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 So ändern sich die Pläne...20.01.2005 
 
Die Wetterlage hat sich inzwischen beruhigt und ausserdem läuft unser 4 woechiges Visum aus! Wir planen, am Wochenende den Hafen zu verlassen, um noch eine letzte Nacht in die 37 sm entfernte Nai Harn Bay vor Anker zu gehen. Die SIMILAN Islands und SRI LANCA stehen wegen der Zerstörungen eh nicht mehr auf unserem Routenplan und die ANDAMANEN und die NICOBAREN darf man, weil indisch, auch im Normalfall nur mit viel Aufwand anlaufen. Also wird ULIGAMO das nördlichste MALEDIVENATOLL unser nächstes Ziel sein. Doch auch dort können wir uns nicht neu verproviantieren und so müssen wir sehen, daß wir bis zum OMAN ( insgesamt knapp 3000 Seemeilen) Lebensmittel an Bord haben.
Wir werden uns mit anderen Yachten, die die gleiche Route einschlagen (MeNeVado, Joeke, La Rossa, Hoeloplop) in ULIGAMO treffen, unterwegs aber auch in Funkkontakt bleiben. Unsere YAHOO Adresse können wir erst im nächsten Internet Cafe (voraussichtlich im OMAN) wieder aufrufen, in unseren WINLINK Postkasten können wir auch auf See reingucken! Schickt uns aber bitte keine langen Anhänge oder Fotos, da die Übertragung bei schlechten Funkbedingungen zu lange dauert!

Auch unser Aufenthalt hier ist anders verlaufen als vorher geplant! Wir wollten alle vorgelagerten Inseln besiuchen, z.B. auf den SimilanIslands tauchen gehen. Der Tsunami jedoch hat alle irgendwie gelähmt, man blieb lieber im sicheren Hafen und hat höchstens mal kurz den Bug zur See hinausgesteckt! Immer wieder saß man mit anderen Seglern zusammen und es hieß: Wo ward Ihr beim Tsunami? Was habt Ihr erlebt? Irgendwie hat aber jeder Tage bzw. Wochen gebraucht um zu kapieren, was da vor sich gegangen ist und daß wir alle einen Schutzengel in der Nähe hatten..........
 
 Hilfe zur Selbsthilfe18.01.2005 
 
Schon kurz nach Weihnachten haben wir uns schon mit dem hiesigem TO Stuetzpunktleiter Dieter Jonas zusammengesetzt und überlegt, wie man hier vor Ort sinnvoll helfen k๖nnte. Doch keiner hier hatte den rechten Überblick und konnte irgendwas konkretes sagen. Selbst fuers Blutspenden hieß es, daß man ja mal die Telefonnummer hinterlassen könnte.....
Inzwischen haben sich auch Privatleute hier umgesehen und vor Betroffenheit private Hilfsaktionen ins Leben gerufen!
Neben den betroffenen touristischen Gebieten, wie den Straenden von Kata, Karon, Patong, Phi Phi Don und Kao Lak sind auch Fischerd๖rfer zerst๖rt, wovon die Medien aber kaum berichten. Dort muß das Ausmapß der Katastrophe wohl alles übertreffen........... Neben den Häusern, die eh nur aus Bambus und Hoilz gebaut waren und keiner Naturkatastrophe standhalten konnten, ist auch alles andere weggechwemmt worden. Es fehlt an Matatzen, Laken, Sonnen und Mückenschutz, Kochgelegenheiten....quasi an den nötigsten Dingen um sich selber versorgen zu können!
Auch hier in der Yacht Haven Marina guckt jeder was er entbehren kann und was sonst noch fehlt wird von gespendeten Geldern gekauft! Alles wird persönlich zu den betroffenen Ortschaften, oder was davon noch übrig geblieben ist, gebracht! Somit können wir sicher sein, daß nichts in die falschen Kanäle fließt!
 
