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 Ready to go....25.07.2003 
 Niue 
 
25. Juli 2003 Gestern haben wir für alle Fälle mal ausklariert und für die letzten Neuseelanddollar zollfreies Bier gebunkert. Doch wie es schon öfter mal war: Der Wind kommt aus der Richtung in der wir hinwollen! Wir liegen immer noch an der Boje und weil es vom Schwell recht schaukelig ist, verbringen wir unsere Zeit mal wieder im Internet Cafe. Anschließend gönnen wir uns noch ein Eis und beobachten vom Ufer aus die auf den Wellen tanzenden Yachten. Dabei liegen unsere Katamarane noch recht ruhig, unbewohnbar sehen die Monos aus.
 
 Gefängnis ohne Gitter24.07.2003 
 Niue 
 
Auf der Insel gibt es zwei Strafgefangene, die zur Gartenarbeit verpflichtet sind. Einer davon ist Joseph. Er und sein Wärter Henry bearbeiten einen Gemüsegarten und die Bevölkerung und wir Segler profitieren davon, indem wir günstig frisches Gemüse aus biologischem Anbau kaufen können. Wie man sieht, freut sich Siggi besonders über die selbstgezogenen Möhren! Fluchtgefahr besteht nicht, - wo sollen die beiden Gefangenen auch hin?
 
 Wetterkapriolen23.07.2003 
 Niue 
 
Das Wetter hält uns hier im Südpazifik ganz schön auf Trab. Die gestrigen Wettervorhersagen stimmten alle nicht! Selbst unser Wetterfrosch Winfried ist ratlos. Statt aus Osten kommen die Winde zwischen Fidschi und Cook Inseln aus West und Nord. Für die meisten Segler unterwegs und am Ankerplatz unangenehm! Ein dickes Wolkenband aus der Konvergenzzone zieht mal wieder auf Niue zu. Schon in der Nacht drehte der Wind von Ost auf Nord und gegen Mittag kommt es ganz DICKE aus West. Wir liegen mit unserer HARLEKIN und Erwin mit der SALIARA auf Legerwall, d.h. im Klartext: hinter uns ist das Riff! Dann fängt es auch noch an zu blitzen und donnern: Weltuntergangsstimmung! Es wird so duster, daß sich an der Pier automatisch die Lampen und Peilungsmarker einschalten. Schwere Regentropfen glätten zum Glück den Seegang, sodaß der Schwell nicht allzu stark wird! Fotos siehe auch: www.saliara.com
 
 Der Mann für alle Fälle22.07.2003 
 Niue 
 
An Bord muß man wirklich auf alles gefaßt sein: In der Nacht ging eine Front mit Böen über Niue. Neugierig wie ich war, wollte ich natürlich wissen wieviel Knoten Wind drin waren. Doch unsere Bordinstrumente zeigten nichts mehr an! Auch das noch! Die halbe Nacht grübelt Norbert und das Tagesprogramm stand also schon wieder fest: ausbauen der Instrumente, überprüfen der Kabelverbindungen............ Nach 2 Stunden hat Norbert wieder alles im Griff! Vor ein paar Tagen fiel ihm ein Glas aus seiner Brille. Da wir noch alte Brillen zum verschenken an Bord hatten, konnte er aus zwei wieder eine funktionierende machen! Einen Optiker gibt es auf dieser Insel nicht! Ein Fahrtensegler muß also Elektroniker, Optiker, Mechaniker........eben ein Mann für alle Fälle sein!
 
 Sonntag auf NIUE21.07.2003 
 Niue 
 
20. Juli 2003 Am Sonntag läuft hier nichts! Selbst der lokale Radiosender ist abgeschaltet! Sonntag ist hier noch mehr als anderswo ein Ruhetag, bzw. ein "Tag des Herrn". In allen Kirchen und Gemeinden finden Gottesdienste statt. Es ist den Insulanern nicht erlaubt, irgendwelche Arbeiten zu verrichten, fischen zu gehen oder mit dem Boot hinauszufahren. Als einige Yachtcrews es wagten mit den Dingis zu den Walen zu fahren, wurden sie sofort über das UKW Radio ermahnt und "zurückgepfiffen"! Man hat uns da "oben" voll im Visier! Lilo, Omeira und ich haben es vorgezogen uns den Gepflogenheiten anzupassen und besuchten einen Gottesdienst. Erst nach 4 Stunden waren wir zurück am Pier. Es wäre sicher eine Beleidgung gewesen, das Mittagessen, zu dem man uns anschließend einlud, abzulehnen!
 
