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 Letzter Ankerplatz...16.07.2004 
 Mount Adolphus Island10°38,590S,142°38,730E 
 
... vor der Kapumrundung, -morgen umrunden wir das Cape York!
Ab Lizard Island, wo wir vor einer Woche aus gestartet sind, sind wir nochmals rund 370 Seemeilen gesegelt! Für die Fahrtensegeler, die auch in Tagestörns diesen Küstenabschnitt machen wollen hier die Positionen unserer Ankerplätze (alles ohne Gewähr!):
- etwa 75 sm bis Cap Melville/Bathurst Bay
14° 12,1 S 144°28,48 E
- 18 sm zur Stokes Bay/Flinders Group
14°09,18 S 144°14,2 E,
- 62 sm Morris Island 13°29,4 S 143°43,4 E
- 60 sm Portland Road 12°35,6 S 143°24,4 E
- 57 sm Shelburne Bay 11°53,78 S 143°05,59 E
- 71 sm Escape River 10°58,58 S 142°21,79 E
- 22 sm Adolphus Island 10°38,59 S 142°38,73 E
Der Leuchtturm am Cap liegt auf 10°40,9 S 142°32,0 E
 
 Fisch auf Bestellung12.07.2004 
 Portland Road 
 
So langsam gehen unsere Fleischvorräte aus der Kühlung zuneige! "Wir könnten ja mal wieder einen Fisch fangen!" Also: Angelhaken raus!
Schon nach einer halben Stunde beißt der erste an! Er kann jedoch fliehen, als die Leine kurz lose kommt! Und dann...................................:
"Da muß ein mächtiger Brocken dran sein, aber wir sind zu schnell!" Also: Genua rein.....in den Wind gehen...... Leine langsam reinholen.....der Fisch wird müde.....nach etwa 15 Minuten schwimmt er mit geöffnetem Maul an der Wasseroberfläche und läßt sich mühelos einholen! Diesesmal brauchen wir unser Gaff um ihn an Bord zu bekommen, er ist 1,40 lang und wir identifizieren ihn als graue Makrele! Kerstin bietet sich über Funk an ihn am Ankerplatz zu sezieren! Zum Glück liegen heute mehrere Yachten in der Bucht: 5 Crews werden satt!
 
 In großen Schritten...10.07.2004 
 to Cap York 
 
... von etwa 60 Meilen am Tag nähern wir uns nun dem norsdöstlichstem Zipfel von Australien. Der Wind weht beständig mit 20 - 25 Knoten aus südöstlichen Richtungen. Gute Ankerplätze werden hier zwar seltener, sind aber mit Hilfe eines Cruising Guides für dieses Revier zu finden! Eine Auflistung unserer Ankerplätze folgt! zu empfehlen: CRUISING THE CORAL COAST von ALan Lucas (75 AUS $) neueste Ausgabe z.Z : 8th Edition updated 2003
 
 urweltliche Begegnungen...09.07.2004 
 Lizard Island 
 
Bei unseren Spaziergängen laufen uns immer wieder große Eidechsen von etwa 1,50 m Länge über den Weg. Auch der Besatzung der ENDEAVOUR sind diese Tiere hier aufgefallen, wonach sie die Insel kurzerhand LIZARD ISLAND nannten.
Außerdem bevölkern riesige Heuschrecken von etwa 10 cm Länge die Büsche, ob sie wohl willkommen sind? Viele Bäume waren kahlgefressen!
Ein kleiner Flugplatz ermöglicht es gut betuchten Urlaubern fernab von der Zivilisation in einem Luxusresort die Ferien zu verbringen,-mit einem Permit kann man aber auch für wenige Dollar auf einem Campingplatz übernachten! Auf der Lagunenseite der Insel gibt es eine Forschungsstation in der Wissenschaftler aus aller Welt das Leben am Riff erforschen! Für uns Segler ist der gut geschützte Ankerplatz in der Watson Bay mal wieder eine Gelegenheit ein paar Tage zu relaxen bevor es weiter geht zum Endspurt nach Kap YORK.
 