 Phuket 3 Wochen später...15.01.2005 
 Phuket 
 
Gestern haben wir mit einem Leihwagen nochmals eine Inselrunde gedreht. An vielen betroffenen Stellen sind der Schutt und die kaputten Fahrzeuge weitgehenst weggeräumt. In Patong (dem Kuestenabschnitt, der auf PHUKET am staerksten betroffen ist, da das Gelaende dort sehr flach und eben ist) sieht es aber immer noch aus, als haette eine Bombe eingeschlagen. Es wird dort sicher noch Monate dauern, bis dort alles einigermassen wieder aufgebaut ist! Unser Strandrestaurant AO SANE allerdings steht schon wieder. Mit vereinten Kraeften und einem Sponsor wurde das Restaurant in kurzer Zeit wieder aufgebaut (allerdings auf den gleichen Fundamenten!!!!) und man kann dort schon wieder essen gehen oder sein Sundowner Bierchen trinken! Die Staende von NAI HARN, KATA, KARON und PATONG sehen allerdings verwaist aus: es fehlen die fuer Phuket typischen bunten Sonnenschirmchen, die Liegestuehle (liegen auf einen grossen Berg am Recyclinghof) und die Touristen. Ausserdem muessen weite Strandabschnitte erst mal wieder planiert werden, denn die starke Stroemung hat Sand abgetragen, Furchen gebildet und Mauern und Befestigungen zerstoert....
 
 Wieder zurück....13.01.2005 
 Phuket 
 
Sind nun wieder in Phuket und bereiten uns auf den Start Richtung nördliche Malediven vor. SRI LANCA werden wir nun nicht mehr anlaufen, da dort die Zerstörungen zu groß sind und auch der Hafen von GALLE gesperrt ist. Im Moment ist die Wetterlage noch nicht sehr stabil , auf halber Strecke zu den Malediven hat sich ein Tief gebildet, das sich möglicherweise noch zu einem Cyclon entwickeln könnte. Wir halten die Wetterlage im Auge ..... Im Februar soll es im Golf von Bengalen laut Statistik keine Cyclone mehr geben....

Das Foto zeigt den Landeanflug von Bangkok nach Phuket!

 
 Zur Entspannung zwischendurch...12.01.2005 
 
......lassen wir uns auch mal eine echte THAI MASSAGE verpassen......
Auf jeden Fall hat Norbert anschliessend keine Rueckenschmerzen mehr....
 
 Das Venedig Asiens...11.01.2005 
 
Der Fluß und die Kanäle (Klongs) gehören zu Bangkok wie zu Venedig und Amsterdam und sind auch dort viel befahrene Wasserstraßen...
 
 The Golden Mountain..11.01.2005 
 
Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht über die Stadt. Einheimische und Besucher hängen Tempelglöckchen auf, wenn sie läuten soll das Glück bringen....
Man kann auch die großen Glocken läuten lassen....
 
 Der königliche Palast mit Tempel10.01.2005 
 
So viel Prunk haben wir noch nirgendwo gesehen......
 
 Tempel im Königlichen Palast10.01.2005 
 
 
 Königlicher Palast10.01.2005 
 
Hier hat noch der Vater des jetzigen Königs gewohnt...
 
 Früh morgens in Chinatown..09.01.2005 
 Bangkok 
 
 
 Kein Tempel ohne Budda09.01.2005 
 
 
 In den Straßen von Bangkok08.01.2005 
 Bangkok 
 
In Bangkok herrscht ein unglaublicher Straßenverkehr! Am besten man faehrt dort mit einem Taxi oder TukTuk (Motorradtaxi)
Als Fussgaenger hat man es auch nicht leicht, denn die Buergersteige sind mit Verkaufsstaenden zugebaut, sodass man manchmal auf die Strasse ausweichen muss um voranzukommen....
 
 In der Yacht Haven Marina07.01.2005 
 
Wir konnten heute einen Platz in der Yacht Haven Marina ergattern, denn wir haben vor fuer ein paar Tage nach Bangkok zu fliegen. Jetzt, kurz bevor viele Fahrtensegler zur Weiterfahrt ueber den Indik starten, sind die Plaetze natuerlich heiss begehrt. Da wir aber nur weniger als 1 Meter Tiefgang haben, gibt es fuer unsere Harlekin einen Platz, andere Boote koenten dort nicht liegen....
Natuerlich gibt es mal wieder was zu reparieren: im David muss ein neues Stahlseil eingezogen werden. Herbert von der TE-Herb hilft uns dabei...
 