 Mal wieder richtig schlemmen......20.07.2003 
 Niue 
 
19. Juli 2003 Jeden Samstag gibt es hier im 1. Hotel am Platze ein Schlemmerbüffet, zu einem Preis bei dem es, (nach den total überhöhten Preisen in Französisch Polynesien) mal wieder richtig Spaß macht, auszugehen. Vom Manager werden wir Yachtcrews sogar abgeholt und wieder retour gebracht. Wir genießen die Aussicht von der in den Felsen hineingebauten Terasse des Hotels hoch oben über dem Meer, bei einem kühlem Bier und lassen uns die lecker zubereiteten Speisen gut schmecken!
 
 Geisterstädte an der Ostküste19.07.2003 
 Niue 
 
18. Juli 2003 Bei einer Inselrundfahrt mit dem Auto erreichen wir die ziemlich unzugängige Ostküste. Hier kann kein Schiff anlanden, die Ozeanwellen krachen mit einer Wucht gegen die bizarre Steilküste. Es gibt hier einige Dörfer. Die meisten Häuser stehen jedoch leer! Da die Niueaner, wie die Cook Insulaner, ebenfalls die neuseeländische Staatsangehörigkeit haben, können sie ohne Probleme auswandern. Nur noch 1400 Niueaner leben auf Niue, etwa 10 mal so viel leben bereits in Neuseeland. Plätze, die wir im Urlaub als "Paradies" bezeichnen, sind für die doch sehr isoliert lebenden Insulaner eben nicht erstrebenswerte Orte zum Leben!
 
 Tropfsteinhöhlen + Naturswimmingpools18.07.2003 
 Niue 
 
17. Juli 2003 Niue ist das größte erhobene Korallenatoll der Welt. Es erhebt sich etwa 28 m hoch an der Küste und im inneren als Plattform knapp 70 m über dem Meeresspiegel. Ziemlich unwahrscheinlich, daß hier irgendwelche Kokosnüsse irgendwann angeschwemmt wurden und keimen konnten. Siedler haben sie vermutlich von anderen Inseln mitgebracht . Niue bedeutet so viel wie: "Seht mal da, Kokosnüsse!" Heute mieten wir uns zusammen mit Siggi + Lilo von der IRAMA DUNIA und Silvie ( Maat auf der SALIARA) Fahrräder und radeln zu den nicht weit entfernten Tropfsteinhöhlen und zu einem Naturswimmingpool mit Namen LIMU. Wir genießen das schwimmen im glasklarem Wasser.
 
 Riesen des Ozeans17.07.2003 
 Niue19°03,000S,169°55,000W 
 
16. Juli 2003 Hier werden wir nicht von einem Hahnenschrei geweckt, sondern von einem P R U S T E N + S C H N A U F E N ! Was ist denn das? Noch schlaftrunken stürzen wir ins Cockpit und glauben unseren Augen nicht zu trauen: nur wenige Meter entfernt ziehen riesige Buckelwale durch die Bucht: faszinierend und unheimlich zugleich!
 
 Behördenkram + Dingikran16.07.2003 
 Niue19°03,000S,169°55,000W 
 
15.Juli 2003 Nachdem der Zoll und die Gesundheitsbehörde an Bord waren, und (außer dem Papierkram und der Schiffsinspektion) gemütlich bei uns eine kalte Cola getrunken haben, dürfen wir endlich an Land. Doch das ist gar nicht so einfach: es gibt keinen Strand oder Bootssteg, nur eine hohe Betonpier mit einem Kran! Siggi, von der SY IRAMA DUNIA, nun schon eine Woche hier, zeigt uns, wie wir ihn zu bedienen haben. Das kann ja heiter werden! Zum Glück helfen sich die Yachties gegenseitig! Da werden wir uns wohl jedes mal genau überlegen müssen, daß wir nichts an Bord vergessen! Um die Einklarierung komplett zu machen, müssen wir nun noch zur Immigration, damit wir einen Stempel in den Paß bekommen.
 
