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 Starkwindwarnung20.05.2004 
 
Wir bleiben noch einen Tag: es gibt Starkwindwarnung für dieses Seegebiet!
 
 Auch die längste Reise...19.05.2004 
 Bundaberg24°45,66S 152°23,18E 
 
.........beginnt mit der ersten Seemeile! So, nun ist es soweit: die HARLEKIN legt ab! Erstes Ziel wird die Insel "Lady Musgrave" sein, gut 50 Seemeilen nördlich von Bundaberg. Wir sind gespannt, ob das "GREAT BARRIER REEF" das hält, was es verspricht!
 
 Was ist eine EPIRB?18.05.2004 
 
Wir sind nun schon einige Jahre mit der HARLEKIN auf großer Fahrt und stellten fest, daß unsere EPIRB dringend gewartet werden muß! Für einen Test und Batteriewechsel wird sie nach BRISBANE geschickt und kommt zum Glück wohlbehalten wieder hier an! Alles ist o.k., - nicht selbstverständlich: unser italienischer Stegnachbar hält nur noch Trümmer in den Händen, das Gehäuse ist beim Transport beschädigt worden, niemand fühlt sich verantwortlich.
Eine EPIRB ist, kurz gesagt, eine Seenotfunkbake, die insbesondere bei Seenotfällen dazu dient die Seenotrettungsinstutionen zu alarmieren und den an den Rettungsaktionen beteiligten Sucheinheiten das Auffinden des in Not befindlichen Schiffes zu erleichtern. Unsere COSPAS SARTAT EPIRB kann entweder manuell oder automatisch durch Aufschwimmen aktiviert werden. Sie ist mit einen Code (MMSI Nummer) programmiert, der das Schff identifiiert. Über Sateliten wird die Position bestimmt. Durch dieses System konnten schon viele tausend Menschen gerettet werden, -eine beruhigende Sache!

Weitere Infos: Angelika Stahnke
GMDSS Weltweites Seenot- und Sicherheitfunksystem
Verlag Delius Klasing
 
 Neuer Nachtrag17.05.2004 
 
Während Norbert schon schläft, sitze ich noch am Computer und vervollständige das Tagebuch von 2002! Neuer Eintrag: TUAMOTUS Atoll Toau

Haben heute einen Großeinkauf gemacht! Wenn sich das Wetter nicht verschlechtert, soll es Mittwoch oder Donnerstag losgehen!
 
 Markttag16.05.2004 
 
Sonntags geht man hier in Australien zum Markt. Neben Trödel und Handwerkerprodukten werden Obst und Gemüse angeboten. Ich decke mich schon mal damit ein, denn diese Produkte sind wenigstens nicht gekühlt und halten deshalb viel länger. In ein paar Tagen wollen wir ablegen!
 
 Luftlinie 8500 Seemeilen15.05.2004 
 
Für die Navigation benutzen wir außer den elektronischen auch Papierseekarten. Bis Australien haben wir alle an Bord, außerdem einige Übersegler! Wir checken die Strecke, die noch vor uns liegt: bis Datteln sind es etwa 8500 Seemeilen (x 1,852 = KM)! Allein bis zum CAPE YORK im Norden Australiens sind es noch über 1000 Seemeilen. Um eine Vorstellung davon zu bekommen haben wir mit dem Cirkel die Strecke in Europa abgegriffen: Vom nördlichstem Punkt Dänemarks bis zum Stiefelabsatz Italiens sind es ebenfalls 1000 Seemeilen!
Wir besorgen uns fehlende Kartenkopien und Handbücher, man hilft sich da gegenseitig aus!
Am Abend schauen wir uns die Übertragung "The Royal Danish Wedding" an!
 
 Wie geschmiert...14.05.2004 
 
Nun hat auch MeNeVado abgelegt. Sie erwarten in den WHITSUNDAY ISLANDS ( ca 350 Seemeilen nördlich) Gäste an Bord. Wir werden ihnen folgen, doch wir sind noch nicht fertig!
Unser Fahr und Deckslicht funktioniert nicht mehr! Ein neues Kabel muß in den Mast gezogen werden und das ist schwieriger als gedacht, da die Kabeldurchführung sehr eng ist! Doch wie so oft: mit VASELINE läuft`s wie geschmiert!
Nicht zu reparieren ist unser Signalhorn, ebenfalls am Mast angebracht: das Innenleben hat sich in NICHTS aufgelöst!
 
