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  Korfu/ Kassiopi26.06.2006 
  Korfu/ Kassiopi39°47,500N,019°55,400E 
 
Die Meerenge zwischen Korfu und Albanien ist an der engsten Stelle nur eine Seemeile breit. Während an Korfus Küste überall hübsche Häuser und Gartenanlagen zu sehen sind, ist an der gegenüberliegenden Seite nur "tote Hose"!

Es gibt hier oben unzählige Buchten zu ankern, wir machen einen Zwischenstopp in Kassiopi an der Nordküste. Während ich gerade mit Klaus DJ3CD auf der INTERMAR Frequenz funke um Wetterinfos für den Golf von Otranto zu bekommen, zieht im Dunst unverkennbar die ROYAL CLIPPER vorbei, auf der wir in den LOS ROQUES/Venezuela mal vom Kapitän zum Mittagessen und zu einer Besichtigung eingeladen wurden. Leider haben wir nur wenig Zeit, weil wir heute noch zur kleinen Insel OTHONOI im Nordwesten von KORFU wollen( von dort sind es bis Italiens Stiefelferse nur noch etwa 50 sm)! So bleibt es leider bei einem Kurzbesuch an Land und dem Einkauf von frischen Lebensmitteln.

 
 Das Sprungbrett nach Italien....26.06.2006 
 Othoni39°50,400N,019°24,160E 
 
In OTHONI , dem Sprungbrett für Italien liegen wir in internationaler Runde, während Fallböen von den Bergen pfeifen: Schweiz, Österreich, Polen, Niederlande, Frankreich, Italien und Germany. Alle wollen morgen nach Westen........
 
 Unruhige Nacht25.06.2006 
 Paxoi nach Korfu 
 
Gestern haben wir uns doch noch in den Stadthafen von PAXOI verlegt, es sah so nett und gar nicht voll aus. Die neben uns liegende Chartercrew half uns sogar beim anlegen. Von einem Tankwagen konnten wir Wasser bunkern (200l für 5€).Nun brauchten wir nur noch was zu essen,- kein Problem bei den vielen Tavernen! Da wir ja mal wieder früh unterwegs waren, waren wir auch schon wieder müde, als das Leben hier in der Stadt erst anfing. Für uns wurde es eine lange unruhige Nacht, denn die Dorfjugend hatte nichts besseres zu tun als bis in die frühen Morgenstunden mit ihren Motorrädern (natürlich frisiert und meist ohne Auspuff) am Stadtkai von Disko zu Disco zu brausen........ Beim ersten Büchsenlicht legen wir wieder ab, Ziel ist Korfu. Wie jeden Morgen spiegelglattes Wasser, kein Windhauch, dunstig. Wie Geisterschiffe begegnen uns andere Segler, Fischerboote, Wassertaxis, Fähren und Motorboote. Letztere schaukeln uns durch den Wellenschlag den sie verursachen ganz schön durch......
 
 please_modify25.06.2006 
 Korfu Stadt 
 
Schon gegen Mittag kommen wir in Korfu an und ankern unterhalb der alten Burg. Norbert hat keine Lust an Land zu gehen. Er setzt mich ab und ich streife allein durch die engen Gassen der Altstadt.
Am Abend gibt es am Ankerplatz ein Mix von Musik aller Richtungen: Folklore, Oldies, Rock und Pop.....immer noch besser als Motorradgeknatter
 
 Paxoi24.06.2006 
 Paxoi39°12,060N,020°11,550E 
 
Zwischen der Insel LEVKAS und dem Festland gibt es einen Kanal. Durch eine Brücke ist beides miteinander verbunden. Für durchfahrende Schiffe wird diese Brücke stündlich geöffnet (7.00 - 22.00 Uhr). Wir sind natürlich wieder die ersten, die durchwollen. 7 Stunden später erreichen wir nach 34 sm einen Ankerplatz vor der Insel PAXOI. Glasklares 26° warmes Wasser läd zum Schwimmen ein,- herrlich! Auf einmal ein lautes Dröhnen........Wir glauben unseren Augen nicht zu trauen: ein Wasserflugzeug landet keine 100 m weit von unserem Ankerplatz entfernt und läuft hinter einem Segelboot in den Hafen ein...
 
 Neugierde auf beiden Seiten...24.06.2006 
 Paxoi39°12,060N,020°11,550E 
 
Der Hafen von PAXOI/ Gaios ist geschützt durch zwei vorgelagerte Inseln. Auf einer steht ein Leuchtturm mit einer kleinen Kirche. Wir sind neugierig und wollen uns das mal anschauen. Als wir anlanden sind auch noch andere neugierig, wer da wohl kommt......
 
