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Unsere grosse Reise |
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Was uns bewegt |
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Faszination Wasser |
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Passatwind Segeln |
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Gesundheit & Sicherheit |
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| Auszüge aus meinem Tagebuch | 10.06.2002 |
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Wie immer lest Ihr dieses Kapitel am besten von unten nach oben, denn die letzten Einträge werden ja immer oben auf gepackt! |
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| Landfall FATU HIVA | 09.06.2002 |
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| 24. Tag auf See > noch 4 sm zur Ankerbucht | 10°25 S 138°42 W |
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So. 00.00 UTC/14.30 Localtime Marquesas: noch 4 Seemeilen, wir geben Gas um die Ankerbucht noch bei Tageslicht zu erreichen!
So. 01.00 UTC/15.30 Localtime Marquesas: ANKER FÄLLT
nach 537,5 Stunden in der Bucht HANAVAVE /FATU HIVA
Uns begrüßt ein wunderschöner Regenbogen über der tropsch bewachsenen Bucht Hanavave. Mit den anderen Seglern stoßen wir auf die gelungene Überfahrt an. Wir hätten uns jedoch Zeit lassen sollen und nicht unbedingt heute noch die Bucht anlaufen sollen, denn in der Nacht schliert bei Fallböen von über 30 Knoten der Anker. Um etwa 3.00 nachts gehen wir ankerauf, weil die Situation außer Kontrolle gerät und verlassen die Bucht.
So. 9. Juni/ FATU HIVA
Sunrise 15.27 UTC/ 5.57 LT
Seit 2 Stunden halten wir Ankerwache bzw. warten vor der Bucht ab, daß es wieder hell wird!
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| Land in Sicht... | 08.06.2002 |
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| 23. Tag auf See > noch 144 sm | 10°20 S 136°13W |
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Sa. 8. Juni 00.00 UTC noch 144 sm. In der sehr dunklen Nacht haben wir die dunklen Wolken mit viel Wind nicht rechtzeitig sehen können. Bei einer Windzunahme von 20 auf bis zu 38 Knoten fing die HARLEKIN an zu surfen. Beim Bergen des „roten Strumpfes ist mir das Fall ausgerauscht. Ich hab mir Verbrennungen an der linken Innenhand zugezogen. Wolfram war zum Glück kurz darauf auf der Frequenz und hat mir Tipps zur Versorgung gegeben. Unsere Medikiste sah anschließend chaotisch aus. Gerade hab ich sie erst mal neu geordnet!
Sa. 8. Juni 19.30 UTC: LAND IN SICHT!
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| Wenn nicht mehr passiert... | 07.06.2002 |
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| 22. Tag auf See > noch 301 sm | 10°04 S 133°35 W |
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......können wir zufrieden sein! Heut ist es nun doch passiert: Die Passatwolken haben sich zu den vorhergesagten Cloudclusters zusammengezogen. Windzunahme bis auf 30 Knoten,- das hält ein so dünnes Segeltuch nicht aus! Mist!
Seit heut morgen fahren wir wieder unter Passatbesegelung (ausgebaumte Genua BB und Hannes „roter Strumpf“ STB)
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| Es läuft....... | 06.06.2002 |
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| 21. Tag auf See > noch 450 sm | 09°43 S 131°06W |
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.....und läuft und läuft und läuft........so haben wir uns die Passage vorgestellt!
Bis jetzt hat auch der Gennacker durchgehalten!
Norbert hat heut Namenstag und ich back ihm am Abend eine Pizza.
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| PEPELI hat Glück im Unglück | 05.06.2002 |
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| 20. Tag auf See > noch 603 sm | 09°25 S 128°31 W |
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Wir laufen noch immer unter Gennacker. Scheinbar haben wir nun endlich einen beständigen Passat aus ESE mit 20 Knoten erwischt. Er bringt uns 6,5 Seemeilen pro Stunde vorwärts, dem Ziel direkt entgegen. Wenn sich nichts ändert, werden wir heute unser bestes ETMAL haben.
