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 Tschüß Singapore...15.11.2004 
 
Wir sind zwar noch nicht ganz fertig, doch aus Zeitgründen müssen wir weiter, denn bis Weihnachten wollen wir in PHUKET sein!
Da wir einige falsche, bzw unvollstaendige Lieferungen hatten, koennen wir hier eh nichts mehr machen. Restlieferungen lassen wir uns nach LANGKAWI schicken, wo wir auch hoffen, endlich alle Reparaturen abschliessen zu koennen! Fuer mich ist es am Schlimmsten, dass unser Pactor noch nicht wieder funktioniert, somit gibts neue Infos auf dieser Seite erst wieder, wenn ein Internetanschluss vorhanden ist!
JÖKE, MeNeVado und COBRA starten ebenfals, aus Sicherheitsgruenden wollen wir in der Strasse von Maelakka im Konvoi fahren!
Gestern haben wir noch einen netten Abend mit unserem neuen TO Stützpunktleiter Jörg und dem Comodore Rod von der RAFFLES MARINA verbracht. Demnaechst gibt es also auch hier in SINGAPORE einen TRANS OCEAN STUETZPUNKT!
 
 Zoll, Imigration, Hafenamt...14.11.2004 
 
Entgegen anderen Behauptungen war das Ein und Ausklarieren hier in Singapore ganz easy! Man meldet sich am besten einen Tag vorher per Email bei der Marina an. Wir wurden unterwegs weder kontrolliert noch angehalten!
Man darf auch länger als 2 Wochen bleiben! Der Beamte (Zoll und Immigration gleichzeitig), kommt per Taxi zur Marina, Kosten dafür = 50 S $ (etwa 25 €) fürs Taxi (Beim Ein + Ausklarieren!. Kommt man mit mehreren Yachten etwa gleichzeitig an, kann man sich die Taxigebühr teilen! Der Beamte fragt, wie lang man bleiben will und trägt den Zeitraum in den Paß ein! Also vorsichtshalber länger angeben, dann braucht man nicht verlängern lassen, falls man aus irgendwelchen Gründen länger bleiben will! Die ganze Sache ist in 3 Minuten erledigt!
Für das Melden beim Hafenamt will ein Agent 100 S$ pro Schiff haben! Die Kosten dafür kann man sich allerdings wirklich sparen! Man fährt mit der U-Bahn bis Tanjong Pagar > Ausgang C > Anson Road bis hinter Keppel Viadukt ,- gleich unten im Tanjong Pagar Complex ist die Maritime Port Authority! Kosten bei der Ausreise 30 S$ Hafengebühr!
Man hat dann 48 Stunden Zeit Singapore zu verlassen, muß aber auf einem Plan genau einzeichnen woher man fahren will!
 
 Das Raffles Hotel in Singapore13.11.2004 
 
Man war wohl nicht in Singapore, wenn man nicht das legendäre RAFFLES HOTEL besucht hat. Wir haben dort in Anbetracht der Tageszeit zwar keinen "Singapore Sling" getrunken, uns jedoch im Cafe Kaffee und Kuchen gegönnt!
Für den Sudowner wollten wir in die 70. Etage des Swissotel Stamford, doch dort gilt ein Dress Code, -mit unseren kurzen Hosen durften wir nicht hinein! Dann eben nicht!
Da wir ja bald weiter wollen, verproviantieren wir uns noch mit Lebensmitteln, die wir auf der weiteren Strecke nicht bekommen können. Wir schauen uns in einem der 80 teils sehr luxoriösen Shoppingcentern um!
 
 CHINATOWN12.11.2004 
 
In Singapore leben fast 80 % Chinesen. Straßenschilder, Zeitungen, Bücher, Werbeplakate........ alles ist auch in chinesischen Schriftzeichen zu finden!
Die ersten Chinesen sind Anfang 1900 hier eingewandert und lebten hier zunächst mal unter schlimmsten Verhältnissen. In der Pagoda Street gibt es ein kleines Museum in dem liebevoll, bis ins Detail Dinge aus dieser Zeit zusammengetragen wurden. Auf anschauliche Weise (sogar mit Originalhintergrundgeräuschen) werden die Lebensverhältnisse von damals dagestellt
www.chinatownheritage.com.sg.
 
