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Position *NEU* |
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Unsere grosse Reise |
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Was uns bewegt |
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Faszination Wasser |
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Passatwind Segeln |
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Gesundheit & Sicherheit |
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| Kapitel in Bearbeitung | 19.02.2000 |
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| Der Countdown läuft... | 18.02.2000 |
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| erst 14 Tage auf See | |
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| Blinder Passagier an Bord ? | 16.02.2000 |
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Zitat Norbert:
Heute, ca. 13 Uhr UTC entdeckte ich einen mir völlig fremden Mann im Spiegel unserer Naßzelle! Dieser Mann ist mir nach 12 Tagen Atlantik heute zum ersten mal begegnet, nachdem Ingrid versucht hat mir die Haare zu schneiden! Es ist ihr mehr oder weniger gut gelungen, zumindest brauch ich mich in der nächsten Zeit nicht mehr zu kämmen! In Anbetracht des heute wunderschönen Segelwetters bei ruhigem Seegang (am liebsten wäre ich ja ins Wasser gegangen und hätte mich hinterherziehen lassen, - doch Ingrid hats verboten!)haben wir uns dann noch eimerweise Meerwasser(27 Grad) über die Köpfe geschüttet und uns noch eine Süßwasserdusche gegönnt!
Wir laufen bei 3-4 Beaufort unter Gennacker und haben zwar nicht mehr Traumetmale aber Traumsegeln: Wie auf Schienen schnurrt unser
"Cat" zchen vor sich hin! Heute Abend werden wir uns im Cockpit wieder ein Nachtlager unterm mondhellem Sternenhimmel bauen! Dabei:
Kuschelrock-Musik und ein Sundowner..........
In Hoffnung, dass Ihr uns bedauert!
Norbert
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| Angelverbot | 15.02.2000 |
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| | 12°41 N ; 52°20 W |
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Norbert hat nun strengstes Angelverbot! Erst gestern hat noch eine 90 cm lange Golddorade angebissen! Eine echte Kämpferin! Dank unseres neuen Drahtvorlaufes ist sie uns aber nicht entkommen! Noch im Wasser leuchtet sie in türkis und goldgelb,- wunderschön! Schnell verliert sie jedoch ihre Farbe, wenn man sie aus dem Wasser zieht!
Fischfilet nun satt für 3 Mahlzeiten!!!
Gerade macht Norbert seinen Kontrollgang: Wanten, Schäkel, Leinen durchchequen, ob auch noch alles in Ordnung ist, denn schließlich haben wir ab Gran Canaria nun schon 2470 Seemeilen mehr an der Logge!
(und das geht auf`s Material!) Da kommen uns die noch verbleibenden 490 Seemeilen wie ein Klacks vor! Wenn wir nicht noch in eine Flaute geraten oder sonst noch was passiert, werden wir irgendwann am Wochenende unseren Karibiklandfall machen können! TOBAGO haben wir uns ausgesucht, weil sie am ehesten unserem Karibiktraum entspricht:
weisse Palmenstrände, Korallenriffe mit bunten Fischen, Urwaldberge, Paradiesvögel und wenig Tourismus! Lassen wir uns überraschen!
Position Di,15.Feb. 20 UTC:12 Grad 41 Min. Nord/ 52 Grad 20 Min West
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| Ingrids Nachtwache | 12.02.2000 |
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Ich habe Nachtwache! Suche so alle halbe Stunde den Horizont ab: kein Schiff! Wir haben Halbmond und die Nächte werden zum Glück langsam heller. Man fährt nicht nur ins NICHTS hinein! Zwischendurch lese ich, mache meine Logbucheintragungen und hänge meinen Gedanken nach! Mehr habe ich nicht zu tun! Das Steuern übernimmt HERRMANN unsere elektrische Selbsteueranlage, nun schon seit 9 Tagen. Er macht es besser als jedes Crewmitglied es machen könnte. Hoffentlich hält ER durch, sonst sehen wir alt aus! Für seine Arbeit braucht er allerdings Strom und das nicht wenig! Bei dem frischem Wind den wir haben, trägt unser Windgenerator fast rund um die Uhr zur Stromversorgung bei. Das reicht aber auch nicht aus und so lassen wir täglich für ca. 2 Stunden unseren kleinen Honda-Generator laufen. Eine gute Investition, wie sich herausgestellt hat! Fuer heißes Duschwasser lassen wir auch schon mal die Maschine mitlaufen. Welch ein Luxus an Bord auf hoher See!