 HAPPY BIRTHDAY08.07.2004 
 Lizard Island 
 
Das jüngste Crewmitglied der MeNeVado wird heute 6 Jahre alt!
HAPPY BIRTHDAY Luca
 
 Cooks Lookout08.07.2004 
 
 
 Der Cook Lookout07.07.2004 
 Lizard Island14°39,700S,145°27,100E 
 
Ganz dicht reihen sich hier auf 15° Süd die Riffe aneinander und bilden eine dichte Kette! Wir können uns gut vorstellen, daß James Cook seine liebe Mühe hatte eine Lücke durch die Riffe zu finden. Er steuerte, wie auch wir, eine hohe Insel an um abermals Ausschau nach einer Passage zu halten.
Auch die MeNeVado Crew und wir packen hier unsere Rucksäcke und erklettern den steilen, aber gut markierten Weg zum 358 m hohem Gipfel. Belohnt werden wir mit einem fantastischem Ausblick: unter uns leuchtet die Lagune in allen türkistönen und im tiefblauem Meer kann man auch entferntere Riffe gut erkennen! Selbstverständlich haben wir uns auch ins "Gipfelbuch" eingetragen!
Auch unter Wasser enttäuscht uns das Riff nicht: es gibt viele Mördermuscheln, große und kleine Fische und intakte Korallen!
 
 100 Jahre später....05.07.2004 
 Cooktown 
 
........ wurde COOKTOWN abermals populär: man fand Gold in den Rivern und der Goldrausch begann! In wenigen Jahren landeten mehr als 35.000 Leute im Hafen von COOKTOWN. Aus dieser Zeit stammen auch noch die schönen, restaurierten alten Gebäude in den großzügig angelegten Straßen. Man fühlt sich ins 19. Jahrhundert versetzt, vor allem, wenn man die interessanten Australienromane von PATRICIA SHAW wie z.B. "Sonnenfeuer" oder "Feuerbucht" liest!
 
 Historischer Ankerplatz04.07.2004 
 Cooktown15°27,600S,145°14,800E 
 
Nur wenige Yachten können diesen für die Geschichte Australiens historisch so bedeutungsvollen Ort anlaufen: die Ansteuerung der ENDEAVOUR Mündung ist zwar auf 3 m bei Niedrigwasser ausgebaggert, Barren und Sandbänke geben jedoch tiefgehenden Yachten wenig Platz zum ankern! Für die HARLEKIN mal wieder mal kein Problem! Ebenso ein Glücksfall für James Cook, der hier seine ENDEAVOUR trockenfallen lassen konnte um sie für die weitere Reise wieder flott zu machen. Über 47 Tage hat er hier mit seiner Mannschaft zugebracht und hier auch die ersten Känguruhs entdeckt! Mehrmals stieg er auf einen Hügel um eine Passage zwischen den hier sehr dicht liegenden Riffen zu finden. Auf diesem Ausguck haben die Engländer mehr als 100 Jahre später (1885) einen in England gebauten und dann per Schiff nach Australien transportieren Leuchtturm aufgestellt. (Fotos folgen!)
 
 Historische Route03.07.2004 
 Hope Islands15°43,600S,145°27,360E 
 
Nun hat uns das schlechte Wetter doch noch erwischt! Auf dem Weg von den LOW ISLETS nach Norden können wir das CAP TRIBULATION nur am Radargerät ausmachen, so tief hängen die Wolken. Das CAP TRIBULATION hat James Cook so benannt, nachdem er mit seiner ENDEAVOUR in der Nähe auf ein Riff aufgelaufen ist. Dieses Riff, das wir ebenfalls nicht sehen können, erhielt den Namen ENDEAVOUR REEF. 1971 fanden Taucher dort den Anker , der, wie auch andere Lasten, über Bord geworfen wurde um das Schiff leichter zu machen! Wir finden einen sicheren, jedoch bei Hochwasser unruhigen Ankerplatz etwas nördlich bei den HOPE ISLANDS.
 
 Letzte Marina für die nächsten 1000 Meilen30.06.2004 
 Port Douglas16°29,100S,145°27,600E 
 
Es muß ja mal weiter gehen!
Bei wenig Wind "motorsegeln" wir nach PORT DOUGLAS, ein mondäner Badeort nördlich von CAIRNS mit einem gemütlichem und geschütztem Hafen (Die letzte Marina bis DARWIN). Dort lernen wir Hilu und Sigo kennen. Vor 11 Jahren sind sie nach Australien ausgewandert, haben mehrere Jahre spartanisch im Busch gelebt und in den letzten Jahren auf Segelbooten. Vor 3 Jahren haben sie sich einen Katamaran bauen lassen, der das "an Bord leben" für sie angenehmer machte. Leider lassen es die strengen Gesetze nicht zu, daß sie unbegrenzt hier bleiben können, darum wollen sie nun ihren Kat verkaufen und wieder für einige Jahre nach Deutschland ziehen!
Bis Frankfurt sind es von hier aus noch : 14.629 KM !!!!!
 
