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 St. Theresa auf OUA POU18.07.2002 
 
Auch auf Oua Pou feiert man das Fest der hl. Theresa. Heute ist sie mit dem Schiff hierher gebracht worden
 
 Felskathedralen17.07.2002 
 Oua Pou 
 
Gestern sind wir bei wechselnden Winden zur 25 sm entfernten Insel UA POU gesegelt, bzw. motort. Die Insel sah schon von weitem sehr imposant aus: wie Türme ragen einzelne Felsen in den Himmel. Wir liegen hier nun hinter einer Mole und wollen abwarten bis die Winde für uns günstig sind um zu den TUAMOTUS zu segeln!

Es kommt die Nachricht, daß die NOAA ein EL NINO Jahr bestätigt hat., was natürlich für einige Aufregung unter den Seglern sorgt!
Windpockes Ersatzteile sind noch nicht gekommen, angeblich noch nicht einmal unterwegs!

 
 Schon wieder ein Fest15.07.2002 
 Nuku Hiva 
 
Während der französische Nationalfeiertag gestern eher ruhig verlaufen ist, was wohl daran lag, daß der Bürgermeister der Insel vor kurzem mit dem Flugzeug abgestürzt ist, war heute schon sehr früh die ganze Inselbevölkerung auf den Beinen.
Schon kurz nach 7 Uhr, als ein rotes Schiff in Sicht kam, gab es Sirenenalarm .Am Hafen nahm die Bevölkerung einschl. des Pastors, den Schrein der hl. Theresa in Empfang und geleiteten ihn über die schön geschmückte Uferpromenade bis zur Inselkirche. Dort wurde dann ein Gottesdienst abgehalten, bei dem wunderschön auf polynesisch gesungen wurde!
 
 Kein Südseefeeling...12.07.2002 
 
Seit ca 36 Stunden regnet es in Strömen:

Novemberstimmung in der Südsee

Also machen wir es uns an Bord gemütlich: Lesen, Tagebuch, bzw. Logbuch schreiben, Fotos bearbeiten, Briefe schreiben........
Wolfram hat uns eine neue JVcomm Version aufgespielt und Norbert versucht es mal wieder mit Wetteraufzeichnungen. Einige Boote sind inzwischen unterwegs zu den TUAMOTUS. Sie haben zwar sonniges Wetter, aber den Wind auf die Nase, so daß sie die östlichen Inseln, wie Raroia und Makemo z.Z. nicht anlegen können. Wir wollten eigentlich noch abwarten, bis die Ersatzteile von der Windpocke kommen. Dann geht es noch nach UA POU und dann zu den TUAMOTUS. Hoffentlich dauert es nicht mehr zu lange!
 
 7.7.77 -7.7.200207.07.2002 
 
Heute war dann unser „großer Tag“:

25 Jahre

Wir hatten einen schönen Tag an Bord, zwischendurch sind wir zur Madonna an Land gefahren und haben eine Kerze angezündet. Zum Kaffee und Sundowner kamen dann ORION, WINDPOCKE, ISLAND XPRESS, KIA ORANA + FREEDOM FARGO. Es war ein schöner lustiger Abend bei Pizza, Rotwein, Rum + Bier.
 
 Unsere Silberhochzeitsgäste07.07.2002 
 
Martina von der WINDPOCKE hat uns eine Salami aus ihren Vorräten geschenkt und hat dazu gedichtet:

Es ist ne Wurst
es ist kein Ring
nicht ganz so alt, das lange Ding
ich Euch als Weg (ver) zehrung bring!

Seit 25 Jahr getraut
die Hoffnung wurde nie verbaut
auch ist das Leben nicht versaut

Die Höhen kommen,
die Tiefen geh`n
ach, ist das LEBEN NICHT SCÖN?

Da ich nun kein Dichter bin,
sitzen wir lieber auf der HARLEKIN
und trinken einen auf die ZWEI
der Rest, der ist heut einerlei!

Auf die nächsten 25 Jare
Eure Windpocken

Martina + Rene

 
 Wasserfälle und NONOS06.07.2002 
 
Heute haben wir eine schöne Wanderung zu einem Wasserfall gemacht, wobei der Weg dorthin eigentlich der schönste Teil war. Der Wasserfall, der mit 350 m Höhe beschrieben war, war eher enttäuschend! Es ging über Stock und Stein, vorbei an einigen Ruinen entlang eines reißenden Baches, den wir 2 x durchwaten mußten. Da diese Gegend allerdings für die besonders aggressiven NONOS bekannt ist, mußten wir lange Hemden, Hosen und Socken anziehen. Trotzdem hat es uns noch erwischt!
 