 Eindrücke in LEVKAS23.06.2006 
 LEVKAS38°49,960N,020°42,700E 
 
Die alte Stadt Levkas wurde 1953 durch ein schweres Erdbeben zerstört. Die neue Stadt ist ganz anders als andere griechische Orte. Für den Wiederaufbau wurde viel Wellblech verwendet, ähnlich wie in der Karibik. Wir gesellen uns zu den wenigen Ankerliegern vor der Stadt und erkunden per Dinghi die neue Marina., aber es gibt kaum private Yachten, geschweige denn Fahrtensegler. Die Marina ist zum größten Teil belegt mit Charteryachten, aller bekannten Yachtcharterfirmen. Wir erkundigen uns mal nach Liegeplatzpreisen. Die hauen uns fast um: 60 € pro Nacht oder 6000 Euro für einen Jahresliegeplatz! Nicht das Fahrtensegeln selber ist teuer, sondern das Hafenliegen des Schiffes, wenn man nicht an Bord ist! Zum Glück gibt es hier in Griechenland ausreichend Ankerplätze und Stadtkais, meistens kommt auch dort niemand zum Hafengeld kassieren und wenn, dann sind das nicht mehr als 5 € pro Nacht!
 
 MEGANISON - SKORPIOS23.06.2006 
 MEGANISON - SKORPIOS 
 
Auf dem weiterem Weg Richtung Norden kommen wir bei MEGANISON an einer großen Grotte vorbei, in der sich im 2. Weltkrieg U-Boote versteckt haben sollen. Bei der berühmten Insel SKORPIOS, die sich im Privatbesitz der Familie Onassis befindet machen wir ein Mittagspäuschen.......
 
 Zigeuner22.06.2006 
 Insel KASTOS/ Ionisches Meer38°34,250N,020°54,900E 
 
Nach 38 sm unter Motor laufen wir in eine schöne Bucht in der Nähe von ASTAKOS an der Festlandsküste ein. Am Strand stehen Wohnwagen und Zelte. Wir wundern uns, - ein Campingplatz? Ein Blick durchs Fernglas sagt alles: Zigeuner! Die noch im Handbuch als idyllisch beschriebene Bucht ist inzwischen durch eine asphaltierte Straße zu erreichen, - wohl ideal für die Nomaden! Der Strand liegt voller Müll, auch das Wasser läd nicht gerade zum baden ein! Nach und nach verkrümmeln sich auch die anderen 3 Yachten, die bei unserer Ankunft hier ankerten..........allein bleiben wollen wir heut Nacht auch nicht, also gehen wir nochmal ankerauf und motoren zur nächsten Insel KASTOS. Dort finden wir einen schönen Platz vor dem kleinem Ort.
 
 Alte Höhlenkirche21.06.2006 
 KRYONERI/Golf von Patras38°20,400N,021°35,520E 
 
Unser nächster Ankerplatz liegt unterhalb eines steil aufragenden Berges. Auf dem Weg dorthin sehen wir hoch oben in der Felswand eine Höhle. Die müssen wir natürlich erkunden. Ein Einheimischer sagt uns: "It is a very, very old church!"
 
 Burghafen21.06.2006 
 Navpaktos 
 
Der ungewöhnlichste Hafen, den wir je gesehen haben ist wohl der von NAVPAKTOS. Er ist umgeben von mittelalterlichen Burgmauern. Wir fahren einmal kurz hinein, könnten sogar einen der weinigen Plätze belegen........angesichts der Enge und da wir nicht lange bleiben wollen, bevorzugen wir es aber draußen zu ankern.......
 
 Neue Brücke21.06.2006 
 Brücke RIO - ANTIRIO 
 
Seit einigen Jahren gibt es an der Meerenge zwischen dem Golf von Korinth und dem Golf von Patras eine neue Brücke, die das Festland mit dem Pelopones verbindet. Obwohl natürlich hoch genug, gibts beim drunterherfahren ein mulmiges Gefühl in der Magengegend! Der Fährverkehr wurde trotzdem noch nicht eingestellt, sodaß man beim passieren der Meerenge auch noch darauf achgeben muß!
 