 Viele HONGs06.01.2005 
 
.Im Phangnga Nationalpark gibt es noch viele HONGs (siehe auch Eintrag vom 19. Dezember) Wir muessen aber gestehen, dass wir im Moment nicht den Mut haben, einen echten HONG zu besuchen. Hier auf Ko Hong gibt es einen Tunnel, der in eine Art Binnensee fuehrt, aber auch einen weiteren Ausgang hat.
 
 Ein Fischerdorf auf Pfaehlen...05.01.2005 
 
Da die vielen Touristen aber auch irgendwiue versorgt werden muessen, hat ein kleines Fischerdorf (auf Pfaehlen an eine Insel gebaut) eine Marktluecke entdeckt. Riesige Restaurants bieten Drinks und Mittagessen an. Im Moment sitzen wir aber fast alleine hier uns man ist redlich um uns bemueht! In dem Dorf koennen wir uns ohne Gedraengel umsehen: es gibt eine Moschee, eine Schule und sogar einen Friseur und natuerlich viele Souveniershops.
Dieses Dorf ist nur per Boot zu erreichen....
 
 Im Dorf Ko Pan Yi05.01.2005 
 
 
 In alle Winde verstreut....04.01.2005 
 
Jeder hat im Moment seine eigenen Plaene:
Die WINDPOCKE erkundet mit dem Auto den Norden Thailands und muss wegen der Erneuerung des Visums (gilt immer nur 28 Tage) mal kurz ueber die Grenze...
die MENEVADO geht in der Boat Lagoon an Land um Ihr Teak Deck ueberholen zu lassen und fliegt ebenfalls in den Norden (Chang Mai) ....
die LA ROSSA tummelt sich noch ein bischen auf den Inseln um Phuket, bis Renate und Sohn Tatjan nach Huase fliegen.... auch wir wollen uns noch Thailands Inselwelt anschauen und fahren in den Nationalpark der PHANGNGA Bay nordostlich von Phuket.
Traumhafte Felseninseln erwarten uns und alles ist sehr einsam. Vereinzelt begegnen uns Ausflugsboote mit wenigen Touristen. Noch vor 2 Wochen waren hier taeglich hunderte Boote und tausende Ausfluegler.....
 
 Die beruehmte Insel Ko Phing Kan04.01.2005 
 
Ihr kennt nicht die Insel KO PHING KAN?
Sicherlich habt Ihr sie aber schon mal gesehen, naemlich im James Bond Film "Der Mann mit dem goldenem Colt" Diese Insel und dieser Felsen sind hier zur Touristenattraktion geworden. Zur Zeit aber werden noch nicht einmal alle Souvenierstaende abgedeckt, - zu wenig Touristen.....
 
 Nach 30.000 Meilen...03.01.2005 
 
..............muessen unsere Segel mal gescheckt und ueberholt werden. Es gibt wohl keine bessere Adresse als hier in Phuket: Rolly Tasker Sails. Wir sind beeindruckt von der Werkstatt, dem Service und der Freundlichkeit.
 
 Die Heldinnen von Phuket03.01.2005 
 
Auf einer Kreisverkehrsinsel an der Inselhauptstrasse steht das Denkmal zweier Frauen, die 1785 durch eine List Phuket vor der Eroberung durch den burmesischen Koenig gerettet haben. CHAN und MUK steckten auch Frauen in Maennerkleidung und die anrueckende Armee sah sich einer unerwarteten Uebermacht gegenueber und zog kampflos ab!
Die Frauen werden noch heute sehr verehrt wie man sieht.....
 
 Das Koenigspaar von Thailand....03.01.2005 
 
Hoch verehrt und geliebt wird das Thailaendische Koenigspaar (Koenig Bhumipol Adulaydej und seine Frau Koenigin Sirikit), schon allein deshalb, weil sie sich intensiv fuer die Probleme des Volkes einsetzen. Im nไchsten Jahr wird der 1927 geborene K๖nig sein 60 jaehriges Thronjubilaeum feiern. Nicht nur auf jeden Geldschein, sondern auch auf ueberlebensgrossen Portraits an den Strassen, auf Kalenderblaettern und Fotos laechelt er auch uns entgegen! Beleidigungen gegen die koenigliche Familie koennen mit Gefaengnisstrafen geahndet werden.....
 