 Wasserläufe06.07.2002 
 
 
 Kulissenwechsel04.07.2002 
 Nuku Hiva/ Hakatea bay 
 
Wir wechseln den Ankerplatz und liegen nun in der Daniels Bay (Hakatea Bay), einer rundum geschlossenen Bucht westlich vom Hauptort TAIOHAE auf Nuku Hiva. Man fühlt sich wie auf einem Gebirgssee in den Alpen.
 
 Südseeschönheiten02.07.2002 
 
 
 HEIVA I TAHITI01.07.2002 
 
Gestern war hier das traditionelle polynesische Fest HEIVA I TAHITI mit sportlichen Wettkämpfen, einer Parade zu der auch ein Staatsoberhaupt eingeflogen wurde und Musik und Tanz. Schon Tage vorher wurde alles wunderschön geschmückt, leider fiel dasFest buchstäblich ins Wasser. Den ganzen Tag hat es fürchterlich gegossen und die Gruppen, die in einer langen Parade auf ihren Auftritt warteten, taten einem echt leid. Am besten hat mir der Gesang und die wunderschönen Blütenkränze gefallen.
Mit Norbert geht es so langsam bergauf!
 
 HEIVA I TAHITI01.07.2002 
 
 
 HEIVA I TAHITI01.07.2002 
 
 
 Nun sind wir offiziel in Polynesien29.06.2002 
 Nuku Hiva/Taiohae Bay 
 
Wir sind seit gestern auf der Hauptinsel NUKU HIVA und haben auch einklariert, d.h. uns bei der Gendarmerie gemeldet. Ein Schock: angeblich dürfen wir nur 2 Monate bleiben. Es soll neue Gesetze geben, und keiner weiß Bescheid. Da wir aber während der Hurrikansaison in French Polynesia bleiben wollen, müssen wir uns kümmern das zu klären.
Heute morgen waren wir schon um 5.00 T auf dem „Wochenmarkt“. Tomaten, einen Salatkopf und Bananen konnten wir erstehen. Alles ist überdurchschnittlich teuer:
1 KG Tomaten =3 US$
1 Salat = 1,50 US$
Bananen 15 Stück = 3 US$
Citrusfrüchte waren gar nicht vorhanden.
Norbert ist immer noch nicht fit. Zwischendurch vermuteten wir schon eine Allergie. Wenn es am Montag nicht besser ist, werden wir doch mal zum Arzt gehen.
 
 Bordalltag22.06.2002 
 
Norbert ist seit ein paar Tagen krank: Husten, Schnupfen, unwohlsein! Er kann nicht zum Tauchen mitgehen und keine Wartungsarbeiten erledigen, das nervt ihn!
Ich habe inzwischen neue Bezüge für die Faltstühle genäht, hoffentlich hält der Stoff nun besser! Als Nächstes kommen die Segelreparaturen dran!
 
 Südseelimonen20.06.2002 
 
Gerade waren wir an Land und haben Limonen gesammelt. Sie liegen in einer verlassenen Plantage unter den Bäumen und würden vergammeln, wenn keiner sie aufnimmt. Wir werden sie pressen und den Saft mit Aspirin haltbar machen. Als Erfrischungsgetränk oder mit Rumbeim „Sundowner“ eine willkommende Abwechslung zum Bier. Leider haben wir das einheimische Bier HINANO noch nicht kosten können, es soll gut und nicht so teuer sein!
Die kleinen Tante Emma Läden haben nur kurz nachdem der Versorgungsdampfer da war, ein einigermaßen gutes Warensortiment. Es gibt dann sogar Kortoffeln und Zwiebeln. Die meisten Produkte , wie Eier (12 St. = 6 US!!!) , Käse und Milchprodukte werden aus Neuseeland importiert.
 
 Schlaf lange...16.06.2002 
 Tahuata/Hane Moe Noa Bay 
 
Inzwischen sind wir eine Insel weiter gefahren. DieBaustelle, der schlechte Ankergrund und die nächtlichen Fallböen nervten nach einigen Tagen.
Miss Milla ist vor einigen Tagen das Dingi abgetrieben: nächtliche Suchaktion ohne Erfolg!
Cobras Anker schlierte und er rauschte in einen schwedischen Zweimaster
ORIONs Dingi schlug bei den heftigen Fallböen um und er hätte beinah den Außenborder versenkt.
Unsere Vertikalantenne knickte sogar ab, sodaß Norbert sie verstärken mußte.
Ein Gutes hatte unser ausharren allerdings: Dietrich von der ISLAND XPRESS nahm sich unseres Tuners an und konnte ihn durch Austausch einiger defekter Dioden reparieren. Alles hat eben 2 Seiten!