 Interessante Nachbarschaft...20.06.2006 
 GALAXEIDI/Golf v. Korinth38°22,800N,022°23,300E 
 
Habt Ihr sowas schon mal gesehen? Am Ankerplatz liegt neben uns ein riesiges Motorboot mit einem eigenem Hubschrauber als Fortbewegungsmittel
 
 Mißbrauch eines Hafens20.06.2006 
 Insel TRIZIONA38°22,150N,022°04,480E 
 
Im nördlichen Teil des Golfes v. Korinth gibt es eine hübsche kleine Insel mit einem geschütztem Naturhafen: TRIZIONA. Vor Jahren hat dort mal jemand angefangen eine Marina zu bauen, die aber nie richtig fertiggestellt wurde und für die es keinen Betreiber gibt. Schnell spricht sich das bei den Yachties rum. Das Baromater ist stark gefallen und auch wir machen uns auf dem Weg dorthin. Am Betonsteg ist noch Platz für die Harlekin, wir können sogar "längsseits" festmachen! Das Liegen ist tatsächlich kostenlos, aber leider wird das mißbraucht: an den meisten Stegen liegen kaputte oder abgesoffene Schiffe, die wohl seit Jahren niemand mehr betreten hat! Ein Schiffsfriedhof! Wenn das so weiter geht, gibt es bald keinen Platz mehr für durchreisende Yachten. Der Wind frischt am Abend ordentlich auf und wir sind froh keine Ankerwache machen zu müssen....lieber gehen wir am kleinem Fischerhafen essen....
 
 Kanaltauglich19.06.2006 
 Kanal von KORINTH37°56,000N,022°59,000E 
 
Unsere HARLEKIN hat schon viele Kanäle der Welt befahren:

- 1995/96 einige holländische und die westdeutschen Kanäle bis zur Ostsee
- 1996 den Götakanal + Trollhättekanal von Ost nach West in Schweden
- 2002 den Panamakanal
- 2004 den Suezkanal
Ein weltberühmter Kanal fehlt noch im Logbuch: der KANAL von KORINTH!

1882 wurde dieser zuerst von einer französischen Gesellschaft begonnen und später von den Griechen im Jahr 1893 beendet. Er ist 6,3 KM lang und 25 m breit. Der maximale Tiefgang darf 7m betragen! Das Kalksteinmassiv ragt 76 m hoch über dem Meeresspiegel auf! Gigantisch! Auf jeden Fall waren das hier die teuersten Kanalkilometer auf Harlekins Reise: 141 € kostet zur Zeit die einfache Durchfahrt für ein 11,30 m langes Segelboot!

 
 Infos für die Kanalpassage19.06.2006 
 Ostseite Korinthkanal37°54,900N,023°00,500E 
 
An der Ägäisseite des Kanals ist die Zahlstelle für die Gebühren der Kanaldurchfahrt. Man macht dort vor dem Kontrollturm längsseits fest. Achtung, Fender hoch genug anbringen, da am Kai nur im oberen Bereich Kunstoffpolster angebracht sind! In der unteren Etage des Kontrollturms ist das Büro des Corinth Canal Management. Man will weder Transitlog noch Ausweise sehen, nur die Bootspapiere, außerdem muß ein Formular ausgefüllt werden. Alles ganz easy! Nachdem die Gebühren berechnet und bezahlt worden sind (in bar oder per Kreditkarte) wird man darauf hingewiesen, darauf zu achten, wann die blaue Flagge gehißt wird. Erst dann dürfen wir ablegen und in den Kanal einfahren. In der Zwischenzeit kann man vom Tankwagen noch preiswert Diesel bunkern oder sich in Kanistern frisches Wasser holen. Achtung: In den Ferien, an Sonn und Feiertagen und nachts werden angeblich höhere Gebühren berechnet!
 
 Wo findet man einen Fahrtensegler?17.06.2006 
 Insel POROS37°30,000N,023°26,700E 
 
Erstes Ziel ist die Insel POROS. Auch hier waren wir damals schon mal mit der DAYDREAM + JOLLY SWAGMAN. Man kann hier ebenfalls wieder an der Stadtpromenade, wie schon mal beschrieben, festmachen, - man kann aber auch auf einem Flach vor der Stadt ankern! Interessanterweise treffen wir hier am Ankerplatz auf andere Fahrtensegler: es wehen die kanadische, australische und amerikanische Flaggen! Die Amiflagge gehört zur SOJOURNER, die wir zum ersten mal 2001 in der Karibik und dann später wieder in Phuket und auf den Malediven getroffen haben. Beim gemeinsamen Sunwowner schwelgen wir in Erinnerungen.....
 