 Der WAT CHALONG02.01.2005 
 
Wir muessen auch mal was anderes sehen, als nur Zerstoerung und besichtigen den WAT CHALONG.; die groesste Tempelanlage Phukets. Es ist Sonntag und viele Glaeubige sind ebenfalls hier. Die Statuen von sehr verehrten Moenchen werden mit Blattgold beklebt, es werden Raeucherstaebchen und draussen in einem Ofen Knaller gezuendet.....
 
 Bei Mamas...02.01.2005 
 
Am Abend trifft sich die Seglergemeinschaft im einfachem Localrestaurent bei MAMA. Das Restaurant ist auf Pfaehlen gebaut und vom Tsunami verschont geblieben. Es gibt leckeres, frisch zubereitetes thailaendisches Essen. Obwohl die Preise nun etwas erhoeht wurden (man merkt, dass Seafood knapper wird) ist es immer noch sehr preiswert und es lohnt sich nicht selber zu kochen
Waehrend wir unser letztes Bier austrinken, sitzt MAMA beim Abwasch....
 
 Keine Versorgungsengpaesse...02.01.2005 
 
Nicht, dass Ihr meint, hier gibt es nichts mehr zu essen oder wir haetten kein sauberes Trinkwasser:
In den riesigen Supermaerkten hier (TESCO, Big C, Makro, Market Place...) gibt es nach wie vor alles......
Wir koennen uns aber gut vorstellen, dass es in INDONESIEN ganz anders aussieht.......
 
 Ein aussergewoehnlicher Leuchtturm...02.01.2005 
 
Schon bei der Annaeherung Phukets ist uns am suedlichem Kap ein ungewoehnlicher Leuchtturm aufgefallen, den schaen wir uns etwas naeher an......
Wir haben schon viele Leuchttuerme der Welt gesehen, aber einer mit vergoldeten Elefanten und Tempelschirmen noch nicht!
 
 Ein Hindu Schrein...02.01.2005 
 
In der Naehe des Leuchtturms gibt es einen Hindu Schrein, den Glaeubige mit Blumengirlandfen und Holzelefanten schmuecken.....
 
 Wie geht es weiter.....?01.01.2005 
 
In den 70er Jahren beschloss die thailaendische Regierung den Ausbau Phukets als Touristenzentrum. Es entstanden Bambushuetten an den Straenden der Westkueste (Patong, Kata, Karon), die ersten Hotels und der internationale Flughafen. Inzwischen ist der Tourismus hier der bedeutendste Wirtschaftszweig. Mit Ideenreichtum findet hier jeder irgendwie sein Einkommen:
- die Besitzer von Longtailbooten fahren Touristen zu anderen Inseln und Buchten....
- Fischer fischen und verkaufen Ihren Fang an die Restaurants.....
- fleissige Frauen naehen Bade und Strandkleidung und bieten sie an unzaehigen kleinen Staenden an....
- Fruechte, Softdrinks und eisgekuehltes Wasser werden mit geringem Profit an jeder Ecke angeboten...
- Garbuden bieten Snacks und leckere Gerichte an....
- der naechste verdient seine BAHT mit Motorbikeverleih....
- in unzaehligen Strandzelten wird Thaimassage und Fussreflexzonenmassage angeboten, man kann sich das Haar flechten oder sich taetowieren lassen.....
- viele Einheimische arbeiten im Hotel und Restaurantbereich als Kellner oder Zimmermaedchen um die Familie zu ernaehren.....
- andere, die eine eigene Waschmaschine haben, bieten "Laundry Service" an..... - und.......und.....und......
Was soll aus diesen Menschen werden, wenn die Touristen (3 Mio./ 2002) nicht mehr kommen?