 Web Site NIUE15.07.2003 
 Aitutaki 
 
Das gibt es ja wohl nicht! INTERNET hier kostenlos! Hier vorab schon mal die Internetseite von der Insel NIUE: www.niueisland.com 16.377 Kilometer bis zum Heimathafen der HARLEKIN!!!! Bis bald HARLEKIN
 
 Land in Sicht14.07.2003 
 Aitutaki westwärts19°03,000S,169°55,000W 
 
10.00 Uhr Auf einmal ruft Norbert: "L a n d in S i c h t !" Platt wie ein Pfannkuchen ist am Horizont tatsächlich Land auszumachen! Wir können es kaum erwarten an die geschützte Leeseite der Insel zu gelangen, denn noch immer bläst es mit 30 Knoten! Gegen Mittag erreichen wir das Südkap von NIUE, es sind nun "nur noch" 10 Meilen bis zum Ankerplatz! Aus über 5000 m Tiefe ragt hier die Insel plötzlich steil bis über die Wasseroberfläche empor, es entstehen riesige Wellen. Sie kommen aber von achtern, heben das Heck der HARLEKIN an und rauschen unter ihr durch. Kein Problem! An der Küste sieht man meterhoch die Gischt spritzen! Etwa 2 Stunden später liegen wir sicher und "happy" an einer Boje in der Bucht von ALOFI, der Hauptstadt der Insel. Die Einklarierungsbehörden, sind so nett und wollen erst am nächsten Morgen kommen! Man kann sich vorstellen, daß wir irgendwie Chaos an Bord beseitigen müssen! Trotzdem koche ich aus dem Thunfischfleisch (unterwegs hatten wir keinen Appetit mehr drauf!) einen leckeren Fischgulasch und laden die Crew der SALIARA zum Abendessen ein. Sie erreichten ihr Ziel 3 Stunden nach uns! Omeira, kann endlich wieder lachen und .........essen! Sie war die ganze Überfahrt seekrank! Wir stoßen an auf unsere gelungene Überfahrt, auch wenn wir unser eigentliches Ziel, das Beveridge Reef nicht erreichen konnten, - ein Segelboot fährt eben nicht nach Fahrplan!
 
 Pazifik Highway mit Schlaglöchern13.07.2003 
 Aitutaki westwärts19°12,000S,167°42,000W 
 
In der Nach dreht der Wind wieder von SE auf SW zunehmend bis 30 Knoten. Das Beveridge Reef können wir so nicht mehr anlaufen! Wir sprechen uns über Funk mit der Crew der SALIARA ab, die uns einen Tag Vorsprung gegeben haben und ändern beide unseren Kurs auf die Insel NIUE. Es macht keinen Sinn das Beveridge Reef bei dieser Wind und Wetterlage anzulaufen. Es kommt hinzu, daß wir über das Coco Nut Net der Amerikaner von einer Hai Attacke dort gehört haben! Schon bald stellt sich heraus, daß wir auch NIUE nicht anlaufen können, wenn der Wind nicht wieder auf die vorhergesagten SE dreht! Wie ein Magnet zieht die Windmeßanlage (Foto) ständig unsere Blicke auf sich! Natürlich kommt auch der Seegang schräg von vorn und so haben wir den Eindruck, daß der Pacific Highway ganz schön viele Schlaglöcher hat! Immer wieder spült eine Welle Seewasser über das Deck bis ins Cockpit! Verständlich, daß wir unter diesen Umständen draußen keine Fotos machen können, das Risiko ist viel zu groß! später: Als die Dunkelheit einsetzt, dreht der Wind tatsächlich auf 180° und später auf 170° - 160°. Also doch NIUE! Gegen Mitternacht werde ich wach und sehe durch den Türspalt, daß sich der Mast unseres Windgenerators auf und ab bewegt! Da stimmt doch was nicht! Ach du Schreck, der Mastfuß hat sich aus der Befestigung gelöst! Angeleint begibt sich Norbert auf die Pattform am Heck und sichert ihn mit Spanngurten um größeren Schaden zu verhindern! Immer wieder wird er von einer übergehenden Welle salzwassergeduscht! Trotz kleiner Segelfläche machen wir etwa 6 Knoten Fahrt, der GPS zeigt sogar teilweise über 10 Knoten an. So wie es aussieht werden wir morgen bei Tageslicht in NIUE ankommen!
 
 neue Fronten12.07.2003 
 Aitutaki westwärts19°12,165S,165°53,000W 
 
Seit heute morgen laufen wir unter Motor, Bewölkung zieht auf und der weinige Wind dreht nun über Nord nach West. Die See ist zum Glück noch ruhig, sodaß wir mit 4 Knoten unserem Ziel näher kommen! Vor uns hat sich eine neue Front gebildet, - sie kommt uns entgegen! Das Satelitenbild und auch unsere "Wetterfrösche" Michael und Winfried kündigen die Wetterverschlechterung an. Uns bleibt nichts anderes übrig, als Luken zu und durch! Solange es noch ruhig ist, backe ich frisches Brot und schiebe eine Pizza in den Backofen. Da rauscht plötzlich die Angelschnur aus. Einen 50 cm langen Bonito können wir an Deck holen. Endlich mal wieder frischen Fisch auf dem Speiseplan! Noch während Norbert den Fisch filetiert kommt die graue Wolkenwand bedrohlich auf uns zu und es briest mit 25 Knoten auf!
 