 Snowgoose trifft Snowgoose17.06.2006 
 Insel POROS37°30,000N,023°26,700E 
 
Schon von weitem erkennen wir, daß im Hafen eine SNOWGOOSE liegt! Schiffe gleichen Typs interessieren uns immer und so düsen wir mit unserem Dinghi mal dorthin! Der britische Eigner der FOOTLOOSE ist an Bord und zeigt uns seine "Sommerresidenz"! Er erzählt uns stolz, daß er dieses Schiff vor 12 Jahren als Kit gekauft hat und selber zusammengebaut hat!
 
 Wie geht es weiter?16.06.2006 
 Porto Heli 
 
Ein Kostenvoranschlag liegt nun vor, den wir an die Versicherung weitergeben. 5 - 6 Wochen haben wir nun noch Zeit, die wir natürlich nicht nur herumdaddeln wollen! Könnten wir doch wenigstens unsere Weltumsegelung abschließen..........

Warum eigentlich nicht? Das Schiff ist nach wie vor seetüchtig, Norbert hat die Bugspitze ausgeschäumt und mit Panzerband abgedichtet und auch den Antrieb wieder provisorisch fahrtüchtig gemacht. Wir brauchen immer irgendwie ein Ziel! Das Rigg haben wir mit einem Bootsbauer gescheckt, es sieht o.k. aus! Circa 300 Seemeilen trennen uns noch von unserem Ziel (18° 30`East) an der italienischen Stiefelferse! Eine Fahrt durch den Kanal von Korinth, entlang der ionischen Inseln mit einem Abstecher nach Italien und dann rund PELEPONES, alles Küstenfahrten, -das müßte doch zu schaffen sein! Wetter bekommen wir von INTERMAR, immer aktuell! Die Crews der ATLANTIS + ENOLA sind revierkundig und geben uns viele gute Tipps für diese Strecke! Da wir im Moment eh nichts weiter machen können, wollen wir morgen früh starten! Leider heißt das aber auch mal wieder: Abschied nehmen von neu gewonnenen Freunden.....

 
 Ausflug nach ERMIONI15.06.2006 
 Porto Heli 
 
Auch hier dauert eben alles seine Zeit und so nehmen wir das Angebot der Crew des Kats ATLANTIS gerne an und machen einen Ausflug per Auto nach ERMIONI. Dort findet jeden Donnerstag ein bunter Markt statt. Am Hafen selber stinkt es fürchterlich nach Abwasser, man kann aber einen schönen Spaziergang um die Landzunge machen und auf der anderen Seite in luftiger Höhe in einem nettem Lokal essen gehen. Auf dem Rückweg schauen wir uns noch den Fischerhafen von KOILADHIA an. Auch dort gibt es eine Werft (große Holzfischerboote) und eine Möglichkeit sein Schiff an Land zu lassen. Ein riesiger Travellift nimmt dort selbst Megayachten aus dem Wasser. Eine weitere Möglichkeit, evt. für ein Winterlager, denn im Wasser gibt es keinen Platz, da die Bucht sehr seicht ist! Dann kommen wir noch bei LIDL vorbei und ich bin froh, daß ich die nun gebunkerten Flaschen Trinkwasser, Orangensaft und Milch nicht mehr schleppen muß!
 
 Porto Heli14.06.2006 
 Porto Heli 
 
Christian ist seit 1. Juni der neue Inhaber von "Franks Yachtstation" und will den Traditionsbetrieb auf alt bewährte Weise weiterführen. Frank will, nachdem er über 16 Jahre an seinem Katamaran ENOLA gebaut hat, nun endlich auch auf Weltumsegelung gehen. Wir bitten Christian, sich den Schaden doch mal anzuschauen und uns einen Kostenvoranschlag für die Reparaturarbeiten zu geben.
 
 Porto Heli13.06.2006 
 Porto Heli37°19,420N,023°09,070E 
 
Seit fast 20 Jahren gibt es hier "Franks Yachtstation", ein Yachtservice Betrieb unter deutscher Leitung, die auch qualifizierte Reparaturen ausführen können. Leider ist heute in Griechenland Feiertag, und so kommen wir heute nicht weiter! Wir treffen andere Katamaransegler, verabreden uns spontan in einem Restaurant an Land und werden von unserem Problem abgelenkt.
 