 Regenwetter29.06.2004 
 Cairns 
 
Heut sollte es eigentlich weitergehen, Richtung Port Douglas, doch wir werden von Regentropfen, die aufs Deck prasseln wach! Da klopft es an der Bordwand: Kerstin und Luca waren schon beim Schweizer Bäcker und haben frische Leckereien, wie Laugenbretzeln und Kuchen eingekauft! Gemeinsam genießen wir ein Frühstück auf der HARLEKIN und beschließen: Wir haben es nicht nötig bei so einem Wetter loszusegeln!
Aber: es sieht so aus, als wenn unsere neuen Fenster dicht sind! SUPER!!!
 
 Großbaustelle26.06.2004 
 Cairns 
 
Da haben wir uns wieder was eingebrockt: Großbaustelle auf der HARLEKIN. Wichtig ist nur, daß es nicht regnet,- drückt mal die Daumen!
Obwohl wir millimetergenaueSchablonen angefertigt haben, wird eine Scheibe fast 2 cm zu kurz geliefert. Ohne Probleme wird sie jedochmit dem richtigem Mass ausgetauscht!
Die erste Scheibe ist drin, - nun haben wir endlich wieder den richtigen Durch- bzw. Ausblick, wie man sieht!
 
 Vor 33 Jahren...25.06.2004 
 Cairns 
 
Inge und Wolfgang mit ihrem Boot STELLA MARIS sind inzwischen ebenfalls hier eingelaufen. Wir werden zum Sundowner eingeladen. Ebenfalls vorbei kommt ein älteres deutsches Ehepaar, das aber seit vielen Jahren in Neuseeland lebt und hier in Cains Urlaub macht. Sie haben den hölzernen Mast im Yachthafen gesehen und wollten sich mal das dazugehörige Schiff anschauen und wie das der Zufall so will: es ist IHRE alte STELLA MARIS, die sie vor 33 Jahren an Inge und Wolfgang verkauft haben! Alle vier hatten seidem keinen Kontakt mehr zueinander (schließlich gab es ja noch kein Email!) aber nun gab es viel zu erzählen!
 
 Die fliegenden Ärzte24.06.2004 
 Cairns 
 
Wie in allen größeren Städten, gibt es auch hier in CAINS eine Station der "fliegenden Ärzte! Wir besuchen das Infozentrum. Man erklärt uns, daß die Bewohner des OUTBACKS, die keine medizinische Versorgung in der Nähe haben, eine umfangreiche Medizinkiste besitzen, und zunächst mal über Funk und Telefon eine Ferndiagnose erhalten.
Im kleinem Museum gibt es eine Sammlung von medizinischen Geräten, die vor allem Kerstin interessieren! Ich finde die alte Funk- und Morsestation klasse und die Flieger natürlich die altertümliche Beechcraft.
 
 Bergdorf KURANDA23.06.2004 
 Cairns 
 
In Reiseführern und Prospekten haben wir von dem Dorf KURANDA gelesen, zu dem man mit einer historischen Eisenbahn bzw. einer Seilbahn hinfahren kann. Wir erkundigen uns hier danach, doch die Preise hauen uns fast um: etwa 300 Euro hätten wir mit 4 Erwachsenen und einem Kind (Harlekin + MeNeVado Crew) allein für diese Fahrt zahlen sollen. Wir fahren mit dme Austo rauf, es sind schließlich nur gut 25 Km. Zu besichtigen gibt es einen Wasserfall, Tierparks und mal wieder Andenkenbuden mit Didgeridoos, Bummerangs, T-Shirts usw......,
Neben internationalen Imbißständen, führt uns ein schon lange nicht mehr wahrgenommener Geruch doch tatsächlich zu einem Bratwurststand: wir langen ordentlich zu!
Wahrscheinlich wäre die Fahrt mit dem Zug hierher das "eigentliche Erlebnis" gewesen!
 
 Einkaufsparadies22.06.2004 
 Cairns 
 
Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit um Einkäufe zu erledigen, denn anscheinend bekommt man hier fast alles: Bernd findet eine neue Pumpe für seine Klimaanlage und wir sogar 10 mm Acrylglas und den richtigen SIKA Kleber dafür um endlich unsere undicht gewordenen Scheiben auszuwechseln. Es macht mal wieder so richtig Spaß in den Bootszubehör- und Outdoorläden zu stöbern!,
Wir sind das jedoch gar nicht mehr gewohnt und um uns zwischendurch mal auszuruhen probieren wir im GEO PICKERS mal die Stuehle aus!
 