 Scorbut hat keine Chance11.07.2003 
 Aitutaki westwärts19°08,000S,162°22,000W 
 
Zwar haben wr heutzutage keinen Scorbut mehr zu befürchten, dennoch haben wir uns vor unserem Start mit frischen Früchten eingedeckt. Auf AITUTAKI gab es wieder die zuckersüßen, saftigen Pampelmusen, - nicht zu vergleichen mit denen, die es zuhause zu kaufen gibt! Der Wind kommt weiterhin schwach aus östlichen Richtungen und wir lassen uns von unserem Genacker vorwärts schieben. Die Nächte sind mondhell, denn wir haben bald Vollmond. Noch 310 sm zum Beveridge Reef.
 
 Weiter geht`s gen Westen10.07.2003 
 Aitutaki westwärts18°54,000S,160°17,000W 
 
Wir sind gestartet und wieder auf See. Vor uns liegen bis zum Beveridge Reef knapp 500 Seemeilen. Ein Blick auf die Seekarte zeigt uns, daß der Pazifik hier über 5000 m tief ist und irgendwo auf der Position 20° Süd und 167°46 West ragt steil ein Riff bis an die Wasseroberfläche. Eine stationäre Front 600 Seemeilen vor uns hat sich aufgelöst und das Satelitenbild zeigt für die geplante Strecke keine Bewölkung. Hoffen wir, daß es so bleibt! Der Wind kommt von achtern und wir laufen unter Passatbesegelung.
 
 Urlaubs Schmöker09.07.2003 
 Aitutaki18°52,000S,159°48,000W 
 
Ebenfalls zu den Cook Inseln gehört das Atoll SUWAROW. In den 60er Jahren lebte dort der Neuseeländer Tom Neale. In dem wieder neu aufgelegtem Buch "Südseetrauminsel" schildert er seine Erlebnisse und Erfahrungen von insgesamt fünfeinhalb Jahren fernab der Zivilisation auf seiner Trauminsel SUWAROW. Da wir ja nun einige Inselatolle persönlich besucht haben können wir uns vieles bildlich vorstellen. Möglicherweise mal ein Buch auch für Euer Urlaubsgepäck?
 
 Wetterkarten08.07.2003 
 Aitutaki18°52,000S,159°48,000W 
 
Das Funkgerät, incl. Pactor Modem und Laptop gehören neben dem G PS und der Sellbststeueranlage zu den wichtigsten Geräten an Bord. Bald wollen wir weiter westwärts starten und darum informieren wir uns intensiv über die momentane Wetterlage um ein günstiges "Wetterfenster" zu erwischen.

06.00 Wetterkarte von METSERVICE Neuseeland
08.00 Morgen- Funkrunde mit anderen Seglern, Positionsaustausch + Lageberic hte
08.30 Wetterinfos von Michael
08.45 Satelitenbild von NATIONAL WEATHER SERVICE in Honululu
anschließend Coco Nut Netz der Amerikaner
10.00 Wetterinfos von Winfried
15.30 Pacific Island Netz mit Günter aus Contadora
18.00 Abend- Funkrunde
18.30 Wetterkarte von METSERVICE Neuseeland
20.45 Satelitenbild von Honuulu
21.30 INTERMAR Amateurseefunknetz auf der 14.313

Hat jetzt noch jemand den Eindruck, daß an Bord Langeweile aufkommt?
 
 Auftrag der BOUNTY07.07.2003 
 Aitutaki18°52,000S,159°48,000W 
 
Captain Blight hatte mit seiner BOUNTY den Auftrag Pflanzenschößlinge des hier in der Südsee vorkommenden Brotfruchtbaumes in die Karibik zu bringen. Die Früchte sollten dort billiges Grundnahrungsmittel für die Sklaven sein. Auch hier auf der Insel gibt es riesige Bäume mit kindskopfgroßen Früchten. Wir haben schon mal eher so eine Frucht geschenkt bekommen, wußten aber nichts damit anzufangen. Omeira, die Bordfrau der SALIARA, aus Kolumbien stammend, kannte Zubereitungsarten: gekocht, frtiert und gesalzen als Beilage wie unsere Kartoffeln! Gar nicht so übel !
 