 Auf der Suche nach einem Platz fuer die Reparatur...12.06.2006 
 Porto Heli37°19,420N,023°09,070E 
 
Etwa 20 sm weiter westlich an der Ostseite des PELEPONES gibt es einen großen geschützten Naturhafen. Hier in PORTO HELI haben schon vor mehr als 10 Jahren unsere Schwesternschiffe JOLLY SWAGMAN und die DAYDREAM überwintert! Wir wollen mal checken, ob das nicht ein Platz für unsere Reparatur wäre!
 
 Sensationelle Reparatur!11.06.2006 
 KEA nach HYDRA 
 
Wir sind weiter auf dem Weg nach Westen! Da wir damit gerechnet haben, wieder segeln zu können, haben wir unser Sonnendach nicht über das Cockpit gespannt, sodaß bei Westkurs die Sonne morgens ins Cockpit scheint! Mit einem mal schlagen die Segel, hat der Wind gedreht? Nein, das ist nicht die Ursache, - viel schlimmer, unser Autopilot zeigt nichts mehr an, noch nicht mal eine Fehlermeldung! Das Display ist leer, während die anderen Geräte weiter ihren Dienst tun! Das AUTOHELM Gerät ist noch keine 2 Jahre alt , hat zwar noch Garantie, aber was nutzt uns das hier? Norbert überprüft die Kabelverbindung, das ist nicht die Ursache! Er baut das Gerät aus, es ist ziemlich heiß! Er legt es für einige Minuten in die Kühlbox und schließt es dann wieder an, und , siehe da: es funktioniert wieder!
 
 Achtung....11.06.2006 
 HYDRA00°00,000N,000°00,000E 
 
Auf dem Weg nach Westen kreuzen wir den Kurse der Großschiffahrt von und nach ATHEN. Noch aufmerksamer wie sonst beobachten wir die Frachter und Fähren, aber alle machen zum Glück rechtzetig deutlich wie sie uns passieren!
 
 Ein stetes Kommen und Gehen...11.06.2006 
 HYDRA37°21,000N,023°27,980E 
 
Vor der Ostküste des PELEPONES liegt die kleine schroffe Insel HYDRA mit einem maleischem Naturhafen. Vor mehr als 10 Jahren waren wir an Bord des Schwesternschiffes DAYDREAM schon mal dort. 47 sm haben wir schon geschafft, das reicht für heute! Gern würden wir dort einen Stopp einlegen. Als wir in den Hafen einlaufen wollen, kommt auch gerade eine der vielen Fähren hier an und jede Menge kleiner Taxiboote. Fast kriege ich Panik und will wieder weg! Doch da legt gerade ein großes Motorbood ab! Prima, der Platz reicht für unsere HARLEKIN! Endlich in der Lücke festgemacht (natürlich wieder mit dem Heck zur Pier!) finden wir dennoch keine Ruhe: immer mehr Yachten kommen und bald liegen alle im 2er oder 3er Päckchen! Unverschämterweise will der Skipper einer etwa 4,5 m Charteryacht in die knapp 3m breite Lücke neben uns, mit dem Argument, wir wären nun eben in Griechenland und hier wäre das so üblich, außerdem wären sie schließlich 10 Personen an Bord und wir nur zwei! Das Boot wechselte in Laufe des nachmittags noch mehrmals den Liegeplatz, weil der Skipper überall Ärger bekam......
 
 Steifzug durch die Gassen von11.06.2006 
 HYDRA 
 
 
 Ein Ankerplatz nach unserem Geschmack10.06.2006 
 Insel KEA 
 
Im Suedosten der Insel KEA gibt es einen schoenen Ankerplatz unterhalb der Ruinen einer alten Tempelanlage. Hier bleiben wir und verbringen eine ruhige Nacht...
 
 Es muß ja weiter gehen....08.06.2006 
 MYKONOS nach SYROS 
 
Gern hätte ich mir MYKONOS noch angeschaut, doch die Wetterlage ist heute ruhig und nachdem wir den Backbodbug provisorisch mit einem Kissen und Panzerband abgedichtet haben (das Loch ist etwa 1 m über der Wasserlinie) machen wir uns auf dem Weg nach SYROS. Die alte Stadt Ermopolis mit ihren alten weiß getünchten Häusern und den Kirchen mit blauen Kuppeln ist schon von weitem gut zu sehen. Da das Vorstag bei einem Katamaran nicht vorn m Bug befestigt ist, und nicht auch noch beschädigt wurde, können wir heute sogar wieder segeln!
 