Sicherlich wird es nach den Aufraeumungsarbeiten nicht lange dauern, bis viele wieder versuchen sich eine Existenzgrundlage zu schaffen, doch ohne die Touristen aus Europa und den asiatischen Nachbarlaendern laeuft hier nichts........
Auch bei uns Seglern ist dieses Gebiet noerdlich des Aequators sehr beliebt, da es mit 8 Grad Nord als hurrikanfreies Gebiet gilt und man das ganze Jahr ueber entweder an den Ost oder Westkuesten, je nach Monsum, gute und sichere Ankerplaetze finden kann. Das Leben ist hier preiswert und das Argument ist:" Hier kann ich noch viele Jahre auf meinem Schiff leben, - im Mittelmeer ist mein Bordbudget schnell aufgebraucht!" Wir tragen ebenfalls dazu bei, dass Einheimische ihr Einkommen haben: - wir gehen essen, - machen Ausfluege, - kaufen Souveniers, - lassen Waesche waschen, und verproviantieren uns! Es besteht kein Grund ausgerechnet dieses Gebiet zu meiden! Laut Auskunft eine US Bundes Sachverstaendigen ist der PAZIFIK viel mehr gefaehrdet!
Man diskutiert hier in den Medien nun ebenfalls ueber ein Fruehwarnsystem, doch wichtig dabei ist ein vorheriges Notfalltraining, denn:
Zitat eines Chef Naturwissenschaftlers aus Australien:
"One of the problem is that if you tell untrained people:
"Listen, - there is a TSUNAMI comming!",
half of them go down to the beach to see what a TSUNAMI looks like."
 
 Vergleichbare Katastrophen01.01.2005 
 
Im Jahre 1815 brach der Vulkan TAMBARA auf Sumbawa, Indonesien zusammen und rund 90.000 Menschen verloren ihr Leben (siehe auch Logbucheintrag im Kapitel Indonesische Inseln von 17. Sept. 2004).


1883 gab es zwischen Java und Sumatra eine Katastrophe, (Vulkan KRAKATOA) 35.000 Menschen starben.....
 
 Happy New Year31.12.2004 
 
Das Neujahrsfest wird hier in Thailand besonders und sogar mehrmals gefeiert. Wir sind immer noch am Ankerplatz im geschuetztem Fjord und werden heute abend mit unseren Freunden Essen gehen. Wir denken an Euch zu Hause, macht Euch wirklich keine Sorgen, hier in Phuket ist es zwar auch schlimm, aber wir haben noch Glueck im Unglueck gehabt.....
Einen guten Rutsch und viel Erfolg, Gesundheit und Zufriedenheit fuer das neue Jahr 2005
wuenschen Euch
Norbert + Ingrid


P R O S T
 
 Phuket Hospital30.12.2004 
 
Wegen einem Loch im Zahn wird es endlich Zeit noch vor der Ueberquerung des indischen Ozeans zum Zahnarzt zu gehen. Man empfiehlt uns das Bangkok Phuket Hospital. Fuer meine Nerven (Ingrid) ist der Besuch aber fast zu viel.......an einer Wand heften hunderte Fotos von vermissten Personen.....aber auch Listen von Ueberlebenden. die in den verschiedenen Krankenhaeusern hier untergebracht sind........ich kann die Traenen nicht mehr zurueckhalten.......
In den Gaengen werden Leichtverletzte versorgt, auf Notmatratzen liegen Patienten.......es herrscht aber, zumindest 4 Tage danach, absolut keine Hektik.....
Man hilft uns freundlich weiter und fuehrt uns zur Zahnstation. Ohne Termin werden wir sofort behandelt, das haben wir nicht erwartet! Die Zahnaerztin versichert uns, dass Phuket noch am wenigsten von der Flutkatastrophe betroffen sei.........viel schlimmer sei es weiter noerdlich an der Kueste in PHANGNGA. Selbst die koenigliche Familie sei betroffen: der 21 jaehrige Enkel starb bei einem Hotelaufenthalt in den Fluten, waehrend seine Bodyguards ueberlebt haben!

aktuelle Zahlen aus der BANGKOK POST Stand heute:
2404 Tote insgesamt in Thailand, davon 713 Touristen und davon 111 in Phuket
9824 Verletzte insgesamt, davon 1501 Touristen und davon 225 in Phuket
Vermisst werden z.Z. insgesamt noch 6121 Einheimische und Touristen in ganz Thailand!
 
 Funkkontakt nach Langkawi29.12.2004 
 
Ueber Funk haben wir aus Langkawi die Nachricht, dass im ROYAL LANGKAWI YACHT CLUB soweit alles glimpflich abgelaufen ist. In der REBAK MARINA, die wir fuer sicher gehalten haben, und in der TELAGA MARINA aber gab es grosse Schaeden und Yachten sind schwer beschaedigt oder gesunken......
 