 Touristenrummel21.06.2004 
 Cairns16°55,1 S,145°46,9E 
 
Inzwischen haben wir CAINS erreicht, eine 100.000 Einwohner Stadt in Nordqeensland mit internationalem Flughafen! Die Stadt liegt am Rande der mit Regenwald bedeckten TABLELANDS, an der Mündung des Mulgrave Rivers. Leider hat der Ort keinen Strand in Stadtnähe, dafür aber ein kostenlos zu benutzendes Schwimmbad.
Nach der Ruhe und Beschaulichkeit in den letzten Wochen für uns ein starker Kontrast: tausende von Touristen, hauptsächlich Asiaten, riesige Ausflugsschiffe, Einkaufs und "Freß"- Meilen und Andenkenläden wie wir sie so konzentriert noch nirgendwo gesehen haben!
Eigentlich nicht ganz so unser Ding! Wir wollen uns jedoch zusammen mit der Crew der MeNeVado ein Auto mieten um uns die Umgebung anzusehen.
 
 14 Grad19.06.2004 
 to Cairns 
 
Sind das etwa tropische Temperaturen? Gestern noch konnten wir im Bikini segeln, - heute habe ich warme Kleidung im "Zwiebellook" an! 14° C zeigte unser Thermometer heut morgen unter Deck an. Ein Südwind bringt die kalte Luft vom Südpol bis nach Nordaustralien, dabei lacht die Sonne vom strahlend blauem Himmel. Auch unser Handpeilkompaß mag die Kälte wohl nicht, wie man sieht!
 
 Die Schmetterlingsinsel17.06.2004 
 Dunk Island17°56,000S,146°08,000E 
 
Ein kleines Ferienparadies ist die Insel Dunk Island, die sich damit rühmt die größte Zahl der blauen Ulysses-Falter zu haben. Dieser Falter ist auch ein Symbol fuer QUEENSLAND geworden.
Wir wollen eine kleine Künstler Kolonie besuchen, ein schöner Wanderweg führt dorthin. Leider aber ist sie nur zwei mal in der Woche für wenige Stunden für Besucher geöffnet. Enttäuscht kehren wir zur Harlekin zurück.
 
 Es liegt was in der Luft...16.06.2004 
 Hinchinbrook Island 
 
Schon seit Tagen liegt irgendwie ein seltsamer Duft hier in der Luft! Heute finden wir des Rätsels Lösung: Der Geruch kommt von der Zuckerrohrindustrie. An der Einfahrt zum Hinchinbrookchannel, der die größte Insel an der Küste Queensland mit Bergen von über 1000 m vom Festland trennt, passieren wir die Verladepier einer Zuckerrohrmühle, 5,7 KM lang und damit wohl die längste Pier der Welt! Erst so weit draußen gibt es schiffbare Wassertiefen von über 10 m. Bei der Ansteuerung von Süden müssen wir über eine Barre, die das ganze Unternehmen spannend macht! Aber wir haben immer noch fast 3 m Wasser unter unseren Kielen! Mit einem Mono hätten wir uns nicht getraut und wir sind mal wieder froh einen Kat zu haben! Mit mehreren Zwischenstopps tuckern wir langsam durch ein Labyrinth von Wasserstraßen, das aber zum Glück gut betonnt ist und finden am Abend einen schönen Ankerplatz in den Mangroven mit Ausblick auf die hohen Berge. In der Nacht ist es hier so ruhig, daß sich die Sterne im Wasser spiegeln!
 
 Über Stock und Stein...14.06.2004 
  Magnetic Island 
 
Noch einmal fahren wir nach Magnetic Island um dort ein bischen zu wandern. Über Stock und Stein und manchen ausgespülten Asphaltwegen geht es von Bucht zu Bucht mit herrlichen Aussichten. Wir sehen sogar einen schlafenden Koala in freier Wildbahn! Nach 4 Stunden und etwa 14 Km sind wir im Süden der Insel angelangt und sind froh, daß uns ein Bus wieder zurück zur Horseshoe Bay bringt.
 