 Hafenmanöver im Mittermeer08.06.2006 
 SYROS37°26,400N,024°56,600E 
 
SYROS ist Zentrum der KYKLADEN und hat einen riesigen Hafen. Fast stündlich wird er von vielen Fähren angelaufen, die rücksichtslos Schwell im ganzen Hafenbereich verursachen. Leider gibt es keinen Platz (auch vor dem Hafen nicht!) um frei zu ankern, was uns am angenehmsten ist! Also müssen wir wohl auch an die Pier! Man geht hier nicht längseits, sondern mit dem Heck zur Pier und wirft vorher im Hafenbecken den Anker aus! Wir haben dabei aber ein Problem, da wir am Heck unser Davids mit dem Beiboot haben.!Zwar besitzen wir eine Gangway, doch die haben wir natürlich aus Gewichts und Platzgründen nicht mit um die Welt geschleppt! Sie liegt daher verstaubt zuhause auf dem Dachboden! Das nächste Problem ist, wie wir sobald wir Europa wieder erreicht haben beobachtet haben, sich kein Segler mehr um den anderen schert und auch vorübergehende Passanten nur groß gucken, ohne mal auf die Idee zu kommen eine Leine anzunehmen! Das kennen wir so nicht! Weltweit hat immer jeder jeden beim Anlegemanöver geholfen! Unzählige Male ist Norbert sogar spontan mit dem Beiboot los und hat geholfen! Liegt es an der europäischen Mentalitat, oder daran, daß hier immer mehr Charteryachtern und große Yachten mit Crew herumfahren? Mir kommen jedenfalls fast die Tränen vor Wut, als ich im heruntergelassenem Dingi rumturne um irgendwie eine Leine über den Poller zu kriegen! Der Schwell der Fähren macht den Aufenthalt auch nicht unbedingt angenehm, die Yachten rucken in den Leinen ,tanzen auf und ab und lassen Gangway verrutschen. Gerade ist ein Crewmitglied einer Nachbaryacht davon ins Hafenbecken gestürzt....
 
 Fahrtensegeln (Leben) ist das, was einem passiert, während man eifrig dabei ist andere Pläne zu schm07.06.2006 
 MYKONOS37°25,200N,025°19,300E 
 
Wir sind nun seit 2 Wochen wieder auf der Harlekin und haben inzwischen die griechische Ägäis erreicht. Wir machen Tagestörns von Insel zu Inse lheute wollten wir von NAXOS nach MYKONOS! Diese Fahrt stand für uns nicht unter einem gutem Stern! Was schon wieder passiert ist?
Also, - knapp 1 sm vor der Küste kreuzte uns ein Küstenmotorfrachter von Backbord kommend in sehr schneller Fahrt, ohne die Ausweichregeln zu beachten. (Steuerbordbug vor Backbordbug) Der Kapitän sagte später, er habe uns auf dem Radar gesehen, dachte aber es sei o.k.! Als wir realisiert haben, daß er uns knapp vor dem Bug passieren wollte, versuchten wir noch mit einer Vollbremsung (Maschine rückwärts!) abzubremsen. Das Abbremsmanöver schlug leider fehl und auch ein Ausweichen war nicht mehr möglich! Wir können nur von Glück sagen, daß wir ihm dann in die Steuerbordseite gefahren sind und nicht er uns gerammt hat! Der Backbordbug ist zersplittert, der Steuerbordbug hat "nur" eine eingedrückte Nase (die HARLEKIN ist eben ein Elefant!) und beim Antrieb ist durch das schnelle Aufstoppen die Arretierung abgebrochen, die verhindern soll, daß der Antrieb beim rückwärtsfahren hochklappt! Für uns geht es also nun weiter nach dem Motto: Wir reparieren uns um die Welt! Unsere ursprünglichen Pläne nach Frankreich und dann über die Flüsse zurück nach Datteln zu fahren, müssen wir im Moment ändern. Wir wissen noch nicht, wo wir Harlekin reparieren können. Die http://harlekin.sailingsite wird Euch auf dem Laufendem halten!

Euch allen ein schönes sonniges Wochenende
(hier ist es momentan für griechische Verhältnisse kühl)

Ingrid + Norbert von der HARLEKIN

 
 Endlich...06.06.2006 
 LEROS nach DOUNOUSA/Kykladen 
 
.. ein Wind um mal Richtung Westen weiterzukommen! Zwar müssen wir die ersten Meilen gegenan motoren, dabei stampfen wir so heftig, daß wir fast schon wieder umgekehrt wären! Nördlich der Insel LEROS kommt der Wind dann tatsächlich, wie vorhergesagt nordwestlich mit 3 - 5 Beaufort! Zwar können wir den Norden von NAXOS nicht anlaufen, dafür erreichen wir aber schon am Nachmittag die kleine Insel DOUNOUSA mit einem geschütztem Ankerplatz, die auch schon zu den KYKLADEN gehört! Es bleibt Zeit zum lesen und ausruhen...
 