 Rebak Marina29.12.2004 
 
Hier seht Ihr die Einfahrt zur REBAK Marina......haettet Ihr sie nicht auch als sicher eingeschaetzt?

In wie weit auch der Hardstand von der Flut betroffen ist, wissen wir allerdings nicht. Uebrigens haben die Joeke und die TeHerb 24 Stunden vorher die Marina verlassen.... noch mal Glueck gehabt!
 
 Zwei Tage danach.....28.12.2004 
 
Erst jetzt wird auch uns das Ausmass der Katastrophe bewusst! Die Berichte der DEUTSCHEN WELLE und der verfuegbaren Zeitungen schockieren auch uns und wir koennen nun verstehen, dass Ihr Euch alle Sorgen um uns macht! Viele von den Seglern aber haben von dem Tsunami ueberhaupt nichts mitbekommen, vor allen die, die unterwegs waren, waren ueberrascht als wir ueber Funk davon berichteten! Andere haben erst von besorgten Anrufern aus der Heimat davon erfahren!
Wir haben sicherlich richtig gehandelt, die Ankerbucht vorsichtshalber zu verlassen, man berichtete uns von weiten Flutwellen, die noch hoeher waren als die, die wir miterlebt haben! Sicherlich war das der Grund weshalb wir fuer Minuten ueber 10 Knoten schnell waren.....
Heute haben wir die Nai Harn Bay noch einmal mit dem Motorbike besucht, um das tatsaechliche Ausmass der Schaeden dort zu sehen......... wir waren schockiert: die kleine Strandkneipe in der wir froehlich mit anderen Seglern Weihnachten gefeiert haben, existiert nicht mehr, am Dingistrand liegen jetzt auch demolierte Autos, die von der Flutwelle auf die Felsen gespuelt wurden, es ist aber zum Glueck niemand ernstlich verletzt worden..... grenzt fuer uns beim Anblick der Truemmer fast an ein Wunder!
Das Wasser ist auch in der Nai Harn Bucht so hoch gestiegen, dass die Souvenierlaeden und Restaurants an der Strasse zum Royal Yacht Club vollstrendig zerstoert wurden......... die Aufraeumungsarbeiten aber sind inzwischen schon in vollem Gange, wie man sieht, zu den Einheimischen gesellen sich viele freiwillige Helfer......
Dank an Euch fuer die vielen besorgten Emails, Telefonanrufe und Gaestebucheintraege, leider koennen wir zur Zeit nicht alle ausreichend beantworten, da immer wieder das ganze Netz hier zusammenbricht... Nachtrag 2.1.2005: Auf den Fundamenten steht schon wieder eine Huette mit Theke : The life is going on.....
 
 Aufraeumungsarbeiten28.12.2004 
 
 
 Nai Harn Bay28.12.2004 
 
Der Strand von Nai Harn ist wie leergefegt, die Yachten liegen alle wieder ablandig in eine Richtung, wie vor der Flutwelle. Unseres Wissens ist keinem Segler was ernsthaftes zugestossen! In der Chalong Bay, (die viel seichter ist und wo sich die Welle brechen konnte,) und auf anderen Inseln aber gibt es gesunkene und stark beschaedigte Motor und Longtailboote.....
 
 Eine NAVTEX Meldung trudelt ein....27.12.2004 
 
UB12 27 0:13 UTC DEC 2004
METEOR MALAYSIA 012
HIGH SWELL WARNING FOR THE NEXT 72 HOURS
AN ERTHQUAKE OCCURED OVER NORTH WEST OF SUMATERA (LAT 3.1 N LONG 95.5 E)

Leider etwas zu spaet........! Ausserdem sind auch die Empfangsbedingungen im Moment sehr schlecht!
 