Noch bei Dunkelheit sind wir somit gestern in der früh angkerauf gegangen. Zum Glück klappte es einigermaßen mit Handunterstützung der elektrischen Winsch. Mit flotter Fahrt, nur unter Genua segelten wir zur 40 sm entfernten TAHUATA Insel. In der HANA MOE NOA Bay (bedeutet: schlaf lange!) liegen wir nun vor einem Palmenstrand auf 6 m Wassertiefe. Die Kulisse ist zwar nicht mehr so spektakulär, aber es ist ruhig hier und das türkisfarbene Wasser läd endlich mal zum Schwimmen ein!

Norbert ist zum Tauchen mitgefahren. Sein 3. Tauchgang hier in den Marquesas. Die Felsen, die hier so steil aufragen, fallen genauso steil ins Meer und es gibt viele bunte Fische, Scorpionsfische, Angelfische und dicke Muränen zu sehen!

 
 Thor Hyerdals Insel14.06.2002 
 AKU AKU ( Fatu Hiva) 
 
Eine Wanderung haben wir auch unternommen. Wir wollten zum Wasserfall. Doch irgendwie haben wir die richtige Abzweigung verpaßt und erst zum Schluß den richtigen Weg gefunden, alle anderen endeten irgendwie in einer Plantage.
Entschädigt wurden wir duch eine atemberaubende Aussicht auf die Bucht. Den Wasserfall haben wir dann aber nicht mehr gesehen! Ziemlich k.o. kamen wir an Bord zurück!
Für den letzten Tag haben wir dann noch mal 3 Brote bei der Bäckersfrau geordert, die uns inzwischen schon den Bootsnamen zuordnen konnte.
 
  polynesische Handwerkskunst13.06.2002 
 
Dann führt man uns zu einem TIKI Schnitzer, Tikis sind kleine geschnitzte Holzfiguren, typisch für die Südsee. Er fertigt ebenfalls TAPAS an, das sind Zeichnungen auf Maulberrbaumrinde. Mir hätte ein geschnitzter Rochen gut gefallen, 150 US find ich allerdings zu viel dafür! Bei unserem weiterem Zug durch die Gemeinde will man uns Früchte zum Tausch anbieten. 5 Orangen gegen ein neues T-Shirt lehnen wir aber ab. Andererseits schenkt man mir 2 Orangen und ein paar Limonen für ein paar Luftballons, die ich den Kindern geschenkt habe. Irgendwie haben wir das Gefühl, daß die Leute hier übersättigt sind. Zu viele Segler waren vor uns hier!
 
 Vorfreude auf frischesBrot...13.06.2002 
 
Unser erster Gang ist zur

boulangerie

, dem Bäcker der Insel. Brot gibt es aber nur auf Vorbestellung für den nächsten Tag und so können wir uns erst mal nur auf ein frisches, im Steinofen gebackenes Brot freuen.
 
 Erster Landgang12.06.2002 
 
Leider entspricht der Anblick der Baustelle am Ufer (man baut einen Wellenbrecher und einen Anleger) nicht gerade unseren Südseevorstellungen. Eine Betonstraße führt dann durchs Dorf. Rechts und links feste Häuser mit Gärten, in denen alles üppig wächst und blüht. Wir kommen an einer Kirche und Schule vorbei, darum ist auch kaum ein Kind auf der Straße zu sehen und uns empfängt eine dralle „Südseeschönheit“, die gern Pafüm, Nagellack oder Haarspangen von uns hätte. Vorsichtshalber schenkt sie uns schon mal ein paar Limonen. (Ich trau mich noch nicht so recht die Inselschönheiten zu fotografieren)
 
 Endlich angekommen...12.06.2002 
 
So langsam kommen wir zur Ruhe! Nachdem wir am Sonntag beim ersten Büchsenlicht erneute erfolglose Ankermanöver gefahren sind, hielt er zum Schluß, als wir schon fast zur nächsten Insel weiterfahren wollten. Nun liegen wir hier auf 40 m Wassertiefe, böenerprobt mit einem wunderbarem Panorama. Die Wetterlage hat sich beruhigt und wir haben auch schon einen ersten Landgang gemacht.
 
 Doch noch nicht richtig angekommen...09.06.2002 
 Fatu Hiva 
 
Die Sonne geht auf, wir haben 5.57 Uhr Localtime ( 15.27 Uhr UTC). Seit 2 Stunden halten wir Ankerwache bzw. wir haben den Anker hochgeholt und sind aus der Bucht gefahren, weil unser Anker bei Fallböen mit 30 Knoten Wind schlierte und die Situation außer Kontrolle geriet...
 
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Letzte Änderung:14.Apr.2004