 Fischreichtum?05.06.2006 
 Leros 
 
Um diese Inseln herum soll des noch immer Fischreichtum geben. Tatsächlich ist der kleine Hafen, in dem auch Yachten festmachen dürfen, voll von Fischerbooten. Abends legen sie ihre Netze in der Bucht aus (Vorsicht Bojenketten!) und man sieht sie gemeinsam fischen. Vorwiegend fangen sie kleine Makrelen....
 
 Mit der Sonne....05.06.2006 
 Insel LEROS/ Panteli 
 
....... stehen wir morgens auf, um mit der morgendlichen Flaute unser nächstes Ziel anzuvisieren. Der Wind soll nächste Tage nach NW drehen und so macht es Sinn weiter Nord zu machen! Die kleine Insel LEROS nördlich von KOS ist unser Ziel. Gegen Mittag fällt dort unser Anker in der Bucht vor dem Ort PANTELI und so bleibt genügend Zeit auch mal die Wanderschuhe anzuziehen. Hoch oben über der Stadt gibt es eine Festung von der man herrliche Aussichten über die Insel hat!
 
 Eine fast unglaubliche Begegnung04.06.2006 
 Kos36°27,040N,028°13,660E 
 
Wie überall gehen wir mal in die Marina und gucken, ob wir irgendwelche bekannte Fahrtensegler treffen. In der Marina sind hauptsächlich Charterboote, wir kennen niemanden. Auf dem Hardstand gleich nebenan steht ein riesiger Travellift und unter anderem auch ein für uns riesiggroßer Katamaran unter dem gerade 2 Leute Siesta machen! Wir bedauern die Beiden, die hier am Unterwasserschiff in der Hitze arbeiten! Mit einem mal werden wir mit Namen angesprochen: "Ihr seid ja Ingrid + Norbert von der HARLEKIN!" Nun sind wir perplex, denn vor uns steht in Räuberzivil Marion von der ZWAANTJE. Mit der ZWAANTJE sind wir wochenlang in der Südsee zusammen gesegelt (Samoa + Fidschi). Marion hat, nachdem sie in Neuseeland die ZWAANTJE verlassen und 2 Tage naßkaltes Deutschland im Mai erlebt hat, kurzum einen Flug in die Türkei gebucht und auf dem Katamaran JONATHAN angeheuert! Einmal infiziert kann auch sie auf das Leben an Bord eines Segelschiffes in warmen Gegenden wohl nicht mehr verzichten! Rainer, der Skipper, hat diesen 18 m langen Kat selber gebaut und nimmt ab und an auch Chartergäste mit. Da wir uns viel zu erzählen haben, verabreden wir uns für den Abend in einer griechischen Taverne!
 
 Trotz EU04.06.2006 
 KOS Stadt/ Port of Entry 
 
Die östlichen griechischen Inseln, die DODEKANES liegen nahe an der türkischen Küste und man muß manchmal schon genau in die Karte gucken um herauszufinden, was griechisch und was türkisch ist. Über Funk bekommen wir von Klaus DJ3CD und Harald DJ2KHK Infos über aktuelle Einklarierungsformalitäten für Griechenland,- auf Rhodos hat man uns nicht speziel darauf hingewiesen und uns auch nicht kontrolliert . Die Infos aus alten TO Zeitschriften waren nicht mehr aktuell, da die Griechen sich immer wieder was Neues ausdenken, was manchmal auch gegen EU Richtlinen verstößt! Wieder ist Starkwind aus West angesagt uns so beißen wir in den sauren Apfel und segeln nordostwärts die Küste hoch nach Kos Stadt um korrekt ins Land einzureisen! Vor dem Hafen ankern wir, was sich als preiswerte Möglichkeit herausstellte, denn im Hafen selber zahlt man auch für nur 2 Stunden festmachen um einzuklarieren eine Gebühr! Aktuelle Prozedur für Privatyachten unter EU Flagge in KOS: Man geht mit seinen Ausweisen oder Pässen zur Paßkontrolle im Pavillon vorn links an der Hafeneinfahrt. Dort bekommt man eine Crewliste, mit der man dann zum Hafenamt geht (gegenüber am Hafen, zu erkennen an einem Gittermast auf dem Dach!). Dort wird dann ein PRIVATE PLEASURE MARITIME TRAFFIC DOKUMENT (kurz: Transit Log) ausgestellt, mit viel, viel Platz für Stempel! Theoretisch soll dort von jedem angelaufenem Hafen ein Einreise und ein Ausreisestempel hinein, erklärt man uns! Kosten hierfür knapp 30 €.. Für das erstmalige Einklarieren in Griechenland kommen noch mal 15 € hinzu und eine Gebühr für ? in Höhe von 88 Cent! Das Schreiben der 3 Quittungen erforderte die meiste Zeit! Ob das wirklich alles sein muß? Keine Ahnung,- auf jeden Fall haben wir jetzt was Offizielles an Bord!Ich habe nämlich keine Lust mich mit irgendwelchen griechischen Beamten auseinanderzusetzen
 