Weitere Stromfresser an Bord sind die Funke, der Wassermacher und die Kaffeemaschine. Aus Sicherheitsgründen machen wir bei Seegang lieber elektrisch unseren Kaffee. Nicht auszudenken wenn wir uns mit heißem Wasser verbrühen würden! Selbstverständlich haben wir auch eine Notapotheke an Bord! Eine ziemlich umfangreiche sogar. Ein Segelfreund und Apotheker hat für uns eine große Kiste Medikamente und Notfallinstrumente zusammengestellt(alles in Folie eingeschweißt!) und sie uns kurz vor unserer Abreise sogar bis an Bord gebracht. Dafür sind wir ihm sehr dankbar, es beruhigt ungemein! Medizinische Hilfe könnten wir wiederum über den Amateurfunk bekommen. Hoffen wir aber trotzdem, daß wir sie nicht benötigen!
So, gleich ist Norbert wieder dran und ich verkriech mich in die Koje!
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| Bergfest | 11.02.2000 |
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| Mitten auf dem Atlantik | |
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Zum BERGFEST ein Gedicht
Die HARLEKIN zieht ihre Bahn,
auf dem weitem Ozean.
TOBAGO ISLAND ist ihr Ziel,
bis dort sind`s noch der Meilen viel!
Ein Passatwind aus Nordosten,
bringt sie zügig hin nach Westen!
Sie trägt ihr buntes Gennackerkleid
und wir vergessen Raum und Zeit!
Hat es auch manchmal so den Schein,
wir sind hier dennoch nicht allein!
Die Tiere hier in der Natur,
ziehen mit uns ihre Spur!
Das Beste ist, ein jeder weiß,
ein Gerät, das FUNKE heißt!
Es hält Kontakt nach Ost und West,
ein jeder hält unsere Positionen fest,
und segelt in Gedanken mit,
als wär er selber auf dem RITT!
So hoffen wir, daß uns die Götter weiter gut gesonnen,
daß unser Törn endet, wie er begonnen!
Ingrid DL1YJI + Norbert
SY HARLEKIN
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| Norberts Nachtwache | 09.02.2000 |
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| noch ca. 1400 sm bis Tobago | 14°41 N ; 37°46 W |
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Heute schreibt Norbert seine Eindrüke!
Mi, 9.Feb. 12.30 UTC
Wir haben nun gut 700 Seemeilen hinter uns. In den ersten Tagen hatten wir Wind zwischen 20 - 30 Knoten und starken Seegang. Wenn man dann im Wellental ist und von hinten die nächste Welle in Höhe unserer Saling angerollt kommt, bekommt man schon einen Schrecken: Die HARLEKIN wird von der Welle achtern sanft angehoben und dann geht es mit Speed bergab! Nach 2/3 Tagen gewöhnt man sich daran! Wir segelten überwiegend mit der gerefften Genua. In der vergangenen Nacht haben Wind und Seegang stark nachgelassen, so daß das Leben an Bord erträglicher wird! Noch vor dem Frühstück setzten wir den bunten Gennacker- nun läuft die Harlekin wirklich wie auf Schienen. Wir machen jetzt bei 15 - 20 Knoten Wind 6,5 - 7,5 Knoten Speed. Man merkt, dass wir jeden Tag der Karibik ein Stück näher kommen, denn Wasser und Lufttemperaturen steigen merklich an. Fliegende Fische verirren sich auch schon mal an Deck, sie sind jedoch zu klein für die Pfanne! Darum bringen wir bei Bedarf die Schleppangel aus.
