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| IAORANA KURVA | 29.09.2002 |
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| Rapa Nui-EasterIsland-Isla de Pascua-Osterinsel | |
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RAPA NUI - Easter Island - Osterinsel - Isla de Pascua
26.-29.Sept.2002
IAORANA KURVA
das ist der polynesische Willkommensgruß mit dem schon Thor Heyerdahl bei
seiner Expedition vor fast 50 Jahren von den Osterinselbewohnern begrüßt wurde.
Auch wir wurden am Flughafen mit diesen Worten in Empfang genommen und nach
altem Brauch bekamen wir auch gleich eine Blütenkette umgehängt.
So einen Flughafen hätten wir hier übrigens auf der abgelegensten Insel der
Welt nicht erwartet: eine Landebahn, über 3 Km lang und glatt gebügelt wie ein
Laken zieht sich durch ein Tal von der West zur Ostküste der Insel. !986 wurde
sie von den Amerikanern für Notlandungen der Raumfähre Discovery ausgebaut.
Auch die CONCORDE hatte hier keine Probleme zu landen!
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| Im Südwesten | 28.09.2002 |
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| Rapa Nui-EasterIsland-Isla de Pascua-Osterinsel | |
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Kaum hatten wir uns in unserer Unterkunft häuslich eingerichtet,
wurden wir auch schon von unserem Reiseführer Hermann, einem Deutsch-Chilenen,
zu einer ersten Exkursion abgeholt. Entlang der Steilküste, die gespickt ist
mit Unterwasserfelsen und sich brechenden Wellen, ging es zu einigen Höhlen in
denen uralte Felszeichnungen zu finden waren. Meist Darstellungen von Vögeln,
die hier eine geschichtsträchtige Bedeutung haben. Den Atem verschlug es uns,
als wir an den Kraterrand eines schon vor 3 Millionen Jahren erloschenen
Vulkans kletterten. Ein riesiger Kratersee tat sich vor uns auf. Die Wolken und das
himmelsblau spiegelten sich, wie in einem überdimensionalen Spiegel, in dem
schilfbewachsenem Süßwassersee. Allerdings pfiff auch der Wind hier frisch um
die Ecken, so daß wir schnell unsere Fleecepullis übergezogen haben. Zur anderen
Seite blickte man auf die vorgelagerten kleinen Vogelinseln zu denen vor
einigen hundert Jahren zur Wahl des Vogelmannes die jungen Männer rüber
geschwommen sind um das erste Vogelei des Jahres zu ergattern. An dieser Stelle war auch
das Zeremoniendorf ORONGO gebaut mit über 50 Behausungen aus Lavagestein. Nur
durch winzigkleine Öffnungen gelangte man ins innere der Wohnstätten. Sicher
waren diese aber gemütlicher als die vielzähligen Höhlen, die auf dieser Insel
als Behausung aber auch als Zufluchtorte bei Kriegen dienten. Durch eine
dieser Höhlen sind wir mit Hermann nur mit einer Taschenlampe bewaffnet gestreift,
- eine ziemlich feuchte und matschige Angelegenheit! Da ist uns unsere
HARLEKIN als Behausung doch lieber! In diesen Höhlen aber befindet sich auch das
Trinkwasser, Regenwasser das durch die vielen Lavaschichten gefiltert wird. Wir
haben es probiert, - gute Qualität!
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| Moais | 27.09.2002 |
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| Rapa Nui-EasterIsland-Isla de Pascua-Osterinsel | |
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Am nächstem Tag kamen wir zu den eigentlichen Attraktionen der
Insel, den riesigen Steinfiguren, MOAIS genannt, von denen manche so groß sind wie
4 bis 7 stöckige Wohnhäuser! Ein Berg, der RANO RARAKU, wurde damals zu
einem Steinbruch umfunktioniert. Direkt aus dem Berg wurden die Moais mit
primitiven Werkzeugen gehauen. Bis heute weiß man noch nicht sicher, wie diese
tonnenschweren Figuren dann auch noch kilometerweit zu ihrem Bestimmungsort an die Küste transportiert worden sind. Dort wurden sie dann auf Altären mit dem Rücken
zum Meer und Blick auf das Dorf zum Gedenken an die verstorbenen Oberthäupter
der Stämme aufgerichtet. Während der Bürgerkriege und der ersten Anlandungen
der Seefahrer wurden alle Figuren umgeworfen. Viele erlitten dabei
Genickbruch. Erst seit den 60 er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden einige der
archäologisch interessanten Plätze restauriert und wieder aufgebaut. Am RANO RARAKU
aber sieht es aus, als hätten die Bildhauer von einer zu anderen Stunde ihre
Werkzeuge fallen gelassen, denn die Archäologen fanden überall die
liegengelassenen Werkzeuge und wir sahen etwa 150 Figuren in allen Stadien der Fertigung.
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| 4000 Pferde | 26.09.2002 |
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Der RANO RARAKU hat ebenfalls einen Süßwassersee an dessen Ufer sich Pferde tränkten. Kurioserweise gibt es auf der Insel ebensoviel Pferde wie Einwohner (knapp 4.000). Schon die Kinder lernen das Reiten wie das Laufen. Leider mußte wir auch erleben, wie ein besonders tollkühner 12 jähriger Einheimischer vom Pferd stürtzte und an seinen Kopfverletzungen verstarb. Das wurde bei der sonntäglichen Messe verkündet. Die schlichte, freundlich wirkende Kirche platzte beim Gottesdienst aus allen Nähten. Der polynesische Gesang in Begleitung von Ukulele und Gitarre ging unter die Haut und beim Friedensgruß, der ausgiebig durch Händeschütteln und Umarmungen ausgedrückt wurde, konnte ich einige Tränen der Rührung nicht unterdrücken. Der kath. Pfarrer in weißer Kutte und einer Blütenkette um den Hals war dann nachher noch vor der Kirche zu sehen um mit seinen „Schäflein“ persönlichen Kontakt zu haben. Noch lange standen die Menschen in Gruppen vor der Kirche.
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| Thor Heyerdahl | 25.09.2002 |
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| Rapa Nui-EasterIsland-Isla de Pascua-Osterinsel | |
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Holzschnitzereien sind ein Kunstgewerbe der Osterinsel. Auch wir wollten gern ein Erinnerungsstück von hier mitnehmen und fanden bei Rosita, einer alten Dame eine kunstvoll geschnitzte Obstschale mit Vogelmotiv. Da das Teil nicht gerade in eine Handtasche paßt, haben wir nun ein Problem mehr, wenn wir von Tahiti aus über Los Angeles Ende diesen Monats nach Hause fliegen wollen. Bevor wir am Abend aber wieder Richtung Tahiti abflogen, lud und Hermann noch einmal in seinen Van und wir fuhren mit ihm zum Strand von ANAKENA, wo Thor Heyerdahl 1956 sein Zeltlager aufgeschlagen hatte. An diesem schönen Platz konnten wir schwimmen, uns sonnen und unsere Gedanken noch mal schweifen lassen. Was haben wir in den 4 Tagen nicht alles gesehen und erfahren?
Die Tour zum NABEL DER WELT war wirklich eine Reise wert!
Wer neugierig georden ist, dem können wir das Buch
„AKU-AKU Das Geheimnis der Osterinsel“
von Thor Heyerdahl empfehlen. Wir haben das Glück, zur Zeit ein antiquarisches Exemplar von einer Nachbaryacht an Bord zu haben. Thors Schilderungen seiner Expedition werden für uns plastisch nachvollziehbar!
Weitere Infos findet Ihr unter:
http://www.bluewater.de/osterinsel.htm
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