 Im kleinem Museum12.11.2004 
 
 
 Sauberkeit in Singapore11.11.2004 
 
So sauber und glänzend wie in Bali (nachdem der Boatboy 4 Tage lang poliert hatte) war unsere HARLEKIN noch nie, - so schmutzig wie hier in Singapur aber auch noch nicht! Durch die heftigen Regenfälle, wird die Luft zwar wieder sauber, doch auf unseren Yachten ist ein dicker Schmier, der nur schwer wieder zu entfernen ist.
Ansonsten ist Singapur die SAUBERSTE STADT der Welt: nirgends liegt Müll rum! Selbst das Wegwerfen einer Zigarettenkippe auf die Straße wird mit hohen Strafen belegt. Man bleibt auch nirgends "kleben", denn seit einigen Jahren ist sogar die Einfuhr von Kaugummi verboten! Wildes Plakatieren steht unter Strafe, man findet auch nirgends Wandschmierereien, dafür aber gepflegte Anlagen!
Jeder hält sich an die strengen Gesetze, wie soll das sonst auch laufen, immerhin leben über 6000 Menschen auf einem Quadratkilometer (Deutschland= 230 /Australien = 2,4)
 
 Ein Riesenschritt...10.11.2004 
 
Norbert wird schon früh wach und kann nicht mehr schlafen! Er macht sich dran um den neuen VICTRON (Ladegerät und Umwandler) einzubauen! Gott sein Dank, es klappt und er funktioniert! Zwischendurch kommen schon wieder weitere Handwerker an Bord um die Kühlbox in Ordnung zu bringen (jetzt haben wir wieder kaltes Bier!) und den VOLVO Drehzahlmesser einzubauen, was erst nach Rücksprache mit der VOLVO Vertretung klappt!
Heut sind wir wirklich einen Riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesenschritt weiter gekommen!
Schaffen wir es bis zum Wochenende? Drei Yachten (Windpocke, LA Rossa und Te-Herb) sind inzwischen schon weiter gezogen( Die Visa liefen ab)! Jöke, MeNeVado und Cobra warten noch auf uns und unterstützen uns mit Rat + Tat und auch moralisch!
Die MeNeVado ist schon komplett fertig, die Versicherung hat sogar schon den Schaden reguliert! Sagenhaft!
 
 Es geht weiter...09.11.2004 
 
Ruck- zuck sind wir wieder im Wasser. Thomas von RAYMARINE kommt an Bord und fährt mit uns raus um die neuen Instrumente zu calibrieren und zu erklären.
Die neuen Löcher im Rumpf sind dicht! (Das ist ja schon mal was!)
Die Lieferungen aus Deutschland von SVB und Ardelt kommen heute an, doch aus irgendwelchen Gründen, trotz für YACHT in TRANSIT" nicht zollfrei!
 
 Loch im Rumpf08.11.2004 
 
Für die Installation des neuen Echolotgebers und der Logge muß die HARLEKIN aus dem Wasser gekrant werden. Wie gut, daß die Snowgoose nicht breiter ist als 5 m! Wir hätten wir uns sonst noch nach einem größerem Travellift umsehen müssen! Siehe auch :
http://www.yacht.de/schenk/trick/trick25.html

Extra für mich wird eine standfeste Leiter geholt, damit ich mit meinem verletztem Fuß sicher an Bord kommen kann! Das nennt man Service!
Dann wird ein weiteres Loch in den Rumpf gebohrt....
 
 Sonntagsarbeit07.11.2004 
 
Heute sind keine Handwerker an Bord. Norbert setzt sich in Ruhe hin und lötet Kabel für die GPS Geräte, Funk und Pactor zusammen. Es ist jedoch zum Verzweifeln: auch das Pactorgerät hat den Blitzeinschlag nicht überlebt und meldet : ERROR! Was nun?
Werden einige Pactorexperten um Hilfe bitten, ggf. muß auch noch ein neues Modem her....
......ein frustrierender Tag!
 