 Gefahren beim Baden12.06.2004 
 Townsville 
 
Da fragt man sich manchmal wirklich "Warum?" Da gibt es hier 2000 Km Küste mit den herrlichsten Stränden und kaum ein Mensch geht hier schwimmen! Schon auf Keppel Island sind uns Warnschilder aufgefallen auf denen vor einer gefährlichen Qualle gewarnt wird. Im Riffaquarium haben wir dann eine sehen können und mehr Informationen dazu bekommen: Die Würfelqualle hat einen bis zu 30 cm großen durchsichtigen quadratischen Körper, von dessen 4 Ecken je 15 Tentakel (bis 3 m lang) herabhängen. Kommt man mit ihr in Berührung kann es im schlimmsten Fall zu einer Atemlähmung oder zum Herzstillstand führen! Zwar sollen sie hauptsächlich im australischem Sommer bis etwa April hier vorkommen, aber wir wollen kein Risiko eingehen und besorgen uns dünne Schwimmanzüge. An den touristisch erschlossenen Stränden sind außerdem Quallennetze ausgelegt!
 
 Billabong Sanctuary10.06.2004 
 
Ich kann es nicht lassen und besuche mit den Gästen der MeNevado und Luca den Wildpark Billabong. Wieder einmal sehr beeindruckend für uns sind die Krokodile! Die Kinder waren sehr mutig und haben sich sogar eine Schlange umlegen lassen!
 
 Das Reef HQ09.06.2004 
 
Hier in Townsville gibt es das größte Riffaquarium der Erde. Gemeinsam schauen wir uns die Unterwasserwelt des Barrier Riffs an! Hier sehen wir auch endlich mal den Harlekin Fisch!
 
 Abwechslung08.06.2004 
 Townsville 
 
Die "MeNeVados" sind mit ihrer Crew schon mal nach TOWNSVILLE gesegelt und berichten begeistert vom Flair der Stadt. Die Marina ist in Stadtnähe, an der Waterfront gibt es einen schönen Park mit Picknickmglichkeiten und wir Frauen können mal wieder so richtig schön schoppen gehen!
 
 Magnetische Wirkung07.06.2004 
 to Magnetic Island 
 
Schon James Cook fühle sich von der Insel, die vor den Toren von TOWNSVILLE liegt, magnetisch angezogen. Irrtümlich nahm er an, daß magnetische Wirkung für den Ausfall seines Schiffskompasses verantwortlich war.
Wir finden hier in der Horseshoe Bay endlich mal wieder einen ruhigen Ankerplatz.
 
 Wo bleiben wir heut Nacht?06.06.2004 
 to to ???? 
 
Wind 20 - 25 Knoten, in Böen mehr, aber von achtern! Wir machen flotte Fahrt und freuen uns darauf in der nächsten Bucht (CAP BOWLING GREEN) am Festland vor Anker gehen zu können! Doch die Küste wird hier ganz flach, zu sehen sind nur ein Leuchtturm und ein paar Palmen, zusätzlich sind hier sehr geringe Wassertiefen, sodaß selbst wir mit weniger als 1 m Tiefgang weitab vom Ufer ankern müssten! Wir fahren ums Kap (fangen dabei noch eine Makrele) und müßten nun noch fast 3 sm gegenanbolzen um einen einigermaßen ruhigen Platz zu finden. Die HARLEKIN stampft in den Wellen und Wasser kommt über! Also Fehlanzeige, nichts mit ruhiger Teatime und Sundowner! Wir checken die Situation: das nächste Kap (Cap Cleveland) könnten wir noch bei Einbruch der Dunkelheit erreichen, dort geben zumindest Berge einen gewissen Schutz und wir können etwas näher ans Ufer! Wir drehen ab und schaffen es noch vor Dunkelheit. Die MeNeVado folgt uns. Hier liegen wir zwar auch nicht optimal aber immer noch besser als in der vorherigen Bucht!
 
 25.000 Seemeilen05.06.2004 
 to Cap Upstart 
 
Heute morgen zeigte unsere Logge 25.000 gesegelte Seemeilen an! Bei einem Erdumfang von 21.600 Seemeilen (40.000 Km) müßten wir schon längst in Datteln angekommen sein, doch wir geben mal weitere Wegepunkte in unseren GPS ein:
Bis Darwin sind es noch 1395 sm,
bis Bali 2344 sm,
bis Singapur 3253 sm,
bis Phuket 3768 sm,
bis Malediven 5300 sm,
bis Oman 6556 sm,
bis Suez 8441 sm,
und bis zum Mittelmeer 8522 Seemeilen!
Bis Datteln zeigt der GPS leider noch nichts an, da ueber 10.000!!! Demnach hat die HARLEKIN noch nicht mal mal dreiviertel der Reise hinter sich gebracht!
 
 Fototermin04.06.2004 
 to Cap Cloucester20°04,150S,148°26,390E 
 
Mit der MeNeVado ziehen wir weiter. Super Wetter! Super Bedingungen! Wir nutzen die Gelegenheit Fotos zu machen!
 