 Der Weihnachts Tsunami26.12.2004 
 Phuket 
 
Wir machen gerade unsere Dingrirunde durchs Ankerfeld von Nai Harn um uns von einigen Freunden zu verabschieden, da bemerken wir eine starke Str๖mung und sehen, dass sich die Schiffe am Ankerplatz konfus in alle Richtungen drehen............Was ist denn nun los? Wir eilen zurueck, ein Nachbarschiff driftet auf die HARLEKIN zu, doch zu spaet: eine Reelingsstuetze muss dran glauben! Jemand ruft: "The beach is gone...!" Ein Blick zum Strand lไaesst uns erahnen, was passiert ist, denn er ist gar nicht mehr zu sehen..........wenige Minuten spaeter ist er wieder da, doch Liegestuehle und alles was dort noch wenige Minuten vorher stand, treibt im Wasser...........! Jemand meint: "That is a Tsunami!" (Flutwelle, die durch ein Erdbeben entsteht) und sicher kommt da noch ein Nachbeben..........! Da man auf dem Wasser am sichersten ist, laufen wir und noch viele andere Yachten aus..........durch die starke Str๖mung machen wir 10 Knoten ber Grund.....Wahnsinn! ueber UKW Funk kommen dann bruchstueckhafte Informationen: Ein Seebeben in der Stไrke 8,5 vor Sumatra (nur 200 Seemeilen entfernt) soll die Flutwelle ausgel๖st haben und es wird noch eine zweite erwartet! Nichts wie weg nach Norden in den geschuetzten Fjord zwischen Phuket und dem Festland! Unterwegs h๖ren wir, dass bei den Yachten auch in den anderen Buchten alles o.k. ist, die deutsche Welle aber berichtet von den Ausmassen und von vielen Toten und Verletzten bis nach Sri Lanca und den Malediven (unsere nไchsten Ziele!), stndlich erh๖ht sich die Zahl...... da ist unsere gebrochene Reelingsstuetze ein "Peanut".....................
Auch mit der MeNeVado, La Rossa, J๖ke, Windpocke und TeHerb ist alles o.k.! Macht Euch also keine Sorgen......! Das kleine Strandrestaurant in dem wir gemeinsam den Heuligen Abend verbracht haben, soll allerdings nicht mehr existieren.......
 
 Unser Strandrestaurant26.12.2004 
 
 
 Christmas Party25.12.2004 
 
Die Christmas Party war etwas zu gut besucht! Es war also alles sehr eng, aber es gab ein leckeres Bueffet!
 
 Im AO SANE Restaurant25.12.2004 
 
Es war schoen alle unsere Freunde wiederzutreffen und so hatten wir trotzdem unseren Spass...
 
 Weihnachten in einem buddhistischem Land24.12.2004 
 Phuket/ Nai Harn Bay 
 
"Wir trefffen uns Weihnachten in Phuket!", das haben wir schon in Australien mit vielen anderen Seglern verabredet. Inzwischen haben wir Phuket erreicht und liegen in einer sch๖nen Bucht vor dem Koeniglichem Yachtclub in der Nai Harn Bay. Da Thailand ueberwiegend buddistisch ist, gibt es hier kein Weihnachten, wie wir es kennen, fuer uns Segler wird aber in einer Strandkneipe (AO SANE) eine CHISTMAS PARTY mit Lifemusik organisiert. Gemeinsam werden wir mit der Crew der Windpocke, der La Rossa und der MeNeVado (und vielen anderen Seglern aus der ganzen Welt) den heiligen Abend dort verbringen!
Euch allen wuenschen wir ebenfalls ein FROHES Weihnachtsfest.........und fuer den der es mag ein paar echte Schneeflocken.....
 
 Was ist ein Longtailboot?22.12.2004 
 Ko Raya 
 
Ueberall hier auf den Inseln sehen, bzw hören wir die Longtailboote, die mit lautem Geknatter, da ohne Auspuff, Touristen von Insel zu Insel fahren und sich somit einige Baht (hiesige Waehrung) dazuverdienen. Ausserdem werden sie fuer den Fischfang eingesetzt......
 
 Die Phi Phi Inseln21.12.2004 
 Phi Phi Le /Maya Bay 
 
Etwa 30 Seemeilen vor Phuket liegen die Inseln Phi Phi Don und Phi Phi Le. Die schoenen Buchten sind in jedem Reisefuehrer und auf vielen Postkarten zu finden. Beim annähern der Ton Sai Bay sehen wir nur wenige Yachten, dafuer aber um so mehr kleine Motorboote und die typisch einheimischen Longtailboote. Wir werfen ebenfalls den Anker, doch nach einer viertel Stunde haben wir die Nase voll: durchs Ankerfeld duesen die Speedboote und Ausflugsboote ohne Ruecksicht auf Verluste! Die Schaukelei und der Laerm sind unertraeglch! Welch ein Kontrast zu den letzten Inselankerplaetzen! Das ist nichts fuer uns, wir gehen wieder ankerauf und versuchen es in der Maya Bay auf Phi Phi Le. Bis zum Spaetnachmittag sieht es dort zwar auch nicht viel besser aus, am Abend aber ist es hier traumhaft schoen.......
 
