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Unsere grosse Reise |
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Passatwind Segeln |
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Gesundheit & Sicherheit |
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| Auf der Flucht... | 29.09.2000 |
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Wir schauen uns nicht den Film mit Richard Kimbel an, sondern machen West, West, West....! Wir fliehen vor dem Hurrikan JOYCE, der es sich überlegt hat, mal eine andere Bahn als normal zu ziehen! Statt nordwestlich abzudrehen, hält er genau auf TRINIDAD zu, wo wir uns eigentlich hurrikansicher fühlten! Die Aufregung unter den Yachties in Trinidad, Tobago und Grenada und der nördlichen Inselkette ist groß, denn die Meldungen über Zugrichtung und Stärke überschlagen sich. Es gibt Warnungen, 6 Stunden später wieder Entwarnungen, denn ein Hurrikan hält sich, wie wie wir nun erfahren müssen, selten an die Hochrechnungen. Jeder Skipper muß rechtzeitig eine Entscheidung treffen, weil die Zuggeschwindigkeit eines Hurrikans doppelt so schnell ist, wie ein normales Segelschiff vor ihm fliehen kann. Wir haben uns für die Flucht entschieden, weil es in TRINIDAD keinen geschützten Platz gibt! Zusammen mit JOLLY SWAGMAN sind wir nun unterwegs Richtung Venezuela/Isla Margarita. Unsere Landausflüge sind somit für`s erste mal gestrichen. Selbst unseren bestellten neuen Bügelanker und unsere zur Wartung abgegebene Tauchflasche lassen wir zurück,- nicht einmal ausklariert haben wir, damit wir keine wertvolle Zeit verlieren, denn unser Crash in Las Palmas ist uns noch zu sehr in Erinnerung!
Jetzt werd ich mal die aktuelle Vorhersage über Bord-Email abrufen, hoffentlich gibt es Entwarnung!
unsere Position: 10° 45´Nord und 62° 22`West /Fahren mit 5 Knoten Geschwindigkeit unter Motor Richtung Westen
Ein paar Tage später:
Entwarnung!
So ein Hurrikan macht wirklich was er will! Mal eben den Seglern ein bischen Angst einjagen und dann: er wird zum tropischen Sturm mit nur 35 - 40 Knoten Wind und als er an uns vorbeizieht ist er "nur noch" eine tropische Welle mit Regenschauern! Er wird aber, laut Vorhersage, wieder ein Hurrikan werden, wenn er weiter über dem warmen Wasser der karibischen See zieht! Im Moment toben sich übrigens zwei weitere Hurrikans hier aus: Isaak(im Nordatlantik) und Keith, der nun mit 135 Knoten (ca. 240 km/h) Windgeschwindigkeit in den Golf von Mexiko rast!
Wir liegen momentan in einer Lagune einer kleinen Insel südlich der Insel Margarita/Venezuela, mit Null Wind und einer nicht zu ertragenden Fliegenplage. Sobald wie möglich werden wir nun wieder zurück motoren um in Trinidad die restlichen Arbeiten zu erledigen!
Ob wir nun wohl noch zu unseren Landausflügen kommen?
Zurück in Trinidad:
Stellt Euch vor, daß wir die Flucht ergriffen haben, hatte noch ein Gutes: Hier im Golf von Paria (ein Naturchutzgebiet!)hat ein Tanker oder eine Ölplattform Schweröl verloren und dieser Ölteppich trieb auf unseren Ankerplatz zu. Ein bischen haben wir letzte Woche noch davon abbekommen, weil wir zumindest noch Diesel bunkern mußten! Nun sind wir zurück und sehen die Schäden hier: alles ist ölverschmiert: Schiffe, Beiboote, Stege etc..... Wir hatten wohl den 7. Sinn mit dem abhauen!
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| Startvorbereitungen | 23.09.2000 |
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| Chaguaramas | |
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| Wichtige Investition | 23.09.2000 |
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Wir haben inzwischen auch unseren neuen Bügelanker, ein Anker mit besonders hoher Haltekraft auf allen Ankergründen, denn wie Ihr Euch vielleicht erinnern könnt, sind wir mit unserem Pflugscharanker in letzter Zeit schon mal öfters durch den Hafen gerutscht!
Der Anker ist sogar aus Edelstahl und zieht die neidischen Blicke der anderen Segler auf sich, doch einen normalen verzinkten konnten wir hier nirgends bekommen. Also: den oder keinen!
