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 Durch die Miraflores Schleuse30.03.2002 
 Panamakanal 
 
 
 Hurra, wir haben den Pazifik erreicht29.03.2002 
 Panamakanal08°54,7N, 079°31,6W 
 
29. März 2002 Hurra, wir haben den PACIFIC erreicht!

Mit ca. einer Stunde Verspätung kam unser Lotse Guido an Bord. Es konnte losgehen! Mit einem lachendem und einem weinendem Auge winkten wir den zurückgebliebenen Freunden zu, als wir ablegten und auf die MIRAFLORES SCHLEUSE zufuhren. Inzwischen Schleusenerfahren klappte alles wie am Schnürchen und ohne Komplikationen.
Die WEB CAM, die auf einem großem Gitterturm montiert war, hatte uns voll im Visier und so konnten wir nun den Daheimgeblieben zuwinken! Nach zwei Schleusengängen öffnete sich das Tor zum Pazifik und wir hatten wieder Salzwasser unter den Kielen. Das Unterqueren der Amerikabrücke, die als einzigste Landverbindung den nordamerikanischen mit dem südamerikanischem Kontinent verbindet und wo man sagt: „Hier fängt der Pacific wirklich an!“, war uns das Öffnen einer Flasche Sekt wert! Prost Pacific!
Mit Seemannsmusik von Freddy Quinn und guter Laune steuerten wir auf den Ankerplatz an der Flamenco Insel zu, wo wir noch ein paar Tage bleiben wollten. Noch zwei mal wurden wir als Leinhänder angeheuert, auf der YANG WA und auf der LEWANNA, wo es recht kritische Situationen in der Schleuse gab. Zum Glück ging alles gut!

 
 Zwischen den Ozeanen25.03.2002 
 Panama Pedro Miguel Boat Club 
 
Nun sind inzwischen fast 2 Monate seit dem 1. Teil der Kanalpassage vergangen. 4 Wochen waren wir in DL und wir bereiten uns nun auf die letzte Schleusung zum PAZIFIK und die lange Reise von ca. 8000 Seemeilen Richtung GALAPAGOS und durch die SÜDSEE nach NEUSEELAND vor. Bunkern von Lebensmitteln, Getränken, Diesel, nähen von diversen Sonnencovern, durchschecken der HARLEKIN und Behördenkram nehmen unsere Zeit in Anspruch, aber ein Ende ist abzusehen! Außerdem mußte sich Norbert noch einer kleinen OP unterziehen für die es keinen Aufschub gab, da es bis Neuseeland noch ca. 8 Monate sind. Abgesehen von der Hitze hier tagsüber ( nachts brauchte man eine Decke!), kann man es in diesen Yacht Club wirklich sehr gut aushalten: nette Menschen, die man in einem luftigem Gemeinschaftsraum treffen kann, einen sicheren Platz fürs Schiff, einen schattigen Arbeitsplatz zum Nähen, freier Internetzugang ( gut, weil es beim Pactor Schwierigkeiten gab!), super Duschen und gute Möglichkeiten nach Panama City zu kommen um Besorgungen zu machen! Leider sieht es so aus, als wenn der Club die längste Zeit existiert hat, da die Kanalgebühren in Kürze drastisch erhöht werden sollen! Schade!
Für Karfreitag haben wir nun einen Transittermin, nachdem der Admessure noch mal an Bord kommen mußte um alle Papiere noch einmal auszufüllen (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme?). Unsere Leinhänder sind geordert und Gerti von der GENESIS wird den Kameramann an der WEB CAM anrufen, damit man uns auch zu Hause in den Pazifik begleiten kann!
 
 Auch ich bin fleißig24.03.2002 
 Pedro Miguel 
 
Ich nähe ein neues Sonnensegel und ein Cover für das Großsegel. Außerdem bekommt unser neues Dingi einen Sonnenschutz. Wie auch schon in PortoSanto/Madeira und in Porto Mogan/Gran Canaria hinterlassen wir an einer Mauer unsere Spuren
 
 Durch die Gatun Schleuse05.02.2002 
 Panama 
 
 
 Letzter Logbucheintrag vor dem Pazifik04.02.2002 
 Panama 
 
Die letzte Logbucheintragung der HARLEKIN vor dem Pazifik: Montag 4.Feb. 2002, 6.OO Uhr LT Pünktlich kommt unser Panamakanal Adviser TONY an Bord. Kurz vorher hat Norbert unsere 4 Leinhänder Florian, Ruud, Wolfram und Ineke mit unserem Dingi in strömendem Regen abgeholt. Petrus scheint also seinen Segen dazuzugeben! Im Dunkeln geht es los zur ersten GATUN Schleuse. Vor uns ein riesiger Autotransporter mit den Ausmaßen der Schleuse: 300 m lang und 30 m breit. Kurz vor der Schleuse heißt es:“ Alles in Deckung gehen!“ Von beiden Seiten werden AFFENFÄUSTE an Deck geworfen, das sind Wurfleinen an die unsere vier 40 m langen Leinen mit einem großem Palstek befestigt werden. Diese werden von vier Leinhändern an Land auf die Poller gelegt. Langsam schließt sich das Tor zum Atlantik und die Schleuse füllt sich mit Süßwasser aus dem GATUNSEE. Wir haben Glück, daß wir allein mit dem großem PANMAX Frachter geschleust werden und so muß Norbert nur aufpassen, daß die HARLEKIN schön mittig bleibt und die Leinhänder an Bord gleichmäßig die Leinen einholen. Etwas kritisch wird es nur, als das Cargo schiff nicht nur durch die Lokomotiven, sondern auch mit eigener Kraft voraus in die nächste Schleuse fährt, denn das Schraubenwasser verursacht mächtige Strömung! Aber: Alles geht gut! Die Prozedur wiederholt sich drei mal, bis wir den GATUNSEE (26 m über Meeresspiegel) erreicht haben. Dort gibt es erst mal ein zünftiges Frühstück für die Crew. Der GATUNSEE ist ein idyllisches Binnenrevier inmitten tropischer Urwälder mit vielen kleinen Inseln. Leider haben wir aber keine Krokodile gesehen, die hier zuhause sind. Unter Motor und Segel hatten wir nun auch die Zeit die Fahrt zu genießen, bis eine von einem Tugboot verursachte riesige Welle durch die Luke von oben in unsere Koje einstieg. Zum Glück aber alles nur Süßwasser, -. no problem! Unser „schwer arbeitender Lotse“ verbrachte den Tag schlafend im Cockpit und gab nur vor und in den Schleusen seine Anweisungen. Wir aber hatten einen vergnüglichen Segeltag an Bord. Nachdem wir die PEDRO MIGUEL SCHLEUSE an einen Coastguard Schiff mühelos bergab geschleust und in der Marina festgemacht hatten, waren wir trotzdem geschafft und hatten unseren „Anleger“ in Form von kühlem Bier, wohlverdient. Dann zog die Crew mit Leinen und Autoreifen von dannen, zurück nach Colon um die nächsten Yachten für die Kanalfahrt vorzubereiten. Auch wir werden bei den anderen noch als Leinhänder mitgehen, bevor wir ins Flugzeug nach Hause steigen.
 
 Unsere Leinhänder03.02.2002 
 Panama 
 
 
 Überfahrt02.02.2002 
 Panama 
 
 
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Letzte Änderung:14.Apr.2004