 Lebenselixier Wasser06.07.2003 
 Aitutaki18°52,000S,159°48,000W 
 
Nun sind wir schon fast 10 Tage hier in AITUTAKI und es hat noch ni cht wieder geregnet. Unser Deck ist noch immer salzverkrustet und unser Bra uchwasser (max 450 l wenn beide Tanks voll sind!) geht so langsam zuneige. Trinkwasser machen wir mit unserem Watermaker, ca 12 Liter pro Stunde. Das reicht aber nicht zum duschen, spülen und Wäsche waschen. Somit müsse n wir uns, wenn es nicht regnet, zusätzlich Wasser vom Land her besorgen. Hier gibt es eine Zisterne mit Regenwasser, das wir in Kanistern mit dem D ingi zur HARLEKIN transportieren.
 
 Musik und Tanz05.07.2003 
 Aitutaki18°52,000S,159°48,000W 
 
Durch den Einfluß der Missionare ist viel von den ursprünglichen Traditionen der Cook Inseln verloren gegangen. Die ausdrucksvollen, lebhaf ten Tänze, damals verboten, leben aber wieder neu auf. So eine Tanzverans taltung, bei der das halbe Dorf als Zaungäste anwesend ist, haben wir uns gleich zwei mal angesehen. Der Rhytmus von Trommeln und Gitarren, begleite t von Gesängen bestimmen das Tempo der Tänze. Die Kostüme der Tänze r und Musikanten, teilweise aus Kokosnüssen, Palmblättern, Blumenkrän zen, Muschelketten, bunten Tüchern und Baströcken sind farbenfroh anzuse hen.
 
 Das Riff von AITUTAKI04.07.2003 
 Aitutaki18°52,000S,159°48,000W 
 
Noch bevor die Nacht vorbei ist, ertönt von Land her lautes " KIKE RIKI"! Jeder Hahn der Insel, so scheint es, versucht die anderen zu übert önen. Da bleibt kein Auge zu und schon im ersten Dämmerlicht sehen wir das Toplicht der "Saliara" hinter dem Außenriff. Erwin hatte optimale Wi ndbedingungen und hat die Strecke von MOPELIA nach AITUTAKI (360sm) mit se inem schnellem Kat in nur 2 Tagen geschafft! Ohne Probleme steuert auch er durch die schmale Riffpassage, die nur mit Booten von max. 1,80m Tiefgang b efahren werden kann und legt sich hinter uns vor Anker. Am Nachmittag machen wir mit dem Dingi einen Ausflug zu einem Motu und zum Wrack der ALEXANDER einem Autotransporter, der in den 30er Jahren hier gest randet ist. Kieloben liegt das verrostete Heck auf dem Außenriff.
 
 Trans Ocean Aitutaki03.07.2003 
  Aitutaki18°52,000S,159°48,000W 
 
Rund um die Welt gibt es Stützpunkte unseres Vereins für Hochsee segler TRANS OCEAN. So auch hier auf AITUTAKI. Sonja und Tauono haben hier ein kleines Restaurant und verkaufen Obst und Gemüse aus ihrem Garten. F ür uns war es selbstverständlich da mal vorbeizuschauen, etwas Obst zu kaufen und uns auch ins Gästebuch einzutragen. Da wir auf dem Schiff immer zu wenig Bewegung haben, nutzen wir hier, da es ja nicht zu heiß ist, die Gelegenheit zu wandern und auf den 124 m hohe n Berg zu steigen. Weit am Horizont konnten wir von dort noch lange die ORI ON mit Wolfram und Elke sehen, die heute nach TONGA ausgelaufen sind.
 
