAKEMO. Wir haben den Tip bekommen, direkt neben dem Paß vor der kleinen Häuseransammlung zu ankern, doch der Ankergrund ist gespickt mit sich auftürmenden Korallensäulen und läßt ein ungehindertes Schwojen bei einer Winddrehung nicht zu! War wohl nichts! Es ist gar nicht so einfach, hier in der Nähe einen passablen Platz zu finden, doch wir wollen nur eine Nacht bleiben und so sind wir kompromißbereit.
Das Wasser ist hier in der Nähe des Passes noch klarer und so wagen wir wieder einen Tauchgang. Der Schrecken ist jedoch groß, als wir nach kurzer Zeit Haie, hauptsächlich Schwarzspitzenriffhaie in der Nähe haben. Ein halbes Dutzend sind uns jedoch zu viel, obwohl sie genauso friedlich umherschwimmen, wie alle anderen Fische auch. Norbert meint, es wären die größten gewesen, die er bisher hier gesehen hat.
Mit dem Dingi sind wir zum Paß gefahren und haben uns treiben lassen. Wie durch eine Glasscheibe konnte man sich die Unterwasserwelt anschauen!
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| Strandgut | 08.08.2002 |
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| MAKEMO | 16°29,100S,143°49,8W |
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Dietrich von der ISLAND XPRESS hat gestern ein schönes Riff zum Tauchen ausfindig gemacht. Wir wollen mit der HARLEKIN dort ankern und sie als Ausgangspunkt zum Tauchen nehmen. Es ist jedoch dicht ums Riff noch 20 - 25 Meter tief. Enttäuscht fahren wir wieder Richtung Ufer und nehmen das Dingi. Das Riff ist sehr schön bunt und intakt. Dietrich macht Unterwasseraufnahmen. Norbert und Wolfram hatten gleich zu Anfang eine Begegnung mit einem neugierigem Hai. Zum Glück hab ich das nicht gesehen, denn dann ware ich nicht mehr in aller Ruhe ums Riff geschnorchelt.
Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang zum Außenriff. Auch hier haben wieder Wind und Strömung den Zivilisationsmüll von der anderen Seite des Ozeans angeschwemmt: Plastikflaschen, Neonröhren, Badelatschen, Tauwerk, Spielzeug und sogar eine LÖWENBRÄU Bierkiste!
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| Alarm: STOP DRIVE | 07.08.2002 |
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| MAKEMO | 16°30,300S,143°49,300W |
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Heute wollen wir uns mal wieder ein paar Seemeilen weiter verlegen. Schon hat man wieder ein Problem! Die elektrische Selbsteueranlage ging auf Störung: STOP DRIVE. <br>
Jetzt muß sich Norbert ihr wohl oder Übel mal annehmen. Er mißt alles durch, - ein loses Kabel war vermutlich die Ursache. Auf jeden Fall funktioniert sie jetzt wieder,- EIN GLÜCK! <br>
In der Nacht hat es starke Regenfälle gegeben. Beim Durchzug der Front hat sich die HARLEKIN einmal im Kreis gedreht. Die Ankerkette hat sich dabei um die Korallenblöcke gewickelt. Zum Glück waren Wind und Seegang nicht sehr stark, so daß nichts passiert ist! Literweise Wasser hat sich im Bereich der Ruderanlage gesammelt. Wir können uns keinen Reim darauf machen, wie das Wasser dort hinein gekommen ist. Das Dingi war so voll, daß man ein Vollbad hätte nehmen können. <br>
Aus Freude, daß alles wieder ok. ist hab ich nach dem Brot noch einen Marmorkuchen in den Backofen geschoben. Den lassen wir uns gleich gut schmecken.
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| Erste Tauchübungen | 04.08.2002 |
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| MAKEMO | |
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Hier an Bord wird man sogar noch Friseurin. So alle paar Wochen kommen Rasierapparat, Kamm und Schere zum Einsatz. Norbert gefällt das so gut, daß er meint, ich könnte das demnächst auch zuhause machen.
Heute morgen hat Norbert wieder mit mir einen Übungstauchgang gemacht. Erst hier in dem herrlich klarem türkisfarbenem Wasser hatte ich die Motivation das Tauchen zu erlernen. Dabei gibt mir die Nähe der HARLEKIN irgendwie Sicherheit! Es klappt schon ganz gut!