PEPELI ist etwa 300 sm weiter vorn und hat in der Nacht Pech gehabt. Eine plötzliche Winddrehung von SE nach NE hat ihm durch backschlagen der ausgebaumten Genua einige Schäden am Schiff zugefügt. Er ist aber,Gott sei Dank o.K.!
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| Hausarbeit an Bord | 04.06.2002 |
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| 19. Tag auf See > noch 748 sm | 09°53 S 126°01 W |
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Habe heut mal wieder ein frisches Brot gebacken. Ein Höhepunkt beim Frühstück so alle paar Tage. Die verschiedensten Brotrezepte wandern von Schiff zu Schiff, doch das beste Rezept hat Dietmar, ein österreichischer Schwede auf der PEPELI. Es wird mit einem selbstgemachtem Sauerteigansatz gebacken!
Haben seit gestern abend den Gennacker oben. Er hat jedoch einen kleinen Riß. Wie gut, daß wir eine Nähmaschine an Bord haben, - in einer halben Stunde ist der Schaden behoben!
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| Keine Meile geschenkt | 03.06.2002 |
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| 18. Tag auf See > noch 861 sm | 09°40 S 124°08 W |
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Nochgut 800 Seemeilen bis zum Ziel! Ob wir das in einer Woche schaffen?
Die See ist insgesamt ruhiger, es läuft so einigermaßen auch wenn wir keine Meile geschenkt bekommen. Der äquatoriale Gegenstrom ist ständig leicht, d.h. mit 0,5 Knoten, gegen uns.
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| Regenwetter | 02.06.2002 |
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| 17. Tag auf See > noch 980 sm | 09°40 S 122°07 W |
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Die tropische Konvergenzzone hat sich nach Süden verlagert. Ein bedeckter regnerischer Tag mit 20 - 25 Knoten Wind von achtern! Die Gelegenheit für einen spannenden Schmöker in der Koje.
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| Der lautlose Feind... | 01.06.2002 |
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| 16. Tag auf See > noch 1094 sm | 9°29 S 120°13 W |
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Schrecken in der Morgenstunde: Ausfall der gesamten Steuerung! OH JE!
Was im Endeffekt war, keine Ahnung wahrscheinlich mal wieder der lautlose Feind KORROSION. Nach mehrmaligem Ein- und Ausschalten läuft`s wieder,- ein Glück! Mindesten 1000 Seemeilen muß alles noch durchhalten!
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| Juchuuuuuuuuuuu!!! | 30.05.2002 |
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| 14. Tag auf See > noch 1349 sm | 08°29 S 115°59 W |
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Uns wurde eine große Last genommen: Jean Pierre von der VITO, z.Z. vor Ort in RAIATEA/ Gesellschaftsinseln hat für uns einen Landliegeplatz für die Hurrikansaison 2002/03 reservieren können, und das Schönste ist, weil wir unter 5 m breit sind, kostet es auch keinen Katamaranaufschlag!
Das Ganze kommt unsere Vorstellungen die SÜDSEE nicht „durchrasen“ zu müssen, sehr entgegen. Uns war schon ganz schön mulmig, vor allem weil wir ja erst spät von Panama gestartet sind. Wir sind richtig H A P P Y Französisch Polynesien nun in Ruhe erobern zu können. ORION und noch einige andere Yachten haben die gleichen Pläne, - klasse!
Mama und mein Kater MAX werden sich freuen, uns evt. Weihnachten wieder in Datteln zu haben!
Da wir seit einigen Tagen zügig segeln können, haben wir den Motor nur für heißes Wasser zum Duschen gestartet. Somit kam der kleine HONDA Generator bei dem doch oft bedecktem Himmel täglich zum Einsatz. Etwa 80 Ampere verbrauchen wir über Nacht für die elektrische Selbststeueranlage, Positionslicht, Funke + Kühlung. In etwa 2 Stunden lädt er die Batterien wieder auf. Aber auch er muß mal gewartet werden. Das erledigt Norbert heut als erstes.