 Wie kommt der Proviant an Bord?13.05.2004 
 
Das Verproviantieren ist unterwegs oft gar nicht so einfach! Zum Glück hat die Bundaberg Port Marina einen Shuttle Bus mit dem man in die Stadt fahren kann. Direkt vor einem gut sortiertem Supermarkt wird man wieder abgeholt!
 
 Näharbeiten12.05.2004 
 
Unser Sonnendach und das Dinghycover müssen an einigen Stellen nachgenäht und verstärkt werden. Ich hol meine gute alte QUELLE PRIVELEG Nähmaschine (hab ich zum Realschulabschluß geschenkt bekommen!) dafür heraus, doch sie läuft sehr schwer und ständig reißt der Faden: "Das hat sie doch noch nie gemacht!"
Norbert nimmt sich ihrer an und nun "läuft sie wieder wie ein Döppken!"
 
 Weihnachten in Phuket?11.05.2004 
 Bundaberg Port Marina 
 
Die Marina wird immer leerer: mehr und mehr Segler starten zur nächsten Etappe, die meisten Richtung Norden. Thorben , ein dänischer Einhandsegler legt heute mit seiner BLOUWTONG ab, doch nach 20 Minuten ist er unter Segeln schon wieder zurück: sein Motor ist ausgegangen! Nach einem halben Jahr Liegezeit hat er zum Glück "nur" vergessen den Benzinhahn aufzumachen!
Werden wir uns alle Weihnachten in PHUKET wiedersehen?
 
 Didgeridoo- Lehrer(in) gesucht!10.05.2004 
 
Auch mit FÜNFZIG gibt es noch neue Herausfforderungen: Wer bringt mir (Norbert) das DIDGERIDOO Spielen bei? Bis jetzt bring ich keinen einzigen Ton aus diesem traditionellen Musikinstrument der Aborigines heraus!
 
 Die MeNeVado trudelt ein...09.05.2004 
 
Wo kommen die den her?
Warm in dicken Segelanzügen eingepackt trudeln heut Bernd, Kerstin und Luca mit iher MeNeVado bei uns ein! Es ist kalt, windig, regnerisch und es kommt uns vor als wären wir im kaltem Nordeuropa und nicht im sonnigem Australien....
Es wird Zeit, daß wir wieder in wärmere Gefilde segeln!
 
 Ölwechsel08.05.2004 
 
Heute sind Wartungsarbeiten an unserem VOLVO angesagt, unter anderem ist ein Ölwechsel fällig! Außerdem wird unser kleiner HONDA Generator auf Vordermann gebracht!
Ich fahre in die Stadt und mache Besorgungen!
 
 Na also...07.05.2004 
 
....heut ist es soweit: WIR kommen ins Wasser! Der Travellift fährt uns über den Hardstand und als sich das Tor öffnet erinnert mich die Situation an das Öffnen der letzten Schleuse des Panamakanals zum Pazifik!
HARLEKIN ist wieder in ihrem Element!
Doch die Arbeit reißt nicht ab: Die Bordtoilette muß überholt werden und nach 8 Jahren verlegt Norbert nun neue Leitungen, eine der unangenehmsten Arbeiten an Bord!
Zu allem Überfluß regnet es den ganzen Tag in Strömen......

neue Einträge unter Tuamotus (Kauehi)
 
 Und immer wenn Du denkst....06.05.2004 
 
......."Jetzt bist du fertig!", hast Du schon wieder ein neues Problem!
Unterwegs auf dem Pazifik sind wir über einen unter der Oberfläche schwimmenden Baumstumpf gerauscht, der uns eine Schutzkappe am Wasserablauf unseres Cockpits abgerissen hat. Da es keine Inspektionsluke gibt, hat Norbert erst beim Anbohren einer neuen Schutzkappe festgestellt, daß sich Wasser in den Hohlraum der Nacelle gedrückt hat. Wir stellen Eimer drunter: 80 Liter Salzwasser haben wir tausende von Meilen über den Pazifik transportiert. Wegen diesem neuen Problem müssen wir den Krantermin um einen Tag verschieben!
 