 Flick und Bastelstunde03.06.2004 
 Whitsunday Island 
 
Da sitze ich nun in einem Wust von buntem Gennackertuch, aber: die Nähmaschine an Bord erspart den Segelmacher und somit ZEIT + GELD! In drei Stunden ist alles erledigt! Norbert richtet unseren verbogenen Schaft des Bügelankers und repariert mal wieder die Elektrik der Ankerwinsch. Somt können wir unserer Liste der SCHÖNSTEN REPARATURANKERPLÄTZE DER WELT eine neue Position hinzufügen!
Auch die MeNeVado gesellt sich am Nachmittag samt Crew zu uns, ratet mal, was beim Sundowner Thema Nr. 1 ist?
 
 Die Pfingstsonntagsinseln02.06.2004 
 Whitsunday Island20°15,840S,148°56,430E 
 
Inwischen haben wir die WHITSUNDAYS erreicht und somit auch die MeNeVado wieder eingeholt. James Cook ist hier wohl Pfingstsonntag (Whitsunday) 1770 vorbeigesegelt und hat dieser Inselgruppe den Namen gegeben. Ihr seht, wir sind ihm auf der Spur auch wenn wir ein paar Tage nach Pfingsten hier ankommen!! Offiziel gehoeren diese 74 Inseln zu den CUMBERLAND INSELN und sind DAS Urlaubsparadies schlechthin: Urlaubsresorts, Nobelvillen, Charter + Tauchbasen, Fährverkehr, kleine Flugplätze aber alles ist Marinereservat und unterliegt strengsten Regelungen. In den Buchten drängeln sich abends die Ankerlieger, das Wasser ist leider trübe und so wollen wir hier nur unsere Reparaturen machen, uns etwas ausruhen und dann mit der MeNeVado weiterziehen!
 
 Der Juni fängt ja gut an...01.06.2004 
 Shaw Island20°30,300S,149°02,800E 
 
Wieder mal: Gennackerkurs! Noch hält unsere vor einem Jahr geflickte Naht! Wir machen flotte Fahrt, doch auf einmal ruft Norbert: " Sch......, komm mal schnell, der Gennacker ist gerissen! Wir müssen ihn runterholen!" SCHADE! Nur mit der Genua sind wir etwa 2 Knoten langsamer! Am Ankerplatz auf SHAW ISLAND vertreten wir uns die Beine, doch gerade noch blauer Himmel, kommt über dem Berg eine schwarze Wolkenwand! Wir schaffen es nicht mehr trocken zur HARLEKIN zurückzukommen. Wir nutzen den Regen für eine ausgiebige Freiluftsüßwasserdusche! Auch die Harlekin ist nun wieder salzfrei!
 
 4 sm am Ankerplatz31.05.2004 
  Digby Island to Scawfell Island20°51,790S,149°35,960E 
 
Innerhalb des Barrier Riffs liegen etwa 500 Inseln auf unserem Weg nach Norden. Manchmal sind es nur Felsen, die soeben aus dem Wasser ragen und manchmal auch Inselgruppen. Zur besseren Orientierung schalten wir manchmal unser Radargerät ein. Die letzte Nacht haben wir an einem Ankerplatz in der BEVERLY GROUP (Digby Island) verbracht. Wegen starker Fallböen und starker Tidenströmungen, ( der Tidenhub beträgt hier bei Springtide, die wir ja jetzt haben, etwa 6 m!) haben wir fast kein Auge zugetan! Man muß sich mal überlegen was da für Wassermassen hin und hergeschoben werden! Unser GPS Tageszähler zeigte heute morgen fast 4 Seemeilen an, die wir in der Nacht am Anker hin und hergetrieben sind. Wir sind froh, daß wir nun auf dem Weg nach Scawfell Island wenigstens den Ebbstrom mit uns haben. Die tiefe Bucht der hufeisenförmigen Insel SCRAWFELL verspricht eine ruhigere Nacht!
 
 The A frame hut30.05.2004 
 Percy to Digby Island 
 
Was verbirgt sich denn dahinter?
In einer kleinen Ankerbucht in den Percy Inseln steht am Strand eine Hütte, in der sich wohl seit über 50 Jahren vorbeisegelnde Segelschiffe verewigen! Ich hätte dort stundenlang verweilen können, so viel gab es zu entdecken, doch der Ankerplatz ist sehr rollig und wir wollen/müssen weiter! Vorher aber basteln auch wir ein Erinnerungsstück und hängen es zwischen die vielen anderen Utensilien der Yachties!
 