In den letzten Tagen hatten wir bei dem vielen Fisch, den wir gefangen haben, keinen Appetit mehr drauf und so hatt Norbert striktes Angelverbot.
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| Bergfest | 29.05.2002 |
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| 13. Tag auf See > noch 1452 sm | 08°05,2 S 114°17,6 W |
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6.45 Uhr UTC
Heute Nacht hatten wir auf der Position 8°05`Süd und 114°17,6 West unser BERGFEST.
1452 Seemeilen liegen seit GALAPAGOS hinter uns und noch 1452 Seemeilen bis FATU HIVA vor uns!
An der Logge aber sind wir 1479 sm gesegelt
und laut GPS über Grund 1496sm!
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| Intensive Naturerfahrungen | 28.05.2002 |
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| 12. Tag auf See > noch 1647 sm | 07°33 S 111°03 W |
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Genau wie auch zuhause am Kaminfeuer, kann man hier stundenlang im Cockpit sitzen und aufs Meer schauen, beobachten, wie die Wellen heranrollen, sich brechen oder auslaufen, wie die Gischt hinter der HARLEKIN weiße Schaumstreifen zieht, wie fliegende Fische meterweit übers Wasser fliegen und dann tolpatschig ins Wasser fallen. Ab und zu sieht man einen Seevogel, selten Wale oder Delfine. Das Wolkenbild ändert sich ständig, besonders am Morgen und am Abend gibt es wunderschöne Färbungen am Himmel, die mich immer wieder zur Kamera greifen lassen.
Zuhause haben wir nie so intensiv die kleinen Veränderungen des Wetters wahrgenommen. Manchmal meint man am Horizont ein weißes Segel zu sehen, doch meistens ist es nur ein weißer Schaumkamm einer sich brechenden Welle!
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| Wasser kommt über... | 27.05.2002 |
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| 11. Tag auf See > noch 1801 sm | 07°25 S 108°28 W |
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Wir haben einen bedeckten Himmel und einen Seegang von etwa 4 - 5 Metern. Die HARLEKIN meistert das gut, obwohl 2 Brecher ins Cockpit eingestiegen sind! Auch die anderen Yachten vor und hinter uns haben die gleichen Bedingungen!
Auf der Nordhalbkugel hat sich ein erster tropischer Sturm entwickelt. Er hat auch schon einen Namen bekommen. ALMA wird uns jedoch nicht in die Quere kommen, denn er zieht nach Norden weiter. Im Nordpazifik beginnt nun die Hurrikanzeit!
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| Ein bunter Regenbogen.... | 26.05.2002 |
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| 10. Tag auf See > noch 1940 sm | 06°43 S 106°13 W |
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Ein bunter Regenbogen,
ist übers Meer (Land) gezogen,
damit ihr alle wißt,
daß Gott uns nicht vergißt!
Dieses Lied aus der Kindergartenzeit fällt mir bei dieser Himmelserscheinung immer noch wieder ein! So einen riesigen, farbintensiven Regenbogen haben wir noch nie gesehen. Von der aufgehenden Sonne gebildet, leuchtete er vor den dunklen Regenwolken im Westen!
In der Nacht frischte der Wind auf etwa 25 Knoten auf, der Seegang hat ebenfalls zugenommen!
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| Im Osten geht die Sonne auf... | 25.05.2002 |
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| 9. Tag auf See > noch 2037 sm | 05°55 S 104°43 W |
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„Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf,
im Westen ist ihr untergehn, im Norden ist sie nie zu sehn!“
So haben wir es als Kinder gelernt! Unser Kurs ist Südwest, die Sonne aber scheint von Steuerbord ins Cockpit.......! Muß der Spruch auf der Südhalbkugel anders lauten? Darüber haben wir noch nie nachgedacht! Wenn man Licht und Schatten jedoch beobachtet, ist der „Mittagslauf“ im Norden und im “Süden ist sie nie zu sehn“! Am Äquator stand sie genau senkrecht über uns, nun haben wir den 6. Breitengrad überschritten und sie muß nun nördlich zu sehen sein, - irgendwie logisch! Hätte man auch schon eher drauf kommen können!