 Snowgoose with Snowmans05.05.2004 
 
Heut ist das Unterwasserschiff dran: Teamarbeit beim Streichen!
Außerdem: Neues Kapitel TUAMOTUS/ Atoll Makemo
 
 Ich brauch kein Fitneßstudio...04.05.2004 
 Bundaberg Port Marina 
 
Jeden Quadratzentimeter hab ich geschrubbt, eingewachst und poliert und so die HARLEKIN auf Hochglanz gebracht: ein Fitneßstudio brauch ich zur Zeit nicht!
 
 Eingemummelt03.05.2004 
 Bundaberg Port Marina 
 
Wir werden morgens wach: das Thermometer zeigt nur 15° an! Hinzu kommt ein kalter kräftiger Wind aus Süden. Nur "Warmarbeiten" reicht da nicht! Norbert kommt mehrmals zurück in die Kajütte und zieht immer mehr an! Unser englischer Nachbar setzt sogar eine Bommelmütze auf!
 
 So klein ist die (Segler) Welt02.05.2004 
 
Vor etwa 5 Jahren haben wir einige Wochen in Arrecife/Lanzarote verbracht. Mit uns war die EOS, die Manatee und ein Schiff aus Australien, die LONGNOSE mit Andrew, Carolyn und Baby Mara. Wir hätten nie gedacht, daß wir die DREI jemals wiedersehen würden, denn eine Reise nach Australien war ja nie geplant! Vorhin jedoch schaute sich jemand interessiert unser Schiff an. Der Typ kommt uns doch bekannt vor? Er erkennt auch uns, es ist Andrew! Carolyn und Mara, inzwischen 5 Jahre alt sind ebenfalls da und wir finden ihren Eintrag in unserem Gästebuch. Sie haben ihre Weltumsegelung vor ein paar Jahren beendet, können sich aber nicht von der LONGNOSE trennen und tingeln hier in Australien an der Küste auf und ab oder nehmen Arbeit auf anderen Yachten an. Sie erzählen uns, daß der schönste Teil der Reise für uns nun kommen soll! Ihr Wort in Gottes Ohr!!!!!
 
 In den Kesseln, da faulte das Wasser....01.05.2004 
 
...................und bei uns im Wassertank. Vor unserem Abflug nach DL vor einem halbem Jahr, haben wir die Wassertanks der HARLEKN randvoll gefüllt um das Schiff schwerer zu machen. Das war auch sicher eine gute Idee, denn noch gestern erzählte uns Jack von der VINDELA, daß er bei einem Sturm auf Porto Santo beobachtet hat, wie ein Katamaran um 40 m versertzt wurde. Heute öffnen wir unserer Tank und es mieft uns entgegen. Trotz MICROPUR (war wohl zu wenig!) ist das Wasser schlecht geworden. Wir pumpen es ab und loben die Bauart unserer Wassertanks mit je 3 großen Inspektionsluken. Mit Schwamm, Bürste und einer Chlorlösung können wir sie bis fast in die letzte Ritze reinigen. Wir möchten nicht wissen, wie es in so manchen anderen Tanks ohne Inspektionsluke aussieht!
 
 Das ist ja praktisch30.04.2004 
 
Jeden Freitag organisiert die Marina für alle Segler im Hafen ein Barbeque. Prima, da brauch ich nicht zu kochen!
 
 Lange Abende29.04.2004 
 
Morgens wird´s um 6 Uhr Hell und leider ist es am Abend um Sechs schon wieder dunkel, also viel Zeit an den langen Abenden. Ich nutze die Gelegenheit um Kapitel unserer Reise durch die Südsee nachzutragen (NEU: Südpazifikpassage) und Norbert hat Glück daß im australischem Fernsehen deutsche Spielfilme gezeigt werden, z. B. Kommissar REX mit englischen Untertiteln.
 
 Wer hätte das gedacht?28.04.2004 
 Bundaberg Port Marina 
 
Als wir im Jahre 1996 von Datteln aus zunächst mal Richtung Skandinavien und im Jahr darauf Richtung Südeuropa gestartet sind, hatten wir als Kommunikationsmöglichkeit gerade mal ein Handy an Bord. Heute sitze ich mit Laptop und einer Wireless Internetverbindung an Bord der Harlekin, kann rund um die Welt "surfen" und dabei auch noch meinen Kaffee schlürfen..........das Email Cafe HARLEKIN ist eröffnet!
 