 Ko Phi Phi Don21.12.2004 
 
Nachtrag 3.1.2005: Der Abschnitt zwischen diesen beiden Inseln wurde total ueberflutet und hunterte von Einheimischen und Touristen kamen um. Immer noch werden unzaehlige Menschen vermisst. Hubschrauben, Taucher und andere Rettungsmannschaften sind pausenlos im Einsatz....
 
 Die Maya Bay21.12.2004 
 
In dieser Bucht wurden uebrigens Scenen fuer den Film "Der Strand" mit Leonardo di Caprio gedreht, was natuerlich tagsueber noch mehr Touristen anzieht.....
 
 Das Piratenversteck von Ko Muk19.12.2004 
 Ankerplatz Ko Muk 
 
Sämtliche Inseln hier bestehen aus Kalksteinfesen, in denen sich im Laufe der Jahrtausende Gänge und Hoehlen gebildet haben. Südlich des Ankerplatzes von Ko Muk gibt es eine Besonderheit, HONG genannt, was uebersetzt "Zimmer" heißt. Durch einen unterirdischen Zugang, in dem es über 20 m stockfinster ist, weil man weder Ein noch Ausgang sieht, gelangt man zu einer kleinen Lagune mit Sandstrand. Rundherum ragen die mit tropischen Gruen bewachsenen Kalksteinwände steil in den Himmel. Es gibt keinen anderen Zugang und es ist verständlich, dass die Piraten früher diesen HONG als Versteck genutzt haben.......
 
 Im HONG19.12.2004 
 
Nachtrag 3.Jan.2005: in diesem HONG waren bei dem Weihnachtstsunami fast 100 Menschen eingeschlseeen. Laut Informationen konnten zum Glueck alle gerettet werden!
 
 Inselhopping18.12.2004 
 Ko Phetra 
 
In Halbtagest๖rns von etwa 25 Seemeilen gehts weiter Richtung Phuket. Nไchster Ankerstop ist die Insel Ko Phetra mit einer beeindruckenden bizarren Kulisse!
Norbert kann endlich mal seinen neuen 15 PS Aussenborder ausprobieren......
 
 Höhlenforscher17.12.2004 
 Ankerplatz NW von Tarutao06°41,710N,099°38,410E 
 
Wenige Meilen nördlich vo LANGKAWI ist die Staatsgrenze zu THAILAND. Wir wechseln die Gastlandflagge und segeln (ja, Ihr lest richtig, wir SEGELN endlich mal wieder!) nach Koh (Insel) Tarutao. In der Bucht am NW Ende gibt es einen MangrovenCreek, der mit dem Dingi bei Hochwasser zu befahren ist und zu einem Unterwasserfluß und einer Tropfsteinhöhle führt!
Peter und Linda von der britischen Yacht NEVA wollen dorthin und laden uns ein mitzukommen!
Zu Viert tuckern wir durch den dicht bewachsenen Urwald, wir sollen uns immer rechts halten, dann kämen wir irgendwann zu einem Jetty! Tatsächlich, zwei mal rechts abbiegen .....die Wasserstraße wird immer schmaler, dann sehen wir links einen verfallenen und kurz danach rechts einen kleineren Anleger.......dort machen wir fest! Jetzt müssen wir noch den Dieselgenerator finden und starten und einen Lichtschalter betätigen........ auch kein Problem! Ein Pfad führt uns dann zum Höhleneingang der "Crocodile Cave"! Tatsächlich ist die Höhle nun beleuchtet, vorsichtshalber haben wir aber auch Taschenlampen mitgenommen...
Spektakulär und beeindruckend ist es nun für uns die etwa 200 m lange Höhle zu erkunden........
 
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Letzte Änderung:14.Apr.2004