In den letzten beiden Tagen haben wir Trans Ocean Hefte gewälzt und interessante Artikel über den Pacific herausgesucht. Unter anderem schreiben die Segler über Ankerplätze von 15 –20 Meter. Da wird es nun aber Zeit, daß wir unsere 30 m lange Ankerleine an unsere neue 50 m Nirokette flechten. Das machen wir mal lieber schon unterwegs, bevor wir am Ankerplatz dumm gucken!
Eigentlich müßten wir heute die Uhren um 1 Stunde zurückstellen, denn wir haben ja heute mittag den 105. Längengrad überschritten. (Die Erde ist auf geteilt in 360 Längengrade, geteilt durch 24 Stunden = 15 Längengrade pro Sunde, folglich sind das beim 105. Längengrad nach Westen hin = minus 7 Stunden ab UTC!) Zur MESZ beträgt der Unterschied nun 9 Stunden! An Bord rechnen wir aber weiterhin mit UTC Zeit, weil wir uns alle in verschiedenen Zeitzonen befinden und sonst Mißverständnisse auftreten könnten!
Nachdem uns gestern eine schöne Dorade wieder über Bord „gesprungen“ ist, (es gab dann leider Konservenkost), biß heute Nacht wieder ein 70 cm langes Exemplar an. Somit gibt es heute wieder : frischen Fisch auf dem Tisch!
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| Funknetze | 23.05.2002 |
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| 7. Tag auf See > noch 2220 sm | 05°38 S 101°39 W |
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Trotz Wolken am Horizont hatten wir einen wunderbaren Sonnenaufgang, das orangefarbene Licht spiegelte sich im Wasser. Erst jetzt haben wir wieder Segelwind, also nichts wie :Segel hoch und Diesel sparen! Unsere Funkrunde abends und morgens wird immer größer. Um Positionen etc. einigermaßen geordnet auf die Reihe zu kriegen, brauchen wir einen „Net Control“. Norbert und Wolfram übernehmen die Funktion zunächst mal. Von INTERMAR (Amateurfunkfrequenz 14.313 KHz) bekommen wir unsere Wettervorhersagen. Bis Samstag soll es schwachwindig bleiben.
Wir haben die Funkfreunde in Europa angesetzt, sich über ein mögliches EL NINO in diesem Jahr zu informieren. Die Meinungen der Experten sind sehr unterschiedlich
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| In der Flaute... | 22.05.2002 |
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| 6. Tag auf See > noch 2313 sm | 04°48 S 100°13 W |
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Wir haben gerade mal die Position vom Flughafen Borkenberge in den GPS eingegeben: 51°48,7 Nord und 7°17,1 Ost. Bis dort sind es von unserem Standort 5°36 Süd und 101°27 West genau 6361 Seemeilen. Der Flugplatz liegt in 28°!
Auf den Marquesas werden wir noch nicht mal 1/3 unserer Weltumsegelung hinter uns haben. Die Erde (Umfang etwa 21.600 Meilen) ist ja doch ganz schön groß!!!
Seit heut morgen sind wir am motoren! Zwei Versuche den wenigen Wind mit dem Genacker einzufangen , schlugen fehl. Die See ist spiegelglatt und ich nutze die Gelegenheit,am Computer Fotos auszudrucken, Berichte zu schreiben und Daten unserer Reise statistisch festzuhalten. Außerdem bringe ich eine Standortmeldung in Gedichtform zu Papier.
Norbert hat einen spannenden Schmöker.
Noch vor dem Frühstück kreuzten 2 Wale unseren Kurs. Wir haben sie als Pilotwale identifiziert.
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| Kostbare Körperpflege | 21.05.2002 |
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| 5. Tag auf See > noch 2446 sm | 3° 51,4 S 98° 08,9 W |
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So langsam haben wir Seebeine, die Bordroutine läuft immer besser!