 Jacks großer Tag.........27.04.2004 
 Bundaberg Port Marina 
 
Unser Nachbar Jack, ein schwedischer Einhandsegler von der Yacht VINDELA, hat heute seinen großen Tag: sein Schiff ist fertig um wieder ins Wasser gelassen zu werden. Etwas neidisch sind wir schon, - bei uns wird es wohl noch 1 - 2 Wochen dauern. siehe auch : http://www.autonik.se/vindela
 
 Petrus zeigt Erbarmen26.04.2004 
 Bundaberg Port Marina 
 
Nun sind wir wieder im sonnigem Süden, im TROPICAL QUEENSLAND, wie uns einige Autokennzeichen zeigen. Bekannterweise ist die Sonne hier wegen dem Ozonloch sehr intensiv. Petrus hat jedoch Erbarmen mit uns und schiebt Wolken vor die Sonne. So können wir erst mal ohne Probleme unser Schiff schrubben und das Deck polieren und uns langsam an das andere Klima hier gewöhnen
 
 Untermieter25.04.2004 
 Bundaberg 
 
Allerdings sind noch andere Untermieter in der Zwischenzeit auf die HARLEKIN gezogen: in einer Pfütze unter dem an Deck gelagerten Dingi tummelt sich ein grasgrünes Froschpärchen und die Backbordseite, die nachts von einem Strahler angeleuchtet wurde, ist übersät mit Spinnen und Mücken!
 
 Mit dem Zug nach Norden24.04.2004 
 Bundaberg 
 
Montag ist hier Feiertag und genau wie in DL, nutzen die Australier ein langes Wochenende für Ausflugsfahrten. Erst heute bekommen wir zwei Plätze im Zug nach Norden. Bis BUNDABERG sind es noch mal über 5 Stunden Fahrt. Doch auch dort werden wir wieder abgeholt. Lutz und Ingrid von der SY COBRA stehen am Bahnhof und fahren uns mit ihrem Van erst mal zum nächstem Supermarkt, damit wir für die ersten Tage an Bord versorgt sind! Dann wird es spannend: Wie finden wir die HARLEKIN vor? Fast 6 Monate stand sie der tropischen Witterung ausgesetzt in der Marina an Land! Wenig später, ein Aufatmen: das Schiff steht noch dort, wo wir es verlassen haben, der Außenborder und das Dingi sind noch da, die Abdeckplane ist nicht zerfetzt und im Schiff:..........keine Kakerlacken, Termiten oder Ameisen!!! Alle Fenster sind dicht geblieben und darum haben wir auch keinen Schimmel, keine Stockflecken und keine nasse Koje! Darauf stoßen wir erst mal an!
 
 Fliegerkameraden23.04.2004 
 Brisbane 
 
23.April Norbert hat einen neuen Fliegerkameraden: Bernd hatte heut seinen Prüfungsflug und er hat......................BESTANDEN!
 
 Eingemeindet?22.04.2004 
 Brisbane 
 
Neben Ausflügen nach Neuseeland und in die nähere Umgebung haben sie in der Zwischenzeit ihr Schiff Instand gesetzt. Trotzdem hatten sie noch Zeit anderen Hobbys nachzugehen: Luca geht in die Pre-School, Kerstin ins Fitneß Studio und Bernd nimmt Flugstunden.
Wie es der menevado Crew bis hierher erging, lesen Sie hier
Auch Bobby und Carla von der SY THALASSA treffen wir hier wieder! Wir freuen uns auf die gemeinsamen Sundowner zum Klönen und Pläne schmieden!
 
 Asiatische Schoenheiten21.04.2004 
 Brisbane 
 
Asiatische Schönheiten in origineller Uniform und Kopfbedeckung begleiten uns auf dem Flug zurück nach Australien. Nach 20 Stunden reiner Flugzeit landen wir pünktlich in Brisbane, wo uns Bernd von der SY MENEVADO schon erwartet. Fuer ein paar Tage duerfen wir Gäste auf der Menevado sein, die in der Scarborough Marina "übersommert" hat.
 
 Abschied und Wiedersehen20.04.2004 
  Datteln + Brisbane 
 
 
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Letzte Änderung:14.Apr.2004