 Westliche Winde...03.06.2006 
 KOS/Ankerplatz Kamari36°44,120N,026°58,380E 
 
........... sind vorhergesagt und so bleibt uns nur die Chance max. nach Nordwesten zu segeln um weiterzukommen. Ziel ist der Ankerplatz beim Fischerhafen KAMARI im Süden von KOS (34 sm). Dort liegen wir wie in Abrahams Schoß hinter der Mole des kleinen Fischerhafens vor Anker. Der Hafen selber ist für Yachten nicht geeignet! Wir bedauern es jedoch, nicht noch einen Tag länger auf TILOS geblieben zu sein, dort hat es uns noch besser gefallen, weil weniger Tourismus und wesentlich ursprünglicher.
 
 Klares Wasser02.06.2006 
 Tilos 
 
Unglaublich klar ist das Wasser um die im Dornröschenschlaf gefallene Insel TILOS, gut 40 sm westlich von RHODOS. Man ankert vor einem Fischerdorf, und kann den Ankergrund noch auf viele Meter sehen! Das Dorf ist sehr malerisch und ansprechend, hat viele kleine Tavernen und Pensionen! Am Abend verabreden wir uns mit einer holländischen Crew und gehen gemeinsam Essen. Frank und Tini von der WILDCAT sind auf dem Weg nach Westen um auch die Erde zu umrunden! Sie haben viele Fragen, die wir ihnen natürlich gern beantworten....
 
 Diesel bunkern01.06.2006 
 Rhodos 
 
Hier sehen die aktuellen Dieselpreise schon etwas anders aus: 1 Euro pro Liter! Wir machen den Tank und alle Kanister wieder voll, haben nun ca 300 Liter an Bord,- das dürfte für 120 Stunden unter Motor reichen!
 
 Alles was das Herz begehrt...01.06.2006 
 Rhodos 
 
.....finden wir bei LIDL! Gleich nebenan ist aber auch ein EUROSPAR und ein CHAMPION! An der südlichen Stadtgrenze etwa 2,5 sm vom Mandraki Hafen entfernt, gibt es einen Hafen, der bei den Seglern auch Lidl Hafen genannt wir, weil nur etwa 500 m enfernt von den Supermärkten liegt! Man empfiehlt uns aber nicht allein dort mit dem Schiff hinzugehen, da sich rundherum Zigeuner niedergelassen haben! Wir machen unsere Einkäufe per Motorroller!
 
 Europa hat uns wieder...31.05.2006 
 Rhodos36°27,040N,028°13,660E 
 
....und bis zum Überschreiten des 18. Längengrades sind es nur noch 10 Längengrade, auf dieser nördlichen Breite entspricht das etwa 420 nautische Meilen. Für eine Weltumrundung (siehe auch Wikipedia Internet Lexikon) muß man 2 mal den gleichen Längengrad und dabei auch den Äquator überschritten haben! Für uns bedeutet das: 1996 haben wir 18° östlicher Länge bei Stockholm überschritten und nun würden wir diesen Längengrad etwa an der italienischen Stiefelferse wieder überschreiten. Wir kommen also so langsam der Vollendung unserer Weltumsegelung entgegen! Unser erster europäischer Hafen ist der antike Hafen Mandraki, über deren Einfahrt einst der Koloß von Rhodos, eins der 7 Weltwunder gestanden haben soll. Die Festungsmauern der Altstadt sind schon von weitem her zu sehen.Wir finden einen Liegeplatz mit Blick auf die alte Stadt.
 
 please_modify30.11.1999 
 
 
 please_modify30.11.1999 
 
 
 please_modify30.11.1999 
 
 
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Letzte Änderung:14.Apr.2004