Gestern mußten wir mal wieder einem Berg ausweichen. Die Wassertiefe betraegt durchweg 5000 Meter und auf unserer Kurslinie befand sich eine Erhebung mit nur 600 Meter in dessen Umkreis sich der Seegang noch erheblich verstaerken kann.
Den Tag verbringen wir mit Kochen, Abwasch, Aufräumen, Lesen, EMails schreiben, Angeln, Logbuch schreiben und einen ganz großen Teil verbringen wir am Funkgerät! Funkverkehr mit Deutschland, auch Datteln, Kuba, Venezuela, Franz. Guayana, Porto Mogan, Kapverden und mit den zwei Jachten, die sich ca. 130 und 280 Seemeilen hinter uns befinden und sich über uns das Wetter besorgen. Die Wetterstation in Barbardos (Trudi) nennt unsere Snowgoose schon Mothergoose da Ingrid durch ihre Funklizenz ungeahnte Möglichkeiten hat und andere Jachten wie eine Mama mit versorgt.
19 Uhr UTC
Soeben hatten wir unsere erste Schiffsbegegnung. Ein Frachter auf dem Weg zum Amazonas kreuzte unseren Kurs. Ingrid nahm über UKW Funkverbindung mit ihm auf. Auf unsere Frage, ob er uns im Radar sehen kann, waren wir bitter enttäuscht, daß er ohne Radar und nur mit GPS fährt. Nachdem wir ihm unsere Position durchgegeben haben, hat er uns dann im Fernglas entdecken können. Ansonsten war der Funker recht nett und hat uns gefragt, ob er irgendwie helfen kann. Fazit: Wir müssen weiterhin Nachtwache gehen!
20 Uhr UTC Position: 14 Grad 39 Min Nord/ 37 Grad 52 Min West
Bis bald
Norbert
Grüße von meiner Funkerin
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| Vor uns der Atlantik... | 05.02.2000 |
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| 2100 sm bis Tobago | |
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Nachdem der große Regen (45 l/m²) in MINDELO aufgehört hat, setzte auf den Kapverden der Harmattan ein, ein Wüstenwind aus Osten, der viel Saharasand mit sich bringt. Die Sichtweite war bis auf 1/2 Seemeilen herabgesetzt und unsere HARLEKIN wurde rotbraun überpudert. Wir konnten gar nicht mehr gegenan putzen! Leider haben wir uns nur Mindelo angeschaut, sicherlich wären auch die anderen Inseln sehenswert gewesen, z.B. Santo Antao, die im Gegensatz zu Sao Vincente sehr gebirgig, grün und fruchtbar ist. Die Grosswetterlage aber ist z.Z. so günstig (stabiles HOCH ueber dem Atlantik!), daß wir einfach Richtung Karibik starten mußten! So klarierten wir aus und lichteten gestern Mittag unseren Anker. Wieder lautes Gehupe der Segelfreunde, die uns in den nächsten Tagen folgen wollen. Mit Radarhilfe, wegen der schlechten Sicht, tasteten wir uns aus dem Inselbereich und schon nach 6 Stunden setzte fuer uns der hier vorherrschende Nordostpassat ein, der uns 2100 Seemeilen über den Atlantik nach TOBAGO pusten soll. Diesmal geht die Fahrt mit 5-6 Knoten ein bißchen flotter voran, wir haben aber auch mehr Seegang, so daß uns erst einmal wieder "Seebeine" wachsen müssen. Hohe Wellen rollen von hinten an, heben das Heck der HARLEKIN und rauschen unter ihr durch. Es poltert an den Bordwänden und zwischen den Rümpfen, so daß wir beim Funken sogar den Kopfhörer aufsetzen müssen! Wen es interessiert: 1 Seemeile = ca. 1,85 Kilometer 1 Knoten = ca. 1,85 Stundenkilometer
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