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| Ein Quatromaran | 22.09.2000 |
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| Chacachacare | |
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Wir haben die ganze letzte Woche an einer kleinen Insel namens Chacachacare geankert und eigentlich ist nichts besonderes vorgefallen, außer daß wir viel am Schiff gearbeitet haben. Norbert und Christian vom Schwesternschiff JOLLY SWAGMAN haben, weil die Ruder etwas ausgeschlagen waren, in allen 4 Rudern ein neues Lager eingebaut, und das bei der Hitze uns Luftfeuchtigkeit. Hinterher hatten Sie sich leckeren Apfelpfannkuchen verdient! Zur Feier des Tages haben sie sich dann sogar noch eine gute Cigarillo genehmigt, und das will bei Norbert schon was heißen! |
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| Die alte Leprastation | 22.09.2000 |
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| Chacachacare | |
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Chacachacare war bis in den 60 er Jahren die Insel der Aussätzigen.
Französische Nonnen haben hier in einer Krankenstation die Leprakranken betreut. Die Gebäude stehen heute noch, es sind sogar noch die Betten in den Zimmern, aber alles verfällt allmählich und der Urwald holt es sich zurück. Die Insel ist bis heute unbewohnt geblieben. Den alten Friedhof mit den verstorbenen Nonnen haben wir beim Stöbern auch entdeckt!
Die Insel ist hufeisenförmig und wir haben in einer Ecke ganz nah am Urwald geankert. Als wir dann eines abends unseren "Sundowner" getrunken haben, fing der Urwald plötzlich an wie ein Weihnachtsbaum zu funkeln. Tausende von "FIREFLYS" blinkten zwischen den Urwaldbäumen auf. Echt stark! Weihnachen im Urwald!
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| Spaziergang über die Insel | 22.09.2000 |
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| Chacachacare | |
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Heute morgen haben wir noch eine kleine Wanderung zum Leutturm der Insel Chacachacare gemacht. Dabei haben wir eine Beutelratte (sieht aus wie ein Eichhörnchen) und viele Rabengeier gesehen. Große blaue Schmetterlinge(handflächengroß!), Libellen und Eidechsen gibt es massenhaft!
Vor ein paar Tagen haben wir auch einen recht großen Leguan gesehen, der wurde aber leider von den einheimischen Fischern hier gefangen und geschlachtet! Das fanden wir nicht so gut, aber so ist hier halt das Leben! Schildkröten werden hier genauso gefangen und gegessen und die Eier auf dem Markt angeboten.
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| Unser Tagesablauf | 15.09.2000 |
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| Pactorseminar | 14.09.2000 |
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| Chaguaramas | |
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Seit einiger Zeit gibt es bei uns an Bord eine kleine Wunderkiste mit Namen Pactor! Mit diesem Gerät können wir mit Hilfe des Laptops und des SSB Funkgerätes Emails von Bord aus versenden und empfangen! Jeder ist interessiert und so zeigen wir auch anderen, wie das Ganze funktioniert! Auch die nicht Funkamateure können inzwischen über SAILMAIL diese Technik nutzen und so wird eine Großbestellung aus Deutschland geordert. Die Pactorgeräte kommen problemlos hier an und werden auf den Yachten installiert. Da SAILMAIL jedoch gebührenpflichtig ist und das Emailen über WINLINK nichts kostet, machen sich einige Skipper sogar die Mühe und lernen für die amerikanische Funkamateurlizenz. |
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| Inselrundfahrt | 13.09.2000 |
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| Buntes Markttreiben | 10.09.2000 |
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Auf dem samstäglichem Wochenmarkt gibt es alles was die Natur hier so hergibt: lastwagenweise Ananas, riesige Avokados, Mangos, Kürbisse, Limonen (50 Stück für 2,50DM).......... Fisch und auch preiswert Fleisch. Als wir aber an der Hähnchenrupfmaschine und an den Ständen, an denen ganze Schweins- und Kuhköpfe feilgeboten wurden, vorbeikamen, verging mir erst mal der Appetit! Mit Früchten schwer beladen kamen wir dann zum Schiff zurück. Unser Glück, denn kurz drauf regnete es wieder "CATS and DOGS", das heißt Luken zu, Schüsseln und Eimer aufstellen und Naturdusche auf dem Achterdeck! |
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| Scorbutgefahr besteht nicht! | 10.09.2000 |
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| In der Hauptstadt | 09.09.2000 |
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| Port of Spain | |
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Man kann ganz billig mit einem Bus (Marke: MEREDES!) für 2 TT Dollar (= 65 Pfennig)in die ca 15 KM entfernte City fahren. Ein Maxi-Taxi kostet nur 4TT, die Fahrer haben aber einen rasanten Fahrstil, Tachos funktionieren nie und Türen lassen sich nur selten richtig schließen. Die Radios aber, die funktionieren,und aus den Boxen ertönt laute Calypso Musik (like Harry Bellafonte). Ein jeder singt mit und bewegt sich im Takt der Musik. Hier ist die Bevölkerung zu uns Weißen sehr freundlich, negative Erfahrungen haben wir bisher noch nicht gemacht, toi,toi,toi!
