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Unsere grosse Reise |
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Was uns bewegt |
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Faszination Wasser |
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Passatwind Segeln |
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Gesundheit & Sicherheit |
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| Alarm | 30.04.2002 |
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| Äquator | 00°00,00 , 089°07,0W |
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Di. 30.April 2002/ 9. Tag auf See
Teatime auf der Harlekin! Plötzlich: Motoralarm!!! Auch das noch! Der Motor wird zu heiß und das Kühlwasser, das wir nachkippen läuft unten wieder raus! Es sind nur noch ein paar Meilen bis zum Äquator, sollen wir jetzt etwa umdehen um nach Panama zurückzulaufen, denn eine Ersatzpumpe haben wir natürlich nicht an Bord?! Wenn der Wind einschläft, ist es unmöglich auf Galapagos ohne Motor einen Hafen anzulaufen,. Die Strömungen dort treiben jedes Schiff an Galapagos vorbei aufs offene Meer hinaus und tausende von Meilen ist erst mal nichts mehr! Wir schildern unser Problem auf der nächsten Funkrunde. Die schweizer Yacht WEBEGON ist in unserer Nähe und will erst mal Kurs auf die HARLEKIN halten und uns zur Not in den Hafen schleppen! Das ist schon mal beruhigend! Aber wie heißt es so schön: An Bord wird man erfinderisch! Bei einem Messebesuch haben wir uns mal Metallknete „andrehen“ lassen! Unnützer Ballast, so meinten wir bisher, doch wir lesen uns die Verarbeitungshinweise durch! Dieses Zeug könnte des Problems Lösung sein! Kopfüber mit einem Spiegel und Werkzeug bewaffnet, findet Norbert an einer natürlich schwer zugänglichen Stelle ein etwa 6 mm großes Loch in der Kühlwasserpumpe. Vielleicht können wir es mit dieser Knete, die auch für Aluguß geeignet sein soll, stopfen!
Sorgfältig verkneten wir die gelbe und die blaue Knete miteinander (kenn ich ja noch vom Kindergarten!), bis sie grün wird! Nun haben wir eine viertel Stunde Zeit zum Verarbeiten! Nach weiteren 3 Stunden Trocknungszeit wagen wir einen ersten Startversuch: der Motorraum bleibt trocken und das Zeug ist steinhart!
Inzwischen haben wir bei 00°00` und 89°07`West den Äquator überquert ,-wir haben keine rote Linie gesehen und sind auch nicht abgestürzt! Zur Feier des Tages hat Norbert mir eine ausgiebige Süßwasserdusche spendiert und wir haben eine Flaschenpost auf Reisen geschickt! Wir sind gespannt, ob und wo und wann irgendwer sie auffischen wird und wir in Datteln eine Nachricht bekommen!
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| Eine Flaschenpost geht auf Reisen | 29.04.2002 |
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| Äquator | |
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| Gegenwind zu den verwunschenen Inseln | 26.04.2002 |
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| Überfahrt | |
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Sa. 27. April 2002 / 5. Tag auf See
Gemeinsam mit der ORION, der IDEMO, der STELLA MARIS, der NOVEMBER und der YANG WA starten wir bei schönem Wetter und passenden Winden Richtung Südwesten. Dann bildete sich auf der Strecke Panama Richtung Galapagos ein breites Wolkenband, das uns viel Regen und Gegenwind bescherte. Da wir bei dem hohem, konfusem Seegang (Wind gegen Strom) keine Meilen gutmachen konnten, wollten wir schon fast wieder umdrehen oder uns vor Treibanker legen um bessere Wind und Seegangsverhältnisse abzuwarten. Auf der Funke machte man uns jedoch Mut: weiter südlich wird es wieder besser! Und tatsächlich, seit gestern scheint tatsächlich mal wieder die Sonne und wir können lüften und die inzwischen durchnäßten T-Shirts, Handtücher und Kissen trocknen. Die Laune besserte sich zusehends, auch weil der Wind drehte und wir nun unseren Kurs SW nun gut anlegen können. Unsere neuen Köder aus Panama haben uns schon eine Menge Fisch beschert, sodaß wir die Schleppangel nur noch bei Bedarf rauslassen.
In etwa 2/3 Tagen werden wir die magische Linie erreichen, die die Nordhalbkugel von der Südhalbkugel trennt, den Äquator! Ob es dort wohl eine rote Linie gibt, wie auf unserem Globus eingezeichnet? Oder ist der Ozean dort zuende und wir fallen über die Kante?
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