 Singapores Night Safari06.11.2004 
 
Schon andere Segler haben uns gesagt: "Wenn Ihr nach Singapore kommt, geht unbedingt in den Zoo, der ist der Schönste der Welt!" Um wenigstens mal etwas anderes zu sehen, als nur die Reparaturarbeiten am Schiff, entscheiden wir uns für die "Night Safari", denn dort wird man mit einer kleinen Tram durchs Gelände gefahren.
Die Fahrt ist wirklich beeindruckend: es geht durch einen nächtlich beleuchteten Djungel (mitten in dieser Großstadt) und wir sehen Raubkatzen, Tapire, Ameisenbären, Hyänen, Büffel, Otter, Stachelschweine, ein Rhinozerus...........aber auch Elefanten und Giraffen!

www.nightsafari.com.sg
 
 Dem Chaos entfliehen...05.11.2004 
 
Wenn es mal nicht regnet, entflieh ich dem Chaos an Bord und leg mich in den Swimmingpool der Marina. Ich hab ihn ganz für mich allein, alle anderen sind tagsüber auf Sightseeing oder Shopping Tour in der Stadt! (Würd ich allerdings auch lieber machen!)
 
 Chaos an Bord...04.11.2004 
 
Heute werden die neuen Instrumente geliefert und eingebaut. Wie gut, daß die Asiaten so klein sind : ONG setzt sich einfach in den Schrank, und kommt ohne Verrenkungen überall dran und kann ganz leicht in den Mast gehieft werden um die Radarantenne anzubauen....
An Bord sieht es chaotisch aus: überall Verpackungsmaterial, Werkzeuge, Kabel.........

Zu allem Überfluß regnet und gewittert es am Nachmittag wieder....
.... und ich sitze mittendrin am Computer, weil ich wegen meinem Fuß nicht von Bord kann
 
 Das hat mir gerade noch gefehlt....03.11.2004 
 
Frühmorgens, wir sind zeitig aufgestanden, weil die neuen Instrumente heut geliefert werden sollen, mach ich beim Aufklaren des Bootes einen falschen Schritt und knicke um, ich schreie auf......mein linkes Fußgelenk schmerzt und schwillt an.....das hat mir gerade noch gefehlt!
Kerstin fährt mit mir zum Krankenhaus......Untersuchungsergebnis: Bänderriß.....3 - 6 Wochen soll das Sprunggelenk nicht belastet werden.......auch das noch!
Als wir zur Marina zurückkommen, bringt man mich per TROLLY Service zurück zur HARLEKIN. An Bord noch nichts weiter gemacht worden:Tomorrow....erst ist die MeNeVado dran....

Am Abend können wir uns bei einem von der Marinaleitung veranstaltem Seminar über Segelbedingungen und Ankerplätze in der Malakka Strait bis Phuket informieren.
 
 100.000 Volt ???31.10.2004 
 
Norbert war heut im Mast und hat ein neues Antennenkabel eingezogen!
Das ist von unserer UKW Antenne übrig geblieben, der Rest ist verglüht......
 
  Gut versichert ?28.10.2004 
 
Wie gut man versichert ist, zeigt sich meist erst im Schadensfall! Wir haben zwar eine Yacht Kasko Versicherung mit Allgefahrendeckung, doch bleibt meist immer noch eine Selbstbeteiligung, die man zu tragen hat. Obwohl bei den neueren allgemeinen Versicherungsbedingungen unseres Versicherers eine Selbstbeteiligung bei Blitzschaden wegfällt, gelten bei uns angeblich alte Bedingungen (der Vertrag ist von 1996) und das bedeutet für uns, daß wir die ersten 7.500 Euro selber tragen müssen!
Wir können nur jedem Eigner raten, jährlich auch die allg. Versicherungsbedingungen zu checken, aber wie will man das machen, wenn man auf großer Fahrt ist?
Können wir möglicherweise mit einer Kulanzregelung der Versicherer rechnen?
Die zuständigen Mitarbeiter haben leider zur Zeit auf der HANSEBOOT zu tun......
 