 Kindergarten01.07.2003 
  Aitutaki18°52,000S,159°48,000W 
 
Die Cook Insulaner sind ein lebenslustiges Völkchen. Geht man durc h die Ortschaft, wird man von allen freundlich angelächelt und gegrüß t. Eigentlich wollten wir uns nur mal die Beine vertreten, da hielt neben u ns ein Pickup mit Eikura, der Englischlehrerin der Insel. Sie wollte uns sp ontan zu einem Trip zum Flughafen mitnehmen. Das ließen wir uns nicht neh men! Auch dieser Inselflughafen wurde während des 2. Weltkrieges von den Amerikanern gebaut und wird nun für 6 Millionen Dollar erweitert. Man hof ft, daß es ein internationaler Flughafen wird, denn das würde mehr Tour isten bringen und somit mehr Arbeitsplätze schaffen. Mehr als die Hälft e der Bevölkerung ist bis heute schon nach Neuseeland gezogen. Eikura erzählte uns von ihrer Arbeit und ich erwähnte, daß ich in Ger many als Kindergärtnerin gearbeitet hätte. Auch hier gäbe es einen Ki ndergarten und wenn ich wollte, dürfte ich gern mal vorbeikommen. Gesagt, - getan! Den nächsten Morgen verbrachte ich mit der Gruppe der 4 jährigen Mädc hen und ihrer Kindergärtnerin Mrs. Henessy.
 
 Frau mit Hut29.06.2003 
  Aitutaki18°52,000S,159°48,000W 
 
Es gibt hier einen kleinen Naturhafen mit Blick auf die älteste Ki rche (1826) der Inselgruppe. Man sieht ihr aber an, daß es hier im Sommer sehr viel regnet, denn das Gemäuer ist sehr feucht. Die weiße Farbe h ält kaum und ist sehr stockig. Neben dieser Kirche gibt es noch etwa ein halbes Dutzend weiterer Gemeindeh äuser, die Missionare haben hier im 18. Jahrhundert ganze Arbeit geleiste t! Sonntags zum Kichgang haben die Frauen einen Hut zu tragen und die Män ner lange Hosen anzuziehen. Eine nette Geste der Gemeinde: nach dem Gottesd ienst wurden alle Gäste vom Pastor mit Handschlag begüßt und zu einem Imbiß mit allerlei Leckereien ins Gemeindehaus eingeladen.
 
 KIA ORANA28.06.2003 
  Aitutaki18°52,000S,159°48,000W 
 
Kia Orana, das ist der polynesische Willkommensgruß, den wir schon von der OSTERINSE L und FRANZÖSISCH POLYNESIEN her kennen. Hier finden wir den Gruß auf allen Autokennzeichen. Nach mehr als 2 Jahren haben wir nun wieder ein Lan d erreicht, wo die Bevölkerung neben der polynesischen Muttersprache auc h Englisch spricht. Die 15 Cook Inseln sind zwar seit 1965 unabhängig, g ehören aber zu Neuseeland. Die 20.000 hier lebenden Insulaner haben diie neuseeländische Staatsangehörigkeit. Etwa 2000 leben auf AITUTAKI, haup tsächlich vom langsam sich entwickelndem Tourismus und von bescheidenem A ckerbau, Fischfang und Viehzucht.
 
 Gastlandflaggen26.06.2003 
 Mopelia to Aitutaki18°24,000S,158°32,000W 
 
Die See ist heute spiegelglatt und der wenige Wind kommt auch noch von vorn,- wir motoren! Morgen werden wir voraussichtlich in AITUTAKI ankommen und es ist Yachtbrauch, daß man die Flagge des Gastlandes unter der Steuerbordsaling hißt. Aus einem "Union Jack", den man uns auf der Bootsmesse mal als englische Gastlandflagge verkauft hat und etwas blauem Stoff, nähe ich die von den Cook Inseln. 15 kleine in einem Kreis angeordnete Sterne repräsentieren die 15 Inseln des Landes. Sehr aufwendig! Weil nicht schwierig, nähe ich anschließend auch gleich noch die TONGA Flagge.
 
 Kalte Füße24.06.2003 
 Mopelia to Aitutaki17°14,000S,155°29,000W 
 
Ist die "Barfußroute" nun zu Ende? Wir haben MOPELIA verlassen und sind unterwegs Richtung südliche Cooks Inseln. AITUTAKI ist unser Ziel. Wechselnde Wetterbedingungen, von blauem Himmel mit Sonnenschein bis zu sch warzen Wolkenwänden mit Regen, zum Glück aber ohne schwere Böen, trag en wir in unser Bordlogbuch ein.. Es geht zwar nicht sehr schnell, dafür aber komfortabel voran. Für die 360 Seemeilen müssen wir eine 4. Nacht einplanen. Seit unserem Flug hierher haben wir unsere Socken nicht mehr aus der Schublade gekramt. Doch jetzt bekommen wir kalte Füße und sind froh , daß wir welche an Bord haben.
 
 please_modify30.11.1999 
 
 
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Letzte Änderung:14.Apr.2004