 Tidenströmungen29.05.2004 
 Percy Islands 
 
Nachdem wir anfänglich mal wieder unter Gennacker segeln konnten, dreht der Wind ständig und wird immer weniger. Dafür aber kommen wir in den Bereich der starken Tidenströme, die unsere Harlekin versetzen und einen konfusen Seegang erzeuen. Wir lassen den Motor mitlaufen um noch vor Dunkelheit am Ankerplatz in den PERCY ISLANDS anzukommen. Der GPS zeigt am Abend 52 und die Logge 63 gesegelte Seemeilen an! Der Tidenhub beträgt hier z.Z. 4 Meter! Ein wunderbarer Sonnenuntergang beim SUNDOWNER versöhnt uns wieder!
 
 Anglerglück28.05.2004 
 Pearl Bay22°26,7 S, 150°44,0E 
 
Noch vor Sonnenaufgang holen wir den Anker auf und nehmen Kurs auf die PEARL BAY, knapp 50 sm nördlich von hier. Wir ziehen uns warm an, denn wir haben "nur 18° in der Kajütte! Beide Angelhaken sind draußen und gerade als die HARLEKIN mit 7-8 Knoten ihrem Ziel "entgegenfliegt" rauscht eine Angelschnur aus! Zum einholen sind wir zu schnell, - also Gennacker runter und nur gereffte Genua raus! Der Fisch zieht mächtig an der Leine, doch Norbert läßt ihn müde werden und irgendwann gibt er auf! Es ist eine 80 cm lange Spotted Macrel.
Wir haben sie sograde eben filetiert und in die Kühlung verstaut, da hören wir über uns ein lautes Geräusch: ein Helikopter der Marine überfliegt uns und funkt uns auf Kanal 16 an. Man will wissen wo wir einklariert haben und wo wir hin wollen, außerdem Schiffsname und Registration. Ja, ja, keiner geht hier verloren, aber es bleibt auch niemand unentdeckt! Die Kulisse am Ankerplatz PEARL BAY ähnelt den schwedischen Ostschären.
 
 Die Stimme am Funk27.05.2004 
 Keppel Sand23°10,170S,150°56,500E 
 
Es ist immer wieder spannend die "Stimme am Funk" kennenzulernen. Wir besuchen die freiwillige Küstenwache, die uns so gut betreut. VISITERS WELCOME, heißt es auf einem Schild! Alan, der heute Dienst hat, zeigt uns seine "Funkbude" und sein Protokollbuch, statt Harlekin hat er gestern am Funk Hurricane verstanden. Wir lachen drüber. Er erklärt uns auch, daß ab Montag nächster Woche das Militärische Übungsgebiet SHOAL WATER BAY für 2 Wochen aktiv sein wird und sich dann niemand dort aufhalten darf, d.h. auch dort nicht vor Anker gehen darf. Das unangenehme daran ist, daß man dann auf jeden Fall eine Nachtfahrt einplanen muß, weil es dort auch keine vorgelagerten Inseln gibt. Gegen Mittag segeln wir zurück nach GREAT KEPPEL ISLAND um am nächsten Morgen früh Richung Norden starten zu können.
 
 Das singende Schiff an der Küste des Steinbocks26.05.2004 
 Keppel Marina bei YEPPON 
 
Wie schon erwähnt, hat sich James Cook hier an der Küste vor heute genau 234 Jahren aufgehalten (26. - 28. Mai). Ihm zu Ehren hat man hier vor einigen Jahren ein Denkmal aufgestellt: ein "singendes Schiff"! Es steht auf einem Hügel und ist schon weit von See her zu erkennen und wenn es windig ist kann man es "singen" hören!
An dieser Küste gibt es starke Gezeiten, teilweise ist das Wasser ganz weit weg und es gibt Priele und Sandbänke, genau wie an der Nordsee. In einer Bucht etwas weiter nördlich von hier beträgt der Tidenhub sogar 9 Meter! Wir müssen uns hier wieder an den Gebrauch eines Tidenkalenders gewöhnen, wollen wir die Strömung für uns nutzen!
 