 Check Up27.10.2004 
 
Heut kommen Fachleute vorbei um Kühlschrank, Kühlbox, und nautische Instrumente zu checken.......alles ist kaputt, selbst die elektronische Zündung vom Backofen
 
 Modernes Transportsystem26.10.2004 
 
Nun sitzen wir hier in der Raffles Marina am Rande einer 4 Millionen Großstadt und wälzen Branchenverzeichnisse und telefonieren uns die Finger wund um Firmen und Handwerker für die Reparatur bzw. Erneuerung zu finden. Gar nicht so einfach, trotz Handelszentrum Asiens gibt es einige Dinge einfach nicht, wie z.B. 12 Volt Kühlanlagen und andere 12 Volt Geräte. Teilweise müssen wir außerdem Geräte selbst ausbauen und irgendwo hinbringen um sie checken zu lassen.
Stark beeindruckt uns das Bus und U-Bahn System hier, mit dem man preiswert und schnell von A nach B kommt und auch als Tourist schnell zurechtkommt. Wir fahren vorbei an Industriegebieten, Hochhaussiedlungen und Einkaufszentren. Allein davon soll es hier 80 Stück geben!
 
 Gewitter25.10.2004 
 
Auch heute braut sich wieder was zusammen........man erzählt uns, daß es hier aufgrund der geografischen Lage weltweit die häufigsten Gewitter und Blitzeinschläge gibt,- das wußten wir vorher nicht aber wir hätten Singapur eh nicht umfahren können!
Viele Menschen hat es schon an U-Bahnstationen + Bushaltestellen erwischt, vor einigen Monaten ist sogar ein Fußballspieler tödlich getroffen worden!
Da haben wir ja noch Glück im Unglück gehabt!
 
 Nichts geht mehr...24.10.2004 
 Singapur 
 
So haben wir uns den Aufenthalt in Singapur eigentlich nicht vorgestellt!
Auf dem Weg von Indonesien zur Raffles Marina in Singapur sind wir von einem heftigem Gewitter ueberrascht worden. Es regnete so heftig, dass wir keine Sicht mehr hatten. Ausserhalb des Fahrwassers haben wir den Anker geworfen um abzuwarten. Norbert konnte noch gerade eben unser Funkgeraet vom Netz trennen und das Antennenkabel herausziehen, da krachte es gewaltig.................und seitdem geht nichts mehr! Selbst das abgestoepselte Funkgeraet sagt keinen Mucks mehr! Autopilot, GPS, Radar, Kühlschraenke........und und und, es waere einfacher aufzuzählen was noch funktioniert! Ach ja, z.B. die Handfunke! Wir haben dann versucxht die MeNeVado ueber die Handfunke zu erreichen, nichts ruehrte sich! Eine Stunde spaeter: "Harlekin fuer MeNeVado"
"Ja, hier Harlekin!" Wir waren froh Bernds Stimme zu hoeren!
"Bei und hat der Blitz eingeschlagen!"
"Bei uns auch!"
Auch das noch! Na ja, geteiltes Leid ist halbes Leid!
Da wir eine hydraulische Steuerung haben und unser Autopilot mit Ruderstandsanzeige auch nicht mehr funktionierte, konnten wir die Marina nur in Schlangenlinien erreichen. Zum Glueck waren es nur noch 2 Seemeilen!
Gemeinsam erholen wir uns nun von dem Schrecken, zum Glueck ist uns allen nichts passiert und wir werden in den nächsten Wochen versuchen die Schiffe fuer die weitere Fahrt wieder fahrtüchtig zu machen!
Gelegentlich werden wir von unseren Reparaturfortschritt berichten und Fotos aus dem letztem Kapitel nachtragen
Macht es also gut
Viele Gruesse von der HARLEKIN und der MeNeVado
Zu erreichen sind wir nach wie vor ueber Winlink bzw Sailmail, da wir die Mails uebers Internet abrufen koennen!
Wir liegen in der Raffles Marina
Website: http://www.rafflesmarina.com.sg
Klicken Sie hier um zur RAFFLES Marina zu gehen Schaut mal nach, in dieser Hinsicht haben wir den Ort des Ungluecks gar nicht so schlecht getroffen! Ein weiterer Bericht ist bei Bobby zu finden unter:
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Letzte Änderung:14.Apr.2004