Haben uns mal wieder ausgiebig Körperpflege angetan: Süßwasserduschen, Haare waschen und schneiden, Bart stutzen!
Es hat mal wieder eine Dorade angebissen! Super!
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| Wehrmutstropfen zum Geburtstag | 20.05.2002 |
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| 4. Tag auf See > noch 2594 sm | 03°07 S 095°46 W |
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Sonnenaufgang 12.30 Uhr UTC
Zum Geburtstag hat man mir heute morgen auf der Funkrunde ein Ständchen gesungen. Ein Wehrmutstropfen zum heutigem Tag: unser Smarttuner reagiert nicht mehr! Norbert überprüft alles, ob er es wieder hinkriegt? Wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk!
Sonnenuntergang mit Green Flash 18.30 UTC
Wir haben hier am Äquator ziemlich genau 12 Stunden Tag und 12 Stunden Nacht . Jeden Tag, je weiter wir westlich kommen, geht die Sonne etwa 10 Minuten später auf und wieder unter.
Der Tuner ist mit Bordmitteln wohl nicht zu reparieren. Zum Glück haben wir noch den eingebauten und die Vertikalantenne. Somit können wir weiter funken und Emaillen! |
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| Fisch und Bananen | 19.05.2002 |
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| 3. Tag auf See > noch 2737 sm | 02°10,9 S 093°32 W |
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Noch immer haben wir noch nicht so rechte Seebeine. Wir sind noch sehr träge und lesen zwischendurch nur ein bischen.
Genau passend biß gestern nachmittag noch eine kleine Dorade (Mahi-Mahi, Dolphin) an. Ich hatte so einen Appetit darauf, daß ich sofort Pellkartoffeln abkochte und die Filets in Butter angebraten habe! Lecker!
Viel zu früh ist Bananenkampfessen angesagt, sie werden alle schon reif! Das schaffen wir nie!
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| Um uns herum ist nur der Horizont..... | 18.05.2002 |
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| 2. Tag auf See noch 2868 sm | 01°15,6 S 090°57,7 W |
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Ja, was gibt es Interessantes zu berichten auf so einer Strecke von fast 3000 Seemeilen?
Auszüge aus meinem Tagebuch
Sa. 18. Mai
Seit gestern abend segeln wir. Die See ist ruhig und wir kommen einigermaßen gut voran. Sonnenaufgang ca 12.06 UTC. wir haben fast wolkenlosen Himmel. Die Segel von ORION sieht man noch voraus. Gestern Abend haben sie uns überholt und in der Nacht sind sie in ein Treibnetz geraten. Bei Tagesanbruch ist Wolfram ins Wasser und hat Tampen und einen Kanister vom Unterwasserschiff geschnitten. Wir sind mit unserem geringem Tiefgang wohl rübergerauscht!
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| Die HARLEKIN zieht ihre Bahn | 17.05.2002 |
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| Start Isabella > etwa 3000 sm bis Fatua Hiva | |
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Die HARLEKIN zieht mal wieder ihre Bahn auf dem weitem Ozean.
Die Marquesas Inseln sind ihr Ziel,
doch bis dort sind`s noch der Meilen viel.
Ein Passatwind aus Südwesten,
bringt sie zügig hin nach Westen!
Sie trägt ihr buntes Gennackerkleid
und wir vergessen Raum und Zeit!
Hat es auch manchmal so den Schein,
wir sind hier dennoch nicht allein.
Die Tiere hier in der Natur,
die ziehen mit uns ihre Spur.
Das Beste ist, ein jeder weiß,
ein Gerät, das FUNKE heißt!
Es hält Kontakt nach Ost und West
ein jeder hält unsere Positionen fest
und segelt in Gedanken mit,
als wär er selber auf dem Trip.
So hoffen wir, daß uns die Götter weiterhin gut gesonnen,
das unser Törn endet, wie er begonnen!
Ingrid DL1YJI |
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