 Salties + Freshies25.05.2004 
 Keppel Marina bei YEPPON 
 
KOORANA Krokodil Farm An der Capricorn Coast gibt es nahe Yeppoon eine Marina, von der aus man eine Krokodil Farm besuchen kann. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Wir mieten uns ein Auto und fahren hin. Auf dieser privaten Farm gibt es etwa 4500 dieser Spezies: Salzwasser- (Salties) und Frischwasserkrokodile (Freshies), doch nur die Salties können und Seglern gefährlich werden. Es gibt sie ab hier nördlich zunehmend mehr und mehr an Ufern und in Creeks. Gerade noch unsichtbar unter der Wasseroberfläche, schnellen sie bei Vibrationen aus dem Wasser um zuzuschnappen! Hier ist zum Glück ein Zaun zwischen uns und diesen riesigen Reptilien. Ein einjähriges Krokodilbaby dürfen wir alle mal in Händen halten und streicheln, vorsichtshalber hat man ihm aber das Maul mit den spitzen Zähnen zugeklebt.
 
 Admiral Keppel24.05.2004 
 Great Keppel Island23°11,000S,150°56,000E 
 
Heute durchsegeln wir die KEPPEL BAY,(von James Cook im Jahr 1770 benannt nach seinem Admiral Keppel) mit dem Ziel GREAT KEPPEL ISLAND. Bis heut sind wir noch keiner einzigen Yacht begegnet! Nun verstehe ich auch, warum man sich hier bei der Coastguard oder bei den Seenotrettungsstationen sicherheitshalber über Funk melden kann, wenn man unterwegs ist. Sie notieren sich Positionen und man bekommt auch noch drei mal täglich einen Seewetterbericht für das Gebiet. In Nord + Ostsee wäre das aufgrund der vielen Schiffe gar nicht möglich!
Auf Great Keppel Island gibt es viele Wanderwege und wir wollen uns dort mal die Beine vertreten. Doch aus unserem Landausflugwird erst mal nichts, denn der Außenborder springt nicht an! Diagnose: Wasser und Dreck im Benzintank!
 
 Kollosionskurs?23.05.2004 
 Cape Capricorn23°29,700N,151°13,650W 
 
Nein, nein, keine Bange! Auf dem Weg nach Norden passieren wir vor GLADSTONE etwa 15 auf Reede liegende Frachter. Es ist auch hier nur etwa 20 m tief! Gladstone ist die größte Industriestadt nördlich von Brisbane. Da wir genug Proviant und Diesel an Bord haben, machen wir dort auch keinen STOP. Am Nachmittag erreichen wir das CAP CAPRICORN, das ziemlich genau auf der Breite 23° 30 Süd und somit auf dem südlichem Wendekreis, dem Wendekreis des Steinbocks (Tropic of Capricorn) liegt. Was daran interessant sein soll? Am 21. Dezember steht hier die Sonne genau senkrecht am Himmel und außerdem: hier fangen wieder die TROPEN an! Unterhalb des alten Leuchtfeuers am Kap ist unser erster "tropischer"Ankerplatz, trotzdem müssen wir uns noch warm anziehen!
 
 Guter Segelwind22.05.2004 
 Pancake Creek24°00,660S,151°44,120W 
 
Die Nacht war sehr gewöhnungsbedürftig: Bei Hochwasser kamen die Wellen übers Riff und plätscherten gegen die Bordwand und unters Schiff, dazu der heulende Windgenerator.......
Am Morgen ist der Himmel zugezogen und die Lagune immer noch sehr unruhig! Keiner von uns beiden hat Lust zu schwimmen oder zu schnorcheln. Außerdem haut uns die Kulisse (wenn man schon so viele Pazifikatolle besucht hat) ehrlich gesagt, nicht mehr unbedingt um.
Den guten Segelwind von 15 - 20 Knoten aber müssen wir einfach ausnutzen, - also geht`s weiter! Nächstes Ziel: PANCAKE CREEK,eine Bucht am Festland, knapp 40 sm westlich.
Zu uns gesellt sich ein gelber Falter, er ruht sich aus und ist irgendwann wieder weg!
 
 Erstes Ziel21.05.2004 
 Lady Musgrave Island23°54,279S,152°24,331E 
 
4.00 Uhr LT: noch in der Dunkelheit gehen wir ankerauf um noch rechtzeitig bei Tageslicht unser erstes Ziel LADY MUSGRAVE ISLAND zu erreichen. Es wird ein toller Segeltörn unter Gennacker. Genau das richtige zum eingewöhnen!
Wie immer ist die Riffeinfahrt spannend und aufregend, doch sie ist durch Baken gekennzeichnet und bereitet auch bei Niedrigwasser keine Schwierigkeiten, im Gegenteil die Riffe rechts und links fallen trocken und sind somit gut zu sehen!
 
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Letzte Änderung:14.Apr.2004