In PORT OF SPAIN fallen die vielen Stoffgeschäfte auf. Ein Eldorado für mich, für Norbert eine Tortour, aber allein will Norbert mich auch nicht bummeln lassen! Die Stadt ist quirlig, laut, bunt mit starkem Autoverkehr, vielen Fast Food Restaurants, aber man sieht auch Armut und Schmutz! Man kann bei einem Besuch gar nicht alles aufnehmen! |
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| Die Affen rasen durch den Wald..... | 05.09.2000 |
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| Scotland Bay | |
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Wir haben sie bis jetzt zwar noch nicht gesehen, wurden von ihrem Gebrüll jedoch geweckt. Dabei mußten wir uns erst mal orientieren, wo wir eigentlich stecken! Ach ja, wir sind ja schon in TRINIDAD!
Nachdem uns in GRENADA an Land, besonders abends und nachts die Moskitos genervt haben, sind wir kurz entschlossen zurück ins Wasser und einen Tag drauf Richtung Süden gesegelt. Für die nur 80 Seemeilen nach Trinidad benötigten wir beinah 24 Stunden, wa wir mit einem starkem Gegenstrom von 2 - 3 Knoten nicht gerechnet hatten. Wir kamen gerade noch rechtzeitig vor Büroschluß des Imigration (Einwanderungsbehörde) und Customs (Zoll) in Chaguaramas an und brauchten keine Overtimegebühr zu bezahlen!
Jetzt ist uns auch klar, warum man von der Karibik aus nicht mehr so einfach nach Brasilien segeln kann! Der nordwestwärts setzende Strom macht ein südwärts segeln fast unmöglich!
Hier in TRINIDAD wollen wir uns erst mal neu verproviantieren und dann auch einige Landausflüge machen! Viele befreundete Segler sind während der Hurrikanzeit hier und geben uns gute Tipps.
Hoffentlich geht es Euch in DL gut, von der Hitze hier könnt Ihr gern was abhaben!
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| Am Ankerplatz | 05.09.2000 |
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| Chaguaramas | |
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Nun sind wir also auf TRINIDAD, bei diesem lebenslustigem Völkchen in der südlichen Karibik. Für uns Nordeuropäer in jeder Hinsicht gewöhnungsbedürftig. Klimatisch gesehen ganz und gar tropisch, mit Regengüssen, die die Wassertanks ohne Probleme füllen und einer Luftfeuchtigkeit, die uns beim Nichtstun zum Schwitzen bringt. Wen wundert es, daß auch bei den Einheimischen die Arbeit langsam vorangeht und man auf Vieles lange warten muß. Typisch für die TRINIS ist das LIMING, das bedeutet: schauen, reden, Spaß machen und gemeinsam genüßlich Nichtstun, dem man sich gerne anschließt!
Schon bei der Ankunft hier, winkte man uns von vielen Booten und von Land her zu: "Hallo HARLEKIN willkommen in TRINIDAD!" Jolly Swagman, Jan-Lars, Tucan, Mapema, Seaspray, Starlight Express, Schoggelgaul, Piano.......alle trifft man hier wieder! Hier kann man sich noch mal gut verproviantieren und ist sicher vor den im Norden durchlaufenden Hurrikans. Ihr könnt Euch vorstellen, daß hier immer was los ist! Das entschädigt ein bischen den unruhigen, schmutzigen Ankerplatz in einer Vorortbucht der Hauptstadt PORT OF SPAIN, die man gesehen haben muß!
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| please_modify | 30.11.1999 |
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