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| Das AHA Erlebnis | 31.07.2002 |
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| MAKEMO | |
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Heute hatten wir unser AHA Erlebnis! Auch auf der ORION und der BUARLI hängt der Kompaß schief! Nachdem wir auf der Funkrunde von der Beobachtung erzählen, wußte Klaus von der OLE HOOP, erfahren und bereits einmal um die Welt gesegelt, des Rätsels Lösung: Außer der Declination gibt es noch eine „Inklination“, d.h. eine einseitige Ablenkung nach unten! Unsere, für die Nordhalbkugel bestimmten Kompasse sind ausgeglichen und liegen auf der Südhalbkugel schief. Deshalb gibt es auch für jeden Bereich extra angefertigte Kompasse! Das steht aber in keinem Handbuch!
Na ja, hoffentlich müssn wir uns in Neuseeland nicht noch einen Südhalbkugelkompaß kaufen!
siehe auch: http://www.yacht.de/schenk/frage111.html
Klicken Sie hier
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| Der schiefe Kompaß | 30.07.2002 |
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| MAKEMO | 16°31,600S,143°48,900W |
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Norbert und Wolfram wechseln gerade die defekte UKW Antenne auf dem Mast aus. Dabei stellt Norbert fest, daß das Vorstag angebrochen ist. In RAIATEA werden wir wohl den Mast legen müssen! Wir sichern das Vorstag zusätzlich mit 2 Fallen.
An diesem Ankerplatz stellen wir fest, daß irgendwas mit dem Kompaß nicht in Ordnung ist: er kippt seitlich weg, als wenn die Harlekin Schräglage hätte. Auch der 2. Kompaß hat diese Macke. Scheinbar gibt es unter uns ein größeres Magnetfeld: ein Wrack oder gar ein Schatz?
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| Südseetraum Ankerplatz | 28.07.2002 |
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| MAKEMO | 16°35,810S,143°39,040W |
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Endlich haben wir unseren geschützten SÜDSEETRAUM Ankerplatz mit türkisfarbenem Wasser, Sandstrand und Palmen gefunden!
Ein schöner Platz für die „kirchliche Silberhochzeit“!
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| Die ersten schwarzen Perlen | 27.07.2002 |
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| MAKEMO | 16°37,600S,143°34,400W |
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Wir haben eine ziemlich unruhige Nacht hinter uns, - östliche Winde bis 25 Knoten mit entsprechender Welle ließen die HARLEKIN im Schwell schaukeln und hielten uns wach!
Im Dorf haben wir unsere ersten schwarzen Südseeperlen erstanden. Direkt vom „Perlentaucher“ konnten wir uns aussuchen, was uns gefällt. Es gibt sie nicht nur rund, oval und tropfenförmig. Eine sah aus wie eine kleine Maus! Auch die passenden Muschelschalen haben wir sammeln können. Sie schillern in allen Nuancen, doch nur die makellosen runden Perlen sind wirklich wertvoll! Für uns aber sind sie und die dazugehörigen Muscheln ein echtes Souvenier aus der Sodsee!
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| Ungemütlicher Ankerplatz | 26.07.2002 |
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| MAKEMO | |
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Pünktlich waren wir an der Riffeinfahrt. In Peilung 147° kann man in den Paß einfahren, doch was ist das? Unser Peilfernglas scheint eine Macke zu haben, denn der Kompaß dreht sich nicht mehr sauber mit! Ausgerechnet jetzt! Das Wasser im Paß „kochte“ und wir hatten erst Skrupel dort hinein zu fahren. Bei 3 Knoten Gegenstrom und 5 Knoten an der Logge hatte unser VOLVO echt zu ackern. Zum Glück zeigten uns die Peilbaken sauber die Fahrtichtung an! Statt Stillwasser kam uns der Strom entgegen, für uns zunächst unverständlich!
Bedingungen wie im Wattenmeer! Grüne Spieren bezeichneten nun den Weiteren Weg zum Ankerplatz, doch wie immer schrammt Norbert fast die Tonnen und nur mit viel Glück weichen wir einem Riff noch rechtzeitig aus, das wir bei dem Gegenlicht absolut nicht gesehen haben!
Nun liegen wir auf etwa 13 m Wassertiefe vor dem Dort, vollkommen ungeschützt, da der östliche Wind uns auf Legerwall setzt. Bei 20 Knoten Wind ist es schon recht schaukelig, doch einen ruhigen Ankerplatz scheint es in der Umgebung nicht zu geben. Am Schlimmsten ist es, wenn die Ankerkette an einem Korallenblock schrammt und man Angst haben muß, daß das Schiff Kurzstag kommt!
Im Dorf gibt es morgens um 10.00 Uhr wieder herrlich frisches Baguette!
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| Segeln zum Abgewöhnen | 23.07.2002 |
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| Marquesas to Tuamotus | |
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Wir sind unterwegs zu den TUAMOTUS. Wir hatten einen guten Start von UA POU aus, wo wir vorher noch Früchte organisiert haben. In der ersten Nacht frischte der Wind auf 25 Knoten in Böen 30 Knoten auf. Ein entsprechender Seegang von 2 - 3 m mit kurzer Welle und überkommenden Seen machte das Segeln echt ungemütlich. Auch am nächsten Tag und in der nächsten Nacht ging das so weiter: Segeln zum Abgewöhnen! Natürlich gab es auch wieder einen Schaden am Schiff: Durch die überkommenden Seen bekam das Gasmagnetventil einen Kurzschluß und beschädigte das Gassteuergerät für den Gassensor, der anfing zu schmoren. Nun müssen wir die Gasflasche immer auf und zudrehen. Außerdem leckt ein Fenster über der Koje, so daß wir eine Schüssel drunterstellen mußten. Am dritten Abend spielte auch noch das Pactorgerät verrückt! Inzwischen haben wir erträgliche 10 - 15 Knoten Wind aus NE so daß wir mit Passatbesegelung komfortabel weiterkommen. Natürlich sind wir auch nicht mehr so schnell und so werden wir nicht mehr RAROIA anlaufen können, da wir nachts dort ankommen würden. Als Ziel haben wir nun MAKEMO geplant. Das müßte irgendwie für morgen klappen!
Gerade haben wir wieder eine von den kindskopfgroßen Pampelmusen gegessen. Sie sind süß + saftig, wie wir es von den in DL importierten Früchten nicht kennen. Die Einheimischen jedoch lassen diese Früchte am Baum vergammeln oder geben sie gerne an uns Segler ab.
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| Auf zu neuen Zielen... | 21.07.2002 |
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6 Wochen haben wir uns die Inselgruppe der MARQUESAS angesehen, die wegen ihrer Berge zu den „hohen“ Vulkaninseln gehören. Ankerplätze mit Fallböen, häufiger Regen, lästige Nonos waren die eine Seite, - freundliche Polynesier, eine üppige Natur, atemberaubende Kulissen und farbenfrohe Feste die andere Seite dieser Inseln, die zu FRANZÖSISCH POLYNESIEN gehören.
Das nächste Ziel sind Atolle in den TUAMOTUS. Palmen sind die höchsten Erhebungen dort und nur am Tage bei gutem Wetter oder durch den Einsatz des Radargerätes rechtzeitig auszumachen. Aus diesem Grunde war diese Inselgruppe mit ihren 78 Atollen, von denen manche so groß sind wie der Bodensee, bis zur Nutzungs des GPS (Global Position System) ein gefürchtetes Seegebiet. Hinzu kommt, daß in den Riffeinfahrten, durch die man erst in ein Atoll gelangt, je nach Wind und Seegangsverhältnissen starker Strom herrschen kann. Erst in der Lagune aber gibt es Wassertiefen von 5- 20 m wo man den Anker werden kann. Am Außenriff fällt der Mee-resboden steil auf etwa 1200 m ab. Diese Atolle sind meist ringförmig und umschließen eine türkisfarbene Lagune. In vielen Atollen werden schwarze Perlen gezüchtet. Sie brauchen reinstes Wasser.
Besuchen dürfen wir nur die Atolle im Nordwesten, die südöstlichen gehören zum Sperrgebiet wegen der französischen Atombombenversuche! Aber da wollen wir ja auch nicht hin. Uns interessiert vor allem die Unterwasserwelt dort und das Besuchen abgelegner Inseln, wo man als normaler Tourist